Die malische Armee war nicht in der Lage, ein paar Hundertschaften aus dem Norden vorstürmender Tuareg, Islamisten und Dschihadisten zu bekämpfen. Stattdessen brechen, kaum ist die Gefahr von französischen Soldaten abgewehrt worden, in der Hauptstadt Bamako wieder Grabenkämpfe (das ist wörtlich zu nehmen) zwischen den militärischen Putschisten und anderen Soldaten aus, die dem vormaligen Regime gegenüber loyal geblieben sind.
Das zeigt, dass die Krise in dem westafrikanischen Land von den Tuareg-Rebellen oder Al Qaida im islamischen Maghreb (Aqim) nicht verursacht, sondern nur ausgebeutet wurde. Hier liegt jetzt die eigentliche Aufgabe der französischen Politiker, die nach dem erfolgreichen Feldzug Autorität in der Bevölkerung und Macht im politischen Prozess gewonnen haben.
Wenn die Rückeroberung des Nordens von Dauer sein soll, müssen die Dschihadisten, deren Gros nicht getötet wurde, sondern geflohen ist, weiterhin in Schach gehalten werden - und das muss letztlich die malische Armee leisten. Das erste Selbstmordattentat im Norden zeigt, wo die künftigen Herausforderungen liegen.
Keine schwere Aufgabe!
Carsten Berg (Carberg)
- 09.02.2013, 11:37 Uhr
Verdaechtige Appelle des 'Muessens'
Rolf Joachim Siegen (rolfS2)
- 09.02.2013, 09:24 Uhr
Der schwache Staat Mali braucht natürlich noch länger Hilfe
Konstantin Schneider (bundesboy)
- 08.02.2013, 23:43 Uhr
