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Militäroperationen Pakistan droht Washington

16.09.2008 ·  Der Streit über amerikanische Militäroperationen auf pakistanischem Gebiet verschärft sich: Die pakistanische Militärführung hat ihre Einheiten angewiesen, „das Feuer zu eröffnen“, wenn fremde Truppen die Grenze überschreiten.

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Pakistan will die Angriffe amerikanischer Truppen, die von Afghanistan aus ins pakistanische Grenzgebiet eindringen, nicht länger hinnehmen und droht mit Gegenschlägen. Der Sprecher des pakistanischen Militärs, Generalmajor Abbas, sagte am Dienstag, die Militärführung habe die Kommandeure in den Grenzgebieten angewiesen, weitere Angriffe der Amerikaner abzuwehren. Die eigenen Einheiten hätten Befehl, „das Feuer zu eröffnen“, wenn fremde Truppen die Grenze überschreiten.

Der neue pakistanische Präsident Zardari bemühte sich unterdessen bei einem als „privat“ bezeichneten Gespräch mit dem britischen Premierminister Brown in London, die britische Regierung zu überzeugen, sie solle auf Washington entsprechend einwirken. Brown hatte schon in der vergangenen Woche angekündigt, er werde mit dem amerikanischen Präsidenten Bush über Änderungen an der Strategie der westlichen Truppen in Afghanistan sprechen.

Den Kampf effizienter führen

Zardari brachte offenbar nach London auch Vorschläge mit, wie der Westen den Kampf gegen den islamistischen Terror effizienter führen könnte. Es hieß, nach pakistanischen Vorstellungen müssten die Mächte in der Region zu einem gemeinsamen Vorgehen gegen den Terrorismus veranlasst werden, es müsse zu entsprechenden „sichtbaren“ Kooperationen von Russland, Indien, China, Iran und Afghanistan kommen. Die Vereinigten Staaten und Großbritannien sollten in dieser Initiative eher eine Hintergrundrolle spielen. Hingegen gibt es den Wunsch Pakistans an die britische Regierung, beim wirtschaftlichen Wiederaufbau der Grenzprovinzen zu Afghanistan eine führende Position einzunehmen.

Zardaris Besuch in der Downing Street in London wurde am Dienstag von einigen Dutzend Anhängern der Pakistanischen Volkspartei (PPP) begleitet, die Parteifahnen schwenkend beteuerten, sie wollten dem Präsidenten bei seinen „wichtigen Gesprächen“ mit Brown den Rücken stärken. Die Gewalt der amerikanischen Truppen auf pakistanischem Territorium müsse sofort aufhören.

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