http://www.faz.net/-gpf-90dst

Amerikanische Sanktionen : Medwedew spricht von „Handelskrieg“

  • Aktualisiert am

Russland Ministerpräsident Medwedew reagiert verärgert auf die neuen amerikanischen Sanktionen. Bild: dpa

Der Ton zwischen Russland und Amerika wird rauer. Mit Blick auf die amerikanischen Sanktionen erklärt Russlands Ministerpräsident die Hoffnung auf bessere Beziehungen für beendet.

          Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew hat mit Blick auf die neuen amerikanischen Sanktionen gegen sein Land von einem „Handelskrieg“ gesprochen. Die Sanktionen hätten die „russische Hoffnung auf eine Verbesserung der Beziehungen mit der neuen amerikanischen Regierung beendet“, schrieb Medwedew am Mittwoch auf seiner Facebook-Seite. Die Strafmaßnahmen kämen einem „echten Handelskrieg“ gegen Russland gleich.

          Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensia sagte, die Sanktionen schadeten den Beziehungen beider Länder, dennoch wolle Moskau weiter mit der amerikanischen Regierung zusammenarbeiten. Falls allerdings diejenigen, die das Gesetz für die neuen Strafmaßnahmen angestoßen haben, geglaubt hätten, damit die russische Politik verändern zu können, hätten sie sich getäuscht. „Das hat die Vergangenheit bereits viele Male gezeigt“, sagte Nebensia vor Journalisten.

          Amerikas Präsident Donald Trump hatte das Gesetz über die Russland-Sanktionen mit seiner Unterschrift am Mittwoch in Kraft gesetzt. Das Gesetz enthält neue Sanktionen gegen den russischen Energiesektor und gegen Waffenexporteure. Es weitet die gegen Russland wegen der mutmaßlichen russischen Cyberinterventionen im amerikanischen Wahlkampf und der Annexion der Krim-Halbinsel im Jahr 2014 verhängten Sanktionen aus.

          Weitere Themen

          Tausend Jahre und kein Ende

          Russlandtag : Tausend Jahre und kein Ende

          Am Russlandtag vergangenen Mittwoch waren sich Mecklenburg-Vorpommern und Russland gefühlt ganz nah – über das Fest der beiden Länder regt sich inzwischen fast niemand mehr auf.

          Topmeldungen

          Spitzenkandidat der AfD für die Landtagswahl: Rainer Rahn, stellvertretender Vorsitzender der AfD Hessen.

          AfD vor den Landtagswahlen : Bürgerliche Brandstifter?

          Die hessische AfD präsentiert sich vor der Landtagswahl gemäßigter als der Rest der Partei. Die Angriffe aus der CDU versucht sie, für sich zu nutzen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.