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Nach der Tragödie von Kana „Stoppt den Krieg“

 ·  Nach dem israelischen Luftangriff auf den libanesischen Ort Kana, bei dem fast 60 Menschen - unter ihnen Dutzende Kinder- getötet wurden, gibt es auf der ganzen Welt Proteste gegen die kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten.

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Nach dem israelischen Luftangriff auf den libanesischen Ort Kana, bei dem fast 60 Menschen, unter ihnen Dutzenden Kinder, getötet wurden, gibt es auf der ganzen Welt Proteste gegen die kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten.

Rund 3500 Menschen hatten am Wochenende in Berlin demonstriert. Zu der Protestkundgebung hatten arabische und palästinensische Gruppen aufgerufen. Unter dem Motto „Stoppt den Krieg. Für einen dauerhaften Frieden im Nahen Osten“ zogen die Teilnehmer vom Roten Rathaus nahe dem Alexanderplatz bis zum Potsdamer Platz, wo eine Abschlußkundgebung stattfand.

Viele der Teilnehmer trugen Plakate oder Fotos von Kindern und Erwachsenen, die bei den kriegerischen Auseinandersetzungen verletzt oder getötet wurden. Es waren auch mehrere Nasrallah-Porträts zu sehen, versehen mit Aufklebern wie „Wir sind stolz auf Dich“.

Weltweite Proteste: „Stoppt den Krieg“

Angespannte Lage in Gaza

Bewaffnete Palästinenser stürmten am Sonntag aus Protest gegen den israelischen Angriff auf den libanesischen Ort Kana den UN-Stützpunkt in Gaza. Mindestens zwei Menschen seien verletzt worden, berichteten Augenzeugen. Ein Vertreter der Vereinten Nationen sagte, die Gebäude seien geplündert worden. Die Lage sei „sehr angespannt“. Das Personal habe aber entkommen können. Zuvor hatten Hunderte Demonstranten in den Straßen von Gaza gegen das israelische Vorgehen im Libanon protestiert. Dazu hatten die Organisation Islamischer Dschihad und die Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Jassir Arafat aufgerufen. Sicherheitskräfte konnten einen Teil der aufgebrachten Menge kurz nach der Stürmung des UN-Geländes auseinandertreiben. Auch in der libanesischen Hauptstadt Beirut war es Stunden zuvor zu einem Angriff von Demonstranten auf den UN-Stützpunkt gekommen.

Mehr als 2000 in Schwarz gekleidete Frauen demonstrierten am Montag im Zentrum der syrischen Hauptstadt. Die Frauen verbrannten Abbildungen der israelischen Flagge und hielten Bilder des libanesischen Hizbullah-Führers Hassan Nasrallah und des syrischen Präsidenten Baschir Assad hoch. Andere trugen Banner mit Aufschriften wie „Die Kinder von Kana appellieren an das Gewissen der Welt“ oder „Schande über die stummen (politischen) Führer“. Zu der Kundgebung aufgerufen hatte der regimetreue Allgemeine Frauenverband.

In Kairo protestierten rund 100 Abgeordnete der Linken und der Muslimbruderschaft vor dem Sitz der Arabischen Liga. Die Oppositionsabgeordneten warfen den arabischen Ländern vor, zu dem israelischen Vorgehen zu schweigen. „Ihr arabischen Führer, warum äußert ihr Euch nicht?“, riefen sie.

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Von Klaus-Dieter Frankenberger

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