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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Mali Die eigentliche Aufgabe

Die Krise in Mali wurde von den Tuareg-Rebellen und afrikanischen Ablegern Al Qaidas nicht verursacht, sondern nur ausgebeutet.

Die malische Armee war nicht in der Lage, ein paar Hundertschaften aus dem Norden vorstürmender Tuareg, Islamisten und Dschihadisten zu bekämpfen. Stattdessen brechen, kaum ist die Gefahr von französischen Soldaten abgewehrt worden, in der Hauptstadt Bamako wieder Grabenkämpfe (das ist wörtlich zu nehmen) zwischen den militärischen Putschisten und anderen Soldaten aus, die dem vormaligen Regime gegenüber loyal geblieben sind.

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Das zeigt, dass die Krise in dem westafrikanischen Land von den Tuareg-Rebellen oder Al Qaida im islamischen Maghreb (Aqim) nicht verursacht, sondern nur ausgebeutet wurde. Hier liegt jetzt die eigentliche Aufgabe der französischen Politiker, die nach dem erfolgreichen Feldzug Autorität in der Bevölkerung und Macht im politischen Prozess gewonnen haben.

Wenn die Rückeroberung des Nordens von Dauer sein soll, müssen die Dschihadisten, deren Gros nicht getötet wurde, sondern geflohen ist, weiterhin in Schach gehalten werden - und das muss letztlich die malische Armee leisten. Das erste Selbstmordattentat im Norden zeigt, wo die künftigen Herausforderungen liegen.

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Quelle: F.A.Z.

 
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Veröffentlicht: 08.02.2013, 16:20 Uhr

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Von Berthold Kohler

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