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Nach Hinrichtung des Attentäters Pakistanische Taliban drohen Indien

Nach der Hinrichtung des Bombay-Attentäters hat die pakistanische Taliban der indischen Regierung gedroht. Sie fordern die Überführung des Leichnams und kündigen Rache an.

© dpa Gefeierte Hinrichtung: Eine Frau tritt auf Poster mit dem Bild des Bombay-Attentäters Kasab.

Die pakistanischen Taliban haben Indien wegen der Hinrichtung des Bombay-Attentäters Kasab mit Vergeltung gedroht. „Wir werden Rache für Kasabs Martyrium nehmen“, sagte Ehsanullah Ehsan, ein Sprecher der Taliban-Dachorganisation Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP) am Donnerstag. Er forderte zugleich, dass der Leichnam des hingerichteten Pakistaners ins Heimatland überführt und an seine Familie übergeben werde. Sollte dies nicht geschehen, „wird unsere Reaktion noch härter ausfallen“, sagte Ehsanullah Ehsan.

Der indische Außenminister Salman Khurshid hatte nach Kasabs Hinrichtung am Mittwoch gesagt, sollten Islamabad oder die Familie um den Leichnam des Pakistaners bitten, würde das erwogen. Es gebe aber bisher keine Anfrage.

Kasab war in einem westindischen Gefängnis hingerichtet worden. Gemeinsam mit neun weiteren Attentätern hatte er Ende November 2008 Anschläge auf die westindische Finanzmetropole Bombay (Mumbai) verübt. Die Anschlagserie dauerte drei Tage an, 166 Menschen wurden dabei getötet, unter ihnen auch die neun anderen Attentäter. Kasab war als einziger überlebender Attentäter wegen der Anschlagserie auf einen Bahnhof, mehrere Luxushotels und andere Ziele in der Stadt Anfang Mai 2010 zum Tode verurteilt worden.

Quelle: FAZ.NET mit AFP/dpa

 
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