Die Sonne hat es schwer über Chişinau. Seit Tagen vermag das Licht kaum den feuchtkalten Nebel zu durchdringen. „Verfluchte Stadt Kischinjow, die Zunge wird nicht müde, dich zu beschimpfen“, wütete einst der spätere russische Nationaldichter Alexander Sergejewitsch Puschkin. Wegen einiger Spottverse hatte man ihn zwischen 1820 und 1823 in die trostlose Stadt am äußersten südwestlichen Rand des Zarenreiches verbannt. Knapp zwei Jahrhunderte sind seither vergangen. Doch das Schicksal hat es mit dem Landstrich im Dreieck zwischen den Flüssen Pruth und Nistru (Dnjester), den die Russen einst Bessarabien tauften, nicht gut gemeint.
In der Frühe haben Frauen in den Dörfern rings um die Hauptstadt ihre Bündel mit Schafs- und Ziegenkäse gepackt, mit lehmverschmierten Schuhen in das Dunkel gestarrt, ehe der Bus die wortlosen Gestalten verschluckte und sie im Halbdunkel des Busbahnhofs hinter dem zentralen Marktplatz an der Armeneasca-Straße wieder ausspie. Dicht an dicht bieten sie nun in einer hellerleuchteten Halle ihre cremig-salzigen Köstlichkeiten feil, eher mit Gesten und Blicken als mit Worten um die Gunst der Käufer buhlend.
Draußen, im funzeligen Licht der Glühbirnen, können die Marktstände ihre Last kaum tragen. Kunstvoll gestapelte Granatäpfel, Pyramiden aus Knoblauch, Berge von Zitronen, kleine pockige Gurken, höllenscharfe Paprika, Zwiebeln in allen Größen und Farben - wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass die Moldauische Sozialistische Sowjetrepublik zwischen 1945 und 1991 zusammen mit der Georgischen SSR der Obstkorb und der Gemüsegarten des Riesenreiches war, dann liegt er hier.
Nicht das Ende Europas sondern Europa am Ende
Der bescheidene Wohlstand in Moldau gehört aber ebenso der Vergangenheit an wie die vor zwanzig Jahren untergegangene Sowjetunion. Das Landwirtschaftsministerium in Chişinau, das zu Sowjetzeiten mit 300 Mitarbeitern ein hohes und hässliches Betonungetüm neben dem Präsidentenpalast ausfüllte, ist heute auf wenigen Etagen zusammengepfercht. Streunende Hunde geben den Passanten das Geleit. Das einst stolze Moldau, das vor Zeiten ein Fürstentum war, ist heute ein Niemandsland, eingekeilt zwischen Rumänien und der Europäischen Union im Westen und der Ukraine und den Resten des russischen Imperiums im Osten.
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion war Moldau ein Land, das über Nacht von der Planwirtschaft in die Anarchie stürzte und das sich bis heute nicht von dem Schock des Jahres 1991 erholt hat. Der halbwegs industrialisierte, von ethnischen Russen dominierte Saum am Ostufer des Nistru sagte sich schon ein Jahr nach der Unabhängigkeit als „Transnistrien“ von der Republik Moldau los, die Rückkehr in den Staatsverband mit seiner rumänischsprachigen Bevölkerungsmehrheit wird immer unwahrscheinlicher. Weil es ihm an eigenen Energieträgern mangelt, ist Moldau noch immer abhängig von Russland, und die Herren im Kreml lassen die Moldauer gerne ihre Macht spüren.
Keine Worte, nur einen Blick in die Gesichter und in die Häuser braucht es, um zu wissen, dass Moldau auch zwanzig Jahre nach der Unabhängigkeit das noch immer mit weitem Abstand ärmste Land Europas ist. Moldau verzeichnet eine der niedrigsten Geburtenraten weltweit, fast ein Viertel der arbeitsfähigen Moldauer hat das Land in alle Himmelsrichtungen verlassen. Allein das Geld, das die Putzfrauen und Handlanger, die Schwarzarbeiter und Prostituierten aus Moskau, Mailand oder Wien schicken, erhält die Alten und die in die Hunderttausende gehende Zahl der elternlosen Kinder, ja eigentlich das ganze Land am Leben. Moldau, das ist nicht das Ende Europas, das ist Europa am Ende.
Und doch gibt es eine Geschichte Moldaus, die sich in einem anderen Rhythmus erzählen lässt als in dem unerbittlichen Takt des Elends. Sie beginnt freilich nicht erst im Jahr 1991, als die Sowjets gingen. Sie beginnt auch nicht 1940, als Stalin im Verein mit Hitler die Bessarabiendeutschen aussiedeln hieß und die Russen sich zum ersten Mal nach dem Ende des Zarenreiches wieder in Moldau breitmachten. Auch die Zugehörigkeit der Moldau zum Königreich Rumänien in der Zwischenkriegszeit ist nicht der archimedische Punkt, von dem aus sich eine andere Geschichte der Moldau erzählen lässt.
Dieser Punkt liegt viel weiter zurück, irgendwo in den unvordenklichen Zeiten, als sich die europäische Rebe vom Kaukasus aus entlang der Küsten des Schwarzen Meeres verbreitete. Die Weinkultur, die Skythen, Griechen und Römer im Gebiet Moldaus vorfanden, ist denn auch der Ariadnefaden der moldauischen Geschichte, der trotz aller Katastrophen und Stürme der Zeit nie gerissen ist.
Kein Dorf, in dem nicht noch heute jeder, der etwas auf sich hält, ein Fässchen selbstgekelterten Weines im Keller liegen hat, kein Gottesdienst in diesem noch heute von der Orthodoxie geprägten Land, in dem nicht ein spezieller, lange Zeit „Cahors“ genannter Süßwein das Substrat des heiligen Geschehens bildet, keine Nationalgeschichte, in der nicht ein weißer Storch den gegen die türkischen Angreifer ausharrenden Moldauern in der Festung Soroca Trauben und damit neue Kräfte bringt, und auch keine Chronik großer europäischer Weine, in der der Wein aus Moldau fehlen dürfte.
Der größte Weinkeller der Welt
Freilich gibt es nicht viele Orte, an denen dieser Erzählfaden unter dem Schutt der Geschichte freigelegt werden kann. Eigentlich gibt es nur einen. Es sind nicht die unterirdischen, nördlich von Chişinau gelegenen Weinkeller von Cricova, die im Jahr 2003 in den Rang eines nationalen Kulturerbes erhoben wurden; und es ist auch nicht das Schwesterweingut Milestii Mici südlich der Hauptstadt, obwohl es als größter Weinkeller der Welt in das Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen wurde. Beide sind erst zu Sowjetzeiten zu dem geworden, was sie heute sind, Cricova ausgerechnet unter der Ägide eines Ersten Sekretärs der Moldauischen KP, der auf den Namen Leonid Breschnew hörte.
Die Fahrt mit dem Auto durch die breiten, aus mächtigen Kalksteinbänken herausgesägten Labyrinthe von Dutzenden Kilometern Länge, in denen Holzfass neben Holzfass aufgereiht ist, ist eine vergleichsweise kurze Zeitreise. In den Schatzkammern, die den ganzen Stolz des moldauischen Weinbaus der vergangenen Jahrzehnte bergen, hängen zwischen den Kavernen, in denen die kostbarsten Weinflaschen aufgehoben werden, Bilder von Jurij Gagarin und Künstlern aus der Sowjetzeit neben denen von Staatspräsidenten und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens der Gegenwart.
Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Cricova vor wenigen Monaten besucht. Jetzt sind zwei Frauen dabei, die Weinflaschen in einer Kaverne aufzuschichten, die der moldauische Präsident Nicolae Timofti der Bundeskanzlerin aus Anlass ihrer Reise an das Ende Europas zum Geschenk machte. „Caza Nr. 291 Sammlerwein Eigentümerin Angela Merkel“ ist auf Deutsch und Moldauisch auf einem Messingschild zu lesen, das von einer kleinen deutsche Fahne beschirmt wird. Dasselbe Arrangement einige Schritte weiter in der Caza Nr. 275. Unter der russischen Fahne steht auf dem Messingschild der Name des alten und neuen russischen Präsidenten Wladimir Putin.
Nichts von Labyrinthen und den Putins dieser Welt in Purcari, einem von sanften Hügeln umgebenen Weingut unweit des Grenzflusses Nistru, der Welt eher unter dem Namen Dnjestr bekannt. Hier, im Südosten Moldaus, hat die Sonne die Morgennebel vertrieben, und von der Anhöhe kann der Blick endlich ins Weite schweifen, über den Fluss hinüber in die fruchtbare Schwarzerde-Steppe. Dort, in der Budschak, wo heute der Südwesten der Ukraine wie ein Riegel zwischen Moldau und dem Schwarzen Meer liegt, ist die Rebe vor Urzeiten flussaufwärts in das linksseitige Hügelland gewandert und hat hier für Jahrtausende Wurzeln geschlagen.
Die Türken, so lernen es jedenfalls schon die Kinder in der Schule, waren die Ersten, die Hand an die Weinstöcke zwischen Pruth und Nistru legten. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts hatte die Hohe Pforte das damalige Fürstentum Moldau und seinen Fürsten Stefan den Großen und Heiligen (1433-1505) zwar nicht unterworfen, aber trotz aller Störche und Trauben endgültig tributpflichtig gemacht und den Weinbau eingeschränkt.
Drei Jahrhunderte später sollten die Osmanen in dieser Region das Sagen haben. 1812 fiel der inzwischen weitgehend entvölkerte Landstrich zwischen Pruth und Nistru im Frieden von Bukarest an Sankt Petersburg. Die Russen zögerten nicht lange. Vor allem von Württemberg aus machten sich Tausende Siedler auf in das Gouvernement Bessarabien, um die Steppe urbar zu machen. Mit ihnen kehrte auch der Weinbau in die Region zurück. Doch darin waren sie nicht alleine. Russische Adelige ließen es sich nicht nehmen, im einstigen Herzland des europäischen Weinbaus Weingüter anzulegen.
Die Reblaus setzte dem Weinbau in Moldau schwer zu
1827 wurde Purcari gegründet, mit russischem Geld, einem französischen und einem deutschen Önologen und dem edelsten, was es in Europa an edlen Rebsorten gab: Cabernet Sauvignon und Merlot, den Hauptrebsorten des Bordelais. Warum auch nicht: Moldau liegt zwar nicht ganz auf demselben Breitengrad wie die prestigeträchtigste Rotweinregion der Welt, aber die Böden sind einander nicht unähnlich, das maritime Klima fast identisch.
Schon bald machten sich die Weine aus Purcari an den europäischen Fürstenhöfen einen Namen. Die auf Flaschen gezogene Wärme des Schwarzen Meeres erfreute den Zaren nicht weniger als die Mitglieder des britischen Königshauses. Auch einfacher Wein aus Moldau war dank der günstigen Transportmöglichkeiten per Schiff in Westeuropa zu finden. Die Reblaus, die sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Europa verbreitete und in Frankreich den Weinbau ganzer Regionen zum Erliegen brachte, kam auch bis nach Bessarabien. Das wurzelfressende Insekt setzte dem Qualitätsweinbau in Purcari bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs ebenso zu wie den Rebstöcken in den Gärten der Dörfler. Wieder schien der Weinbau in der Moldau am Ende.
Nach dem Ende des Zarenreiches fiel der Neuanfang schwer. Das ehemalige Bessarabien wurde in den Pariser Vorortverträgen der entstehenden Sowjetunion weggenommen und dem Königreich Rumänien zugeschlagen, das schon Mitte des 19. Jahrhunderts auf dem Boden der alten Fürstentümer Walachei und Moldau entstanden war. Zu der politischen Unsicherheit kam die wirtschaftliche. In Rumänen herrschte kein Mangel an Wein, wohl aber an kapitalkräftigen Investoren. Der Wiederaufbau der in den Schlachten des Ersten Weltkriegs verwüsteten Weinberge mit veredelten, reblausresistenten Reben kam deswegen nur schleppend voran. Doch die eigentliche Katastrophe stand der Region noch bevor.
Zuerst machte die Besetzung des ehemaligen Bessarabien durch sowjetische Truppen im Juni 1940 den Bessarabiendeutschen und ihrer Weinkultur den Garaus. Wie im Hitler-Stalin-Pakt von 1939 schon vorgesehen, mussten mehr als neunzigtausend Siedler ihre Scholle verlassen, um im Westen des von Deutschland besetzten Polen eine neue Heimat zu finden. So sie den Krieg überlebten, fanden sie sich nach 1945 vorwiegend im Württembergischen wieder. Da war der Krieg in Gestalt sowjetischer Panzerarmeen längst auch über die Weinberge Bessarabiens hinweggewalzt, die von Purcari nicht ausgenommen.
Wieder hieß es zwischen Pruth und Nistru, aufs Neue anzufangen. Diesmal aber waren die Aussichten besser als je zuvor. Mit der Sowjetunion hatte die Moldauische SSR einen Absatzmarkt, der größer kaum sein konnte. Schon Mitte der fünfziger Jahre betrug die Rebfläche mehr als 200000 Hektar - doppelt so viel Hektar, wie heute in der Bundesrepublik im Ertrag stehen. Überwiegend setzten die Sowjets auf einfache, süßliche Rotweine.
Doch auch sie wussten, was sie an Purcari mit seinen tonhaltigen Böden und dem für Qualitätsweinbau idealen Klima hatten. Wieder waren beste Rebsorten erste Wahl. Nach wenigen Jahren schon genossen die Weine aus Purcari, allen voran die klassische Rotwein-Cuvee „Negru de Purcari“ aus Cabernet Sauvignon, der moldauischen Rebsorte Rara neagra und der in Georgien beheimateten Saperavi-Rebe, wieder jenen Kultstatus, den sie 1914 verloren hatten. Man trank Purcari nicht nur wieder in Buckingham Palace. Was einst der russische Adel war, lebte in Gestalt des Politbüros und des Zentralkomitees der KPdSU weiter und labte sich an Wein aus Moldau.
Sie hatten die Rechnung ohne die Russen gemacht
Dann kam das Jahr 1985. In Moskau befanden KP-Generalsekretär Michail Gorbatschow und seine Berater, dass der Alkoholismus in der Sowjetunion überhandgenommen habe. Obwohl Wein im Gegensatz zu Wodka an dem Alkoholmissbrauch am wenigsten Anteil hatte, wurde ein großflächiges Rodungsprogramm exekutiert. Wieder fielen in Moldau die Rebstöcke zu Hunderttausenden einer Barbarei zum Opfer. Als die Sowjetunion 1991 zusammenbrach, waren rund fünfzig Prozent der Rebfläche zu Brachland geworden. Auch in Purcari. Doch wieder einmal sollte die eigentliche Katastrophe erst noch kommen.
Wie fast überall in der zwar unabhängigen, aber kaum lebensfähigen Republik Moldau verschwand nach 1991 auch in Purcari nahezu alles, was nicht niet- und nagelfest war. Parzelle um Parzelle verwilderte. Das Jahr 2002 brachte die Wende. Mit Hilfe eines amerikanischen Wagniskapitalgebers, der unter anderem von Kiew aus operiert, verwirklichte ein moldauischer Unternehmer einen Lebenstraum. Purcari wurde zu neuem Leben erweckt. Binnen zweier Jahre wurden die Weinberge neu angelegt und ein Weinkeller europäischen Standards errichtet. Seit 2004 gehört zu dem Weingut auch ein Hotel im Stil eines französischen Chateaus.
Doch sollten sich die neuen Eigentümer Hoffnungen gemacht haben, wieder an die goldenen Zeiten ihres „Negru“ anzuknüpfen, so hatten die Moldauer wieder einmal die Rechnung ohne die Russen gemacht. Von heute auf morgen erließ die Regierung des lupenreinen Demokraten Putin im Sommer 2006 ein Einfuhrverbot für Weine aus der Moldau und Georgien. Der offizielle Grund des Weinkriegs: Beanstandungen der Weinqualität. Der wirkliche: zaghafte Versuche der von Kommunisten gestellten Regierung in Chişinau, sich dem Westen anzunähern.
Wieder brachen in der Moldau Unternehmen in Serie zusammen, wieder wurde die Rebfläche dezimiert. Denn der Export nach Rumänien, wo viele Moldau am liebsten wieder als Teil seines Staatsgebietes gesehen hätten, war nur eine Übergangslösung. Am 1. Januar 2007 schloss sich mit dem EU-Beitritt des Nachbarstaates die Grenze gen Westen.
Also hieß es für Purcari wie für den gesamten Weinbau der Moldau wieder einmal, nach neuen Märkten und Absatzwegen Ausschau zu halten. Die größte Not lindert bis heute eine Einfuhrquote der EU. Zudem nimmt Weißrussland inzwischen einen Gutteil des moldauischen Fassweines ab. Dort wird er auf Flaschen gezogen und ohne Beanstandungen nach Russland exportiert. Purcari wiederum hat wie eine Handvoll anderer renommierter Weingüter Kurs auf die internationale Weinwelt aufgenommen. Man hofft, die Weinkenner von Paris bis Peking, von Berlin bis New York mit moldauischem Rotwein davon überzeugen zu können, dass das Land mit der zehntgrößten Rebfläche weltweit nicht nur Masse, sondern auch Klasse zu bieten hat.
Die Wege in die Weinhandlungen sind noch lang
Doch die Wege in die Weinhandlungen, die Spitzengastronomie und auf die Weinkarten der Nobelhotels sind noch lang. Nicht nur, dass die wenigsten Zeitgenossen überhaupt wissen, dass sich hinter dem Namen Republik Moldau ein kleiner Staat am Rande Europas verbirgt. Auch ist immer damit zu rechnen, dass die Russen nichts unversucht lassen werden, um dem Weinbau als einer der wenigen Säulen der Wirtschaft des bitterarmen Landes nach Kräften zu schaden. Denn seit dem Jahr 2009 hat das Land erstmals eine nichtkommunistische Regierung, die zudem einen dezidiert proeuropäischen Kurs mit dem Ziel des EU-Beitritts verfolgt.
Brüssel und auch die Bundesregierung sind entschlossen, Moldau so eng an den Westen zu binden wie nur möglich. Nicht nur Bundeskanzlerin Merkel war kürzlich zu Gast in dem Land, Ende November war auch EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso in Chişinau. Die Nachrichten, die Barroso im Gepäck hatte, ließen die Herzen der meisten Moldauer höherschlagen: Ein Freihandels- und Assoziationsabkommen zwischen der EU und der früheren Sowjetrepublik sei ebenso in Sicht wie die Abschaffung der Visumpflicht für Reisen in die EU - und das womöglich schon ab November des kommenden Jahres.
Die Sorge, dass der Westen dann von asylsuchenden Moldauern überschwemmt würde, besteht in Brüssel und Berlin nicht. Denn wer das Land verlassen wollte, hat dies längst getan, nicht zuletzt dank rumänischer Pässe. Umgekehrt, so die Hoffnung in Chişinau, könnten im Zeichen der Reisefreiheit viele Männer und Frauen nach Moldau zu ihren Kindern und Eltern zurückkehren, die dieses Wagnis aus Angst vor einer neuerlichen illegalen Ausreise nicht in Kauf nehmen möchten.
Moldau
Michael Schmidt (mchlsch)
- 03.01.2013, 14:20 Uhr
der Titel des Artikels passt wie ein Universalschlüssel
joachim tarasenko (truthful)
- 02.01.2013, 18:56 Uhr
Das Elend dokumentiert
Angelika M. Schäfer (Anyer)
- 02.01.2013, 15:15 Uhr
Danke für diese Artikel
Bernhard Keim (KeimB)
- 02.01.2013, 15:10 Uhr
Bizarre Welt
joachim tarasenko (truthful)
- 02.01.2013, 12:26 Uhr
