08.02.2013 · Die Krise in Mali wurde von den Tuareg-Rebellen und afrikanischen Ablegern Al Qaidas nicht verursacht, sondern nur ausgebeutet.
Von Günther NonnenmacherRichtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Zurück ins Kolonialreich ! Was die Leute mit ihren
"Führern" seit 50 Jahren erleben mussten,
schreit doch gerade nach einem grundsätzlichen Umsturz. Die
"Führer" nehmen von überall her Geld an, um es auf
die schnellstmögliche Art und Weise zu unterschlagen. Wie oft soll
Frankreich und die NATO noch irgendwo einmarschieren? Mit dem, was wir
den Völkern bieten können, bleibt jeder Widerstand aus. Die
können uns mit Rohstoffen bezahlen, die Griechenland nicht hat.
Würden wir uns gegen, selbst bescheidenen, Wohlstand wehren?
Verdaechtige Appelle des 'Muessens'
Man koennte das verbalen Neo-Kolonialismus nennen.
Der schwache Staat Mali braucht natürlich noch länger Hilfe
Der Westen muss noch viel lernen. Geputscht wurde in Mali, weil ein Teil
der Armeeführung die Untätigkeit des Ex-Präsidenten nicht
länger mitansehen konnte. Um die territoriale Integrität Malis
sicherstellen zu können, musste schnell etwas geschehen. Da aber
längst nicht alle den drohenden Zerfall Malis als Drama empfanden,
konnte der Westen natürlich nicht so einfach konstruktive Hilfe
organisieren, wie man sich das bei uns in Europa gern denkt.
Die Tuareg-Rebellen konnten sich z.B. der feindlichen Übernahme
ihrer Ziele durch die Al Qaida ja leider nicht erwehren. Deshalb musste
auch ihnen geholfen werden.
Bis in Mali wieder "Null-Todesopfer" Verhältnisse
einkehren, ist noch ein langer Weg. Da durch die Intervention der
Franzosen aber immerhin erkennbar wurde, dass Islamisten nicht
unbesiegbar sind, lohnt es sich diesen Weg aber auf jeden Fall weiter zu gehen.
C. Berg, aufhoeren sollten Schulmeistereien,
wie Sie sie auessern. Sind Sie etwa Fachmann fuer die Angelegenheiten der Tuareg?
Unrichtig,
denn die Tuareg haben im laufe der Jahre immer mehr Privilegien erhalten, damit sie friedlich bleiben, und sie haben sich eben nicht loyal ggü. der Regierung gegeben. Das muss aufhören !
Der Westen muss noch viel lernen...
Er sollte vor allem lernen, nicht das Definitionsmonopol ueber Vorgaenge in Afrika (und anderswo) zu beanspruchen.