Home
http://www.faz.net/-gpf-74iv5
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Nach Hinrichtung des Attentäters Pakistanische Taliban drohen Indien

Nach der Hinrichtung des Bombay-Attentäters hat die pakistanische Taliban der indischen Regierung gedroht. Sie fordern die Überführung des Leichnams und kündigen Rache an.

© dpa Vergrößern Gefeierte Hinrichtung: Eine Frau tritt auf Poster mit dem Bild des Bombay-Attentäters Kasab.

Die pakistanischen Taliban haben Indien wegen der Hinrichtung des Bombay-Attentäters Kasab mit Vergeltung gedroht. „Wir werden Rache für Kasabs Martyrium nehmen“, sagte Ehsanullah Ehsan, ein Sprecher der Taliban-Dachorganisation Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP) am Donnerstag. Er forderte zugleich, dass der Leichnam des hingerichteten Pakistaners ins Heimatland überführt und an seine Familie übergeben werde. Sollte dies nicht geschehen, „wird unsere Reaktion noch härter ausfallen“, sagte Ehsanullah Ehsan.

Der indische Außenminister Salman Khurshid hatte nach Kasabs Hinrichtung am Mittwoch gesagt, sollten Islamabad oder die Familie um den Leichnam des Pakistaners bitten, würde das erwogen. Es gebe aber bisher keine Anfrage.

Kasab war in einem westindischen Gefängnis hingerichtet worden. Gemeinsam mit neun weiteren Attentätern hatte er Ende November 2008 Anschläge auf die westindische Finanzmetropole Bombay (Mumbai) verübt. Die Anschlagserie dauerte drei Tage an, 166 Menschen wurden dabei getötet, unter ihnen auch die neun anderen Attentäter. Kasab war als einziger überlebender Attentäter wegen der Anschlagserie auf einen Bahnhof, mehrere Luxushotels und andere Ziele in der Stadt Anfang Mai 2010 zum Tode verurteilt worden.

Quelle: FAZ.NET mit AFP/dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Taliban-Öffentlichkeitsarbeit Dschihadisten veröffentlichen Biografie ihres Anführers

Mullah Omar, der Anführer der afghanischen Taliban, wurde schon oft für tot erklärt. Doch im Internet ist nun seine Biografie erschienen. Anlass ist wahrscheinlich die Konkurrenz zwischen Dschihadisten-Gruppen. Mehr

06.04.2015, 12:45 Uhr | Politik
Grenze Indien und Pakistan Mehr als 45 Tote nach Selbstmordattentat

Bei einem Selbstmordanschlag an der Grenze zwischen Indien und Pakistan sind am Sonntagabend mindestens 45 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 70 Menschen wurden verletzt, viele von ihnen schwer, teilten die pakistanischen Behörden mit. Zu dem Anschlag bekannten sich die pakistanischen Taliban Mehr

03.11.2014, 14:44 Uhr | Politik
Afghanistan IS bekennt sich zu Anschlag in Dschalalabad

Ein Selbstmordattentäter tötet in Ostafghanistan Dutzende Menschen. Diesmal kritisieren die Taliban den Anschlag. An ihrer Statt brüstet sich die Terrormiliz Islamischer Staat mit der Tat. Mehr

18.04.2015, 13:41 Uhr | Politik
Pakistan Mehr als 130 Tote bei Taliban-Angriff auf Schule

Bei einem Angriff der Taliban auf eine Schule im Nordwesten Pakistans sind nach Angaben der Behörden mehr als 130 Menschen getötet worden, die meisten von ihnen Schüler. Zu dem Anschlag bekannte sich die Rebellenbewegung Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP). Mehr

16.12.2014, 15:22 Uhr | Politik
Kommt der Aufschwung? Gut gebrüllt, indischer Löwe

Indien braucht frischen Wind, um den Menschen Arbeit und Wohlstand zu ermöglichen. Ministerpräsident Modi will die Fenster aufreißen, kündigt er donnernd an. Aber macht er das auch? Mehr Von Christoph Hein

12.04.2015, 16:03 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 22.11.2012, 14:30 Uhr

Eine gute Armee ist unbezahlbar

Von Reinhard Müller

Klagen gegen den Hersteller des Sturmgewehrs G36 hätten kaum Aussicht auf Erfolg, auch weil etwaige Ansprüche verjährt sein dürften. Warum wurden die Verträge nie nachverhandelt? Mehr 8