Mexikos künftiger Präsident Enrique Peña Nieto will im Kampf gegen die Drogenkartelle die Bundespolizei des Landes auf mehr als 50.000 Mann vergrößern und weiter auch Militäreinheiten unter ziviler Kontrolle einsetzen. „Was das organisierte Verbrechen angeht, müssen wir mit aller Entschlossenheit dagegen vorgehen“, sagte Peña Nieto im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Er wandte sich damit gegen Befürchtungen, mit seinem Fokus auf die Verringerung der Gewalt werde der Kampf gegen die Drogenkartelle in den Hintergrund treten. Peña Nieto lehnte zudem eine Legalisierung von Drogen ab. Peña Nieto, der sein Amt im Dezember antreten wird, skizzierte Grundzüge der von ihm angestrebten Wirtschaftsreformen. Im Mittelpunkt steht dabei der Versuch, private Investoren für die Ölförderung zu gewinnen, ohne die staatliche Monopolgesellschaft Pemex zu privatisieren.
Peña Nieto verwahrte sich gegen Vorwürfe, seine Partei der Institutionalisierten Revolution habe Wählerstimmen gekauft. Er sprach von einer Beleidigung der Mexikaner, die frei gewählt hätten. Der bei der Wahl unterlegene Kandidat Andrés Manuel López Obrador von der linksgerichteten Partei der Demokratischen Revolution hat Klage gegen das Wahlergebnis angekündigt.
Das vollständige Interview mit Enrique Peña Nieto lesen Sie in der Dienstagsausgabe der F.A.Z.
