31.07.2012 · „Marbella“ ist längst ein Synonym für all das, was in Spaniens wilden Immobilienboomjahren verkehrt lief. Nun ist in der Stadt ein groß angelegter Korruptionsprozess zu Ende gegangen.
Von Leo Wieland, MadridRichtlinien für Lesermeinungen
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Jésus, der Profit und "unsere Freunde"...
... durch gewissenlose Selbstbereicherung gepaart mit südeuropäischer Eitelkeit haben diese "europäischen Freunde" eine Immobilienblase aufgepumpt welche das spanische Bankensystem hat zusammenbrechen lassen. Welches nun "alternativlos" gerettet werden muss um den Euro zu retten. Mit Volkvermögen welches woanders durch Disziplin und Fleiss erwirtschaftet wurde. Von Menschen, welche dafür Entbehrungen hingenommen haben und nun nicht einmal gefragt werden ob sie diese "Freunde" überhaupt wollen. Der ganze EU-Zirkus nur ein anderer Facebook-Hype ? Getrieben von Politikern von denen man mittlerweile nicht mehr weiss auf wessen Seite sie eigentlich stehen ? Oder einfach wie die Lemminge mitziehen weil sie selbst weder Ahnung noch Rückgrat noch Geschichtsbewusstsein haben ? Peter Gauweilers Artikel heute in dieser Zeitung spricht mir aus der Seele. Ich jedenfalls suche mir meine Freunde selber aus, als ist Teil meiner "Souveränität". Preisfrage: Würde Spanien auch D retten ?
In Spanien wiederholt sich das, was in der BRD der 50iger und 60iger Jahre gang und gäbe war. Man lese nur einmal nach, wer beim fulminanten Wachstum in München alles sehr reich geworden ist und mit welchen Methoden dies geschah. Strafverfolgt wurde bei uns niemand, alle sind heute ehrenwerteste Mitglieder unserer Gesellschaft. Immerhin, in Spanien werden solche Dinge verfolgt. Insofern ereilt die Verbrecher dort der Nachteil der späten Geburt. Ich empfehle uns Deutschen wirklich Zurückhaltung bei der Beurteilung von Vorgängen in anderen Ländern. Wir hätten wirklich alle Hände voll zu tun, Korruption, Vetternwirtschaft und strafwürdiges Verhalten im eigenen Land zu beobachten und auszumerzen. Dies gilt leider nicht nur in der Privatwirtschaft, sondern auch und gerade im öffentlichen Sektor.
Dieses, nicht nur spanische Phänomen streift das eigentliche Problem nur am Rande!
Äcker zu Bauland um damit riesigen Reibach zu machen, ist
Volkssport - in den EU-Mitgliedsstaaten - seit die EU-Prämienregeln
für den Agrarbereich, Bracheprämie, also Geld für nix
(!), abgeschafft wurden.
Es sind die EU-Subventionen, die nach dem Gießkannenprinzip
großzügige Prämien verteilen, um Fehlentwicklungen zu
verursachen! Das ist für mich erkennbar in sehr vielen Bereichen,
Stichwort: Mitnahmeeffekt. Der Nachhaltigkeitsgedanke in EU-Subventionen
existiert nur auf dem Papier ganz gleich welcher Bereich: Fischerei,
Landwirtschaft, Bauwirtschaft.
Ohne effizientere Mittelverwendung nach dem Knappheitsprinzip geht der
Betrugsladen ewig so weiter. Und besonders "sensibele"
Gemüter wie der EU-Kom-Präsident Barroso befeuern diese
Fehlentwicklung mit Projektbonds. Bald hängen wir alle am Tropf
einer völlig leistungslosen, dafür aber vereinigten,
europäischen Volkswirtschaft. Das ist die Sowjetunion Reloaded!
fuer so eine Korruption werden nun bis zu 60 Milliarden fuer die spanischen Banken locker gemacht fuer die die deutschen Zeuerzahler Buergschaft leisten. Das ist doch ein Wahnsinn ohne Gleichen. Da sitzten doch Milliarden auf Konten dieser Betrueger -- warum kann sich der spanische Staat diese nicht zurueckholen anstatt in den Topf der anderen Europeaer zu greifen.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.08.2012 12:35 UhrWeil es geht bzw. weil es genauso von Politikern und deren Lobby-Anhängseln so konstruiert wurde!
"... warum kann sich der spanische Staat diese nicht
zurückholen anstatt in den Topf der anderen Europeaer zu
greifen." [Zitat Ende]
@ Herr Hufner, weil es geht! Und vor allem ohne tiefergehende Kontrollen
auskommt. Die EU hat einen perfekten Betrugs- und Korruptionsladen
eingerichtet, den die Spanier zu Hause für Geld aus den
EU-Solidarpartnerstaaten kontrollieren und qualitätssichern
müßten! Warum sollten die das tun? Der €URO rollt!
Einredefrei und bald ohne Limit!
OLAF (Office de la Lute Anti-Fraude), die EU-Antibetrugs- und
Antikorruptionseinheit ist völlig überfordert zumal politisch
gesteuert. Der Laden läuft sprichwörtlich bestens wie
geschmiert!!!
Die aktuelle Krise ist eine Vertrauenskrise in die Wirksamkeit von
effektiver und effizienter Mittelverwendung ausgelöst von
hemmungslosen Politikern, die mit Geld nur so um sich werfen, ohne an
die Konsequenzen zu denken! Nach mir die Sintflut! Auf diesem
schrecklichen Berg von Erkenntnis der Realitäten sitzen wir nun!
griechenland, italien, spanien überall das gleiche: lug, betrug und korruption,
alles total versifffffte länder! und wer muß für diesen
schmutz letztlich aufkommen?
in allererster linie der normale deutsche steuerzahler! und das finden besonders
rot und grün richtig und gut, und empören sich, wenn politiker
anderer parteien
das nicht so toll finden, und sich wenigstens jetzt, schon viel zu
spät, mal ent-
sprechend äussern.
Abwägen....
Kritik ist in Bezug auf diese Länder angebracht. Aber Sie beleidigen einfach nur! Ich lebe seit einem Jahr in Spanien und das Land hat seine Probleme nicht aufgrund der Korruption, die hier sicherlich verbreiteter ist als in Deutschland. Aber glauben Sie nicht, dass es die nicht auch dort gibt. Tagtäglich sprechen sich Straßenbaufirmen untereinander ab wer den Zuschlag bekommt. Und die im Bauamt Tätigen werden dann auch schon mal hier und dort "eingeladen". Mir erzählten Anwohner und Unternehmer, dass bei dem Bau des "Schnellen Brüters" die LKW´s mit den Spezialrohren hinten wieder heraus fuhren. Mit den Röhren. Baubuden für 250.000 DM. Man sagt sich, wenn alle Häuser die durch diese Gelder gebaut wurden zusammen fielen, dann hätte man viel Bauschutt abzufahren. Hier in Spanien waren es die Banken, die diesen Boom befeuert haben und jedem der nicht schnell genug laufen konnte ein oder gar zwei Wohnungen verkaufte. Ich lese wie viele Zwangsräumungen es hier täglich gibt.
@ Otto Kaldrak
Man kann sich ja kritisch über Gebräuche in Spanien äußern, aber Ihr Kommentar ist keine Kritik sondern eine üble Beleidigung. Dabei sollten deutsche Steuerzahler eher darauf achten, wie Ihre Steuergelder in Deutschland verbraucht werden. Äckerstilllegungen werden von der EU prämiert und die darauf aufgestellten Windräder und Solarpaneele werden von Steuerzahler finanziert. Maismonokulturen und der gesamte Unsinn der "Energiewende", sowie des "Klimaschutzes", sowie die Forschung zur Verhinderung eines Endlagers werden vom Steuerzahler finanziert. Natürlich gibt es in Deutschland keine Korruption, die ist einfach besser rechtlich abgesichert als in Südeuropa.
Leo Wieland Jahrgang 1950, politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel, Marokko und Tunesien mit Sitz in Madrid.
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