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Mexiko Anführer eines Drogenkartells getötet

17.12.2009 ·  Im Süden Mexikos ist einer der meistgesuchten Drogenhändler des Landes bei einem Schusswechsel mit Sicherheitskräften ums Leben gekommen. Präsident Felipe Calderón sagte, der Tod von Arturo Beltrán Leyva zeige, dass Mexiko in der Lage sei, der organisierten Kriminalität mit Härte entgegenzutreten.

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Einer der meistgesuchten Anführer eines Drogenkartells in Mexiko ist nach einem Gefecht mit Sicherheitskräften in der Nacht zum Donnerstag erschossen worden. Mexikos Präsident Felipe Calderón sagte am Rande des Klima-Gipfels in Kopenhagen, der Tod von Arturo Beltrán Leyva zeige, dass Mexiko in der Lage sei, der organisierten Kriminalität mit Härte entgegenzutreten.

Unterdessen berichtete die Tageszeitung „Milenio“, dass am Mittwoch im Drogenkrieg an einem Tag 64 Menschen getötet worden seien - so viele wie nie zuvor in Mexiko. Bei der großangelegten nächtlichen Operation in Cuernavaca, 70 Kilometer südlich von Mexiko-Stadt, wurden Hubschrauber und gepanzerte Fahrzeuge der Marine-Infanterie eingesetzt. Drei Stunden dauerte die Schießerei in dem Wohngebiet. Fenster gingen zu Bruch, an zahlreichen Hauswänden zeigten sich Dutzende von Einschüssen, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Auch sechs weitere mutmaßliche Mitglieder des Drogenkartells wurden getötet, wie die Marine mitteilte.

Beltrán Leyva, „El Barbas“, galt als „Boss der Bosse“. Sein Kartell der „Brüder Beltrán Leyva“ zählt zu den mächtigsten und brutalsten Drogenbanden in Mexiko. Seit 2007 hatten sich die Brüder Beltrán Leyva vom Kartell des größten Drogenbosses von Mexiko, Joaquín „Capo“ Guzman, abgespalten. „El Barbas“ stand auf einer Liste der Regierung mit den 24 meistgesuchten Drogenbaronen.

Polizei und Justiz unterwandert

Auf ihn war eine Belohnung von umgerechnet etwa 1,4 Millionen Euro ausgesetzt. Calderón hat bei seinem Amtsantritt vor drei Jahren den sechs Kartellen den Krieg erklärt und mittlerweile mehrere zehntausend Soldaten und spezielle Sicherheitskräfte eingesetzt.

Die Kartelle haben den Staat und vor allem Polizei und Justiz unterwandert. Auch deshalb konnte sich Beltrán Leyva in den vergangenen Monaten mehrfach einer Festnahme entziehen. Seit Beginn des Jahres sind in Mexiko im Drogen-Krieg mehr als 7100 Menschen ums Leben gekommen. Unter den 64 Opfern vom Mittwoch waren auch sechs Polizisten. Sie waren zu Beginn der Woche entführt, erschossen und dann enthauptet worden. Die höchste Zahl an Toten war bisher am 10. Februar dieses Jahres registriert worden: 51.

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