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Nach Bushs Wiederwahl Pannen bei Stimmenauszählung in Ohio

18.11.2004 ·  Bei der amerikanischen Präsidentenwahl wurden im Schlüsselstaat Ohio jetzt Pannen entdeckt: Tausende Stimmen wurden doppelt gezählt, in anderen Bezirken stimmten Wähler zwei Mal ab. Und Kerry hat noch 15 Millionen Dollar aus dem Wahlkampf übrig.

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Bei der amerikanischen Präsidentenwahl ist es im Staat Ohio offenbar zu mehreren Pannen gekommen.

In einem Wahlbezirk fanden Kontrolleure rund 2.600 Stimmen, die doppelt gezählt worden waren. In zwei anderen Bezirken wurden mehrere mögliche Fälle entdeckt, in denen Wähler zwei Mal gestimmt hatten. Ohio war einer der Schlüsselstaaten bei der Wahl.

Die jetzt entdeckten Unstimmigkeiten können allerdings das Wahlergebnis nicht mehr beeinflussen. Präsident George W. Bush hatte seinen Herausforderer, den Demokraten John Kerry, in Ohio den vorläufigen Auszählungen zufolge um etwa 136.000 Stimmen hinter sich gelassen.

Überschuß in der Wahlkampf-Kasse

Unterdessen droht dem unterlegenen Kandidaten John Kerry Ärger mit der eigenen Partei: Es sind noch Millionen in der Wahlkampf-Kasse. Am Ende der Wahl-Kampagne waren nach Angaben aus dem Umfeld Kerrys noch mehr als 15 Millionen Dollar übrig.

Führende Politiker der Demokraten kritisieren, daß mit dem Geld zahlreiche Kandidaten der Partei noch intensiver in den Wahlkampf hätten eingreifen können. „Die Demokraten fragen sich, warum er (Kerry) auf so viel Geld gesessen hat, das dazu hätte beitragen können, George W. Bush zu besiegen“, erklärte etwa Donna Brazile, die im Jahr 2000 Wahlkampfmanagerin von Al Gore war.

Enttäuschung über so viel Geld auf der Bank

Enttäuscht äußerten sich auch drei Vertraute Kerrys, die anonym bleiben wollten, daß ihr Chef so viel Geld auf der Bank gelassen habe. Kerry wird seinen endgültigen Rechenschaftsbericht über die Finanzen voraussichtlich im Dezember abgeben.

Insgesamt werden die Kosten des Wahlkampfes beider Seiten auf vier Milliarden Dollar geschätzt, etwa eine Milliarde Dollar mehr als vor vier Jahren. Mindestens 1,8 Milliarden Dollar haben die Präsidentschafts- und Kongreßkandidaten für ihre innerparteilichen Vorwahlkämpfe und den anschließenden Hauptwahlkampf ausgegeben. Allein ein Drittel der Summe entfällt auf Bush und Kerry.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AP
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