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Möglicher Juncker-Nachfolger : Weber schlägt Umsiedlungsprogramm für Flüchtlinge vor

  • Aktualisiert am

Manfred Weber bei einem Pressestatement im Europaparlament in Brüssel Bild: AFP

Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber spricht sich für eine humane Flüchtlingspolitik der EU und gegen eine Abschottung aus. Der Kandidat für die Nachfolge von Jean-Claude Juncker als EU-Kommissionspräsident nennt dafür aber eine klare Bedingung.

          Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber hat ein Umsiedlungsprogramm für Flüchtlinge vorgeschlagen. „Europa darf sich nicht abschotten“, sagte der Fraktionsvorsitzende der Europäischen Volkspartei (EVP) in der Freitagsausgabe der „Süddeutschen Zeitung“. „Als ein Kontinent, der christlichen Werten verpflichtet ist, müssen wir Menschen unterstützen, die unsere Hilfe brauchen.“ Deshalb schlage er „ein umfassendes Resettlement-Programm“ vor. Die EU müsse Flüchtlinge aufnehmen und ihnen Schutz bieten, wenn sie etwa vor einem Bürgerkrieg fliehen müssten. „Ich bin der festen Überzeugung, dass die Europäer gewillt sind, diesen Menschen zu helfen.“

          Die Bürger müssten aber die Gewissheit haben, dass es sich um tatsächlich bedürftige Flüchtlinge handele und nicht um illegale Migranten. Die Außengrenzen seien zu schützen. Der CSU-Politiker bewirbt sich als Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei um die Nachfolge des Präsidenten der Europäischen Kommission.

          Weber forderte zudem mehr Geld für humanitäre Hilfe, um Menschen von der Flucht nach Europa abzuhalten. „Europa kann nicht weiter in Wohlstand leben, während Afrika im Chaos versinkt“, so der 47-Jährige. Es gehe aber auch um eine neue Handelspolitik mit Afrika. „Wir müssen den afrikanischen Staaten faire Freihandelsabkommen anbieten. Nur so können Investitionen kommen; nur so können die Menschen dort lernen, auf eigenen Beinen zu stehen“, sagte der Europapolitiker.

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