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Mutmaßlicher Mossad-Einsatz Israel weist Vorwürfe zurück

19.02.2010 ·  Israel wehrt sich gegen Vorwürfe, sein Geheimdienst sei verantwortlich für den Mord an einem Hamas-Führers in Dubai. Außenminister Lieberman pocht auf die Unschuldvermutung, solange Beweise fehlten.

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Israel hat Vorwürfe zurückgewiesen, wonach der israelische Geheimdienst Mossad hinter dem Mordanschlag auf einen Hamas-Führer in Dubai stecken soll. Außenminister Avigdor Lieberman pochte wegen mangelnder Beweise auf die Unschuldsvermutung. Es sei nicht fair, automatisch den Mossad zu verdächtigen und keinen anderen Geheimdienst. Israel war gestern wegen einer möglichen Verstrickung seines Geheimdienstes zunehmend unter Druck geraten. (Siehe auch: Mutmaßlicher Mossad-Einsatz: Großbritannien verärgert über Israel)

Der Abgeordnete Joel Hasson vermutete, dass ein anderes Land absichtlich die Identität von Israelis mit doppelter Staatsbürgerschaft für die Agenten-Pässe gestohlen hat, um den Mossad zu belasten. Die elf Agenten von Dubai benutzten beispielsweise sechs gefälschte britische und einen deutschen Pass. Darin stimmten mal die Passnummer oder das Foto oder die Personenangaben mit den Pässen der in Israel lebenden Einwanderer überein.

Ein hochrangiger israelischer Vertreter, der namentlich nicht genannt werden wollte, sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Polizei in Dubai habe keinerlei Beweise vorgelegt. „Bis heute weiß niemand, was passiert ist“, sagte er. Die Polizei habe nicht einmal die genauen Umstände des Todes von Mahmud al Mabhuh erläutert. „Es gibt nicht einmal einen Beweis, dass er ermordet wurde“, sagte der Israeli. Auf den Aufnahmen der Überwachungskameras seien nur Leute zu sehen, die telefonieren.

Vor diesem Hintergrund sei es „lächerlich“, mit einem Haftbefehl gegen Mossad-Chef Meir Dagan zu drohen, so der israelische Vertreter. Dubais Polizeichef Dhahi Chalfan hatte am Donnerstag einen internationalen Haftbefehl gegen Dagan gefordert, sollte sich die Drahtzieherschaft des Geheimdienstes in dem Fall bestätigen. Nach Angaben der in Dubai erscheinenden Tageszeitung „Gulf News“ hat der Polizeichef für die kommenden Tage „mehr Überraschungen“ bei der Aufklärung der Tat angekündigt.

Der Hamas-Führer Mabhuh, der von Israel unter anderem für die Entführung und Ermordung zweier israelischer Soldaten verantwortlich gemacht wird, war am 20. Januar in einem Luxushotel in Dubai ermordet worden. Bei dem Mordkomplott waren von den Tätern nach Angaben aus Dubai insgesamt sechs britische, drei irische Pässe sowie ein deutscher und ein französischer Pass eingesetzt worden. Die internationale Polizeibehörde Interpol leitete eine Fahndung nach elf Verdächtigen ein.

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