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Mali : Ein Toter bei Angriff auf Blauhelm-Soldaten

  • Aktualisiert am

UN-Soldaten in Mali Bild: AFP

Ein UN-Stützpunkt in Mali ist mit Autobomben und Raketen attackiert worden. Ein Soldat starb, mehrere Personen wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Sicherheitsvertreter sprechen von einem beispiellosen Angriff.

          Bei einem großangelegten Angriff auf einen UN-Stützpunkt in der malischen Stadt Timbuktu ist ein Blauhelm-Soldaten getötet worden. Etwa zehn weitere Soldaten der UN-Mission Minusma wurden bei der Attacke am Samstag verletzt, fünf von ihnen lebensgefährlich, wie das malische Sicherheitsministerium auf Facebook mitteilte. Darüber hinaus seien bei dem Angriff etwa zehn französische Soldaten der „Operation Barkhane“ gegen Dschihadisten verwundet worden. Die Lage sei inzwischen wieder „unter Kontrolle“.

          Der Angriff habe sowohl dem UN-Stützpunkt als auch dem Stützpunkt der Barkhane-Mission gegolten, die sich in der Nähe des Flughafens von Timbuktu befinden. Nach Angaben des Ministeriums steuerten die Angreifer zwei mit Bomben beladene Fahrzeuge auf die Stützpunkte zu. Eines der Fahrzeuge sei explodiert, das andere sei zuvor gestoppt worden.

          „Der erste Angriff von solchem Ausmaß“

          Die Angreifer in den Fahrzeugen seien als Blauhelm-Soldaten verkleidet gewesen, erklärte das Ministerium weiter. Die Angreifer hätten die Stützpunkte auch mit Raketen beschossen. Zuvor hatte bereits die Minusma-Mission über den toten Soldaten und die weiteren Verletzten informiert.

          Ein Sicherheitsvertreter sagte, ein solcher Angriff auf die Blauhelm-Soldaten in Timbuktu sei beispiellos: „Das ist das erste Mal, dass es einen Angriff von solchem Ausmaß auf die Minusma in Timbuktu gegeben hat.“

          Die Vereinten Nationen haben 13.000 Soldaten und Polizisten in Mali stationiert, viele von ihnen im unruhigen Norden des afrikanischen Krisenstaates. Mehrere überwiegend islamistische Gruppierungen hatten 2012 die Kontrolle über den Norden des Landes übernommen. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff 2013 militärisch ein und drängte die Islamisten und Tuareg-Rebellen zurück. Frankreich hat im Zuge der „Operation Barkhane“ etwa 4000 Soldaten in der Sahelzone stationiert.

          Die UN-Friedenstruppe Minusma soll einen 2015 geschlossenen Waffenstillstand überwachen. Die Blauhelm-Soldaten werden immer wieder Ziel von Angriffen.

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