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Montag, 13. Februar 2012
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Mission „Atalanta“ EU will noch stärker gegen Piraten vorgehen

11.06.2010 ·  Die EU-Mission „Atalanta“ zur Abwehr von Piraten am Golf von Aden soll ausgeweitet und bis 2012 verlängert werden. Die Mitgliedstaaten haben sich in Brüssel darauf verständigt, das Einsatzgebiet auszudehnen.

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Die EU bereitet eine erhebliche Ausweitung ihrer Antipiratenmission „Atalanta“ vor, um der größeren Beweglichkeit der Seeräuber zu begegnen. Die Mitgliedstaaten haben jetzt in Brüssel im Grundsatz verabredet, das Einsatzgebiet der Flotte, an der auch Deutschland beteiligt ist, nach Osten und Süden auszudehnen. Außerdem soll das Mandat der Mission bis 2012 verlängert werden. Eine solch großzügige Verlängerung gestatte den Militärs eine bessere Planung, sagten Diplomaten. Die Außenminister der Mitgliedstaaten sollen dazu am Montag in Luxemburg eine grundsätzliche Übereinkunft erzielen, der förmliche Beschluss ist für September vorgesehen. Erst danach kann die „Atalanta“-Flotte ihre größeren Spielräume nutzen.

Piraterie mit „industriellen Ausmaßen“

Die Mission, die von Montag an unter dem Befehl des britischen Generals Buster Howes steht, umfasst derzeit etwa 1800 Soldaten in mehr als zwanzig Kriegsschiffen und Flugzeugen. Sie wurde in jüngster Zeit damit konfrontiert, dass die Piraten bis zu 1300 Seemeilen entfernt von der somalischen Küste operieren und dabei schon in die Nähe indischer Gewässer gelangen. Ihr scheidender Kommandeur, der britische Admiral Peter Hudson, sprach von „industriellen Ausmaßen“, weil die Piraten über Schiffe mit Treibstoff, Waffen und Lebensmitteln für wochenlange Aufenthalte auf hoher See verfügten.

Dass sie sich immer weiter vom afrikanischen Festland entfernten, habe mit der Präsenz der europäischen und anderen internationalen Kriegsschiffe vor der somalischen Küste zu tun und damit, dass die Reeder die Routen der Handelsschiffe verlegt hätten. Details über das neue Einsatzgebiet der Flotte wurden in Brüssel nicht genannt, um den Piraten keine Informationen zu liefern. Es gehe aber nicht um den gesamten Indischen Ozean, sagten Diplomaten, sondern um eine Flexibilisierung, so dass die EU-Schiffe in ihren Operationen nicht durch die Mandatsgrenze eingeschränkt werden.

Die Militärs bewerten den bisherigen Verlauf der Mission als erfolgreich. Zuletzt wurden mehr als 70 Piratengruppen vor dem Enterversuch zerschlagen. Ein Drittel der Einsatzkräfte sind für den Begleitschutz von Hilfslieferungen der UN nach Somalia gebunden. Derzeit sind 17 Schiffe mit knapp 400 Seeleuten in der Gewalt von somalischen Piraten.

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