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Mutmaßliches syrisches Atomprogramm Washington fordert UN-Einsatz gegen Damaskus

29.05.2008 ·  Schwere Vorwürfe gegen Syriens Präsident Assad: Der engste Verbündete Irans in Nahost soll weiter an einem Atomprogramm arbeiten - trotz der Bombardierung eines Reaktors durch israelische Kampfjets. Die UN-Atomenergiebehörde müsse eingreifen, fordert Washington.

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Die amerikanische Regierung will die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) zu einem Einsatz in Syrien bewegen. Das berichtet die „Washington Post“ in ihrer Internetausgabe. Angeblich sei das syrische Atomprogramm weitaus fortgeschrittener als bislang angenommen, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise in Washington.

Im September vergangenen Jahres war ein mutmaßlicher Atomreaktor im syrischen al Kibar von israelischen Kampfflugzeugen zerstört worden. Die amerikanische Regierung geht davon aus, dass mindestens drei weitere Anlagen in Syrien im Betrieb sind, die die für den Betrieb eines Reaktors nötigen atomaren Brennstoffe herstellen.

CIA von syrischem Atomprogramm überzeugt

Der Direktor des amerikanischen Geheimdienstes CIA, Michael Hayden, zeigte sich der Zeitung gegenüber überzeugt, dass die amerikanischen Informationen über die atomaren Bestrebungen des Regimes von Präsident Bashar Assad stimmen. „Wir wissen, was sie gemacht haben.“ Vorkommnisse seit der Zerstörung der Anlage in al Kibar „machen uns noch zuversichtlicher, um was es sich dabei gehandelt hat“.

Hayden geht davon aus, dass die Regierung in Damaskus Versuche, die IAEA einzuschalten, verzögern und außerdem versuchen werde, die Behörde „in die Irre zu führen“.

Die Regierung in Washington hat nach dem Artikel der „Washington Post“ mindestens drei Anlagen identifiziert und ihre Informationen an die Internationale Atomenergiebehörde IAEA weitergegeben. Die IAEA verhandele mit der Regierung in Damaskus über die Erlaubnis für Inspektionstouren in Syrien, hieß es unter Berufung auf Beamte der Regierung und westliche Diplomaten.

Nordkorea stand Pate

Die USA wollten wissen, ob die Anlagen im Zusammenhang mit dem am 6. September 2007 zerstörten angeblichen Reaktor Al Kibar stünden, schrieb die Zeitung weiter. Für die Experten sei das Fehlen einer Quelle für den Brennstoff zum Betrieb des Reaktors befremdlich.

Al Kibar soll nach Geheimdienstberichten mit nordkoreanischer Hilfe zur Herstellung von waffenfähigem Plutonium gebaut worden sein.

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