http://www.faz.net/-gpf-90kqs

Bundeswehr in Mali : Abgestürzter Kampfhubschrauber verlor Rotorblätter

  • Aktualisiert am

Ein „Tiger“-Kampfhubschrauber der Bundeswehr bei Startvorbereitungen nahe der malischen Stadt Gao. Bild: dpa

Zwei Wochen nach dem Absturz eines Kampfhubschraubers der Bundeswehr in Mali bleibt die Unfallursache weiterhin unklar. Doch Anzeichen auf technisches Versagen mehren sich: So soll der Hubschrauber vor dem Aufprall Teile verloren haben.

          Der in Mali abgestürzte deutsche Kampfhubschrauber hat vor dem Aufprall auf die Erde einem Schreiben des Bundesverteidigungsministeriums zufolge die Rotorblätter verloren. „Nach bisherigen Erkenntnissen lösten sich, nachdem das Luftfahrzeug in den starken Sinkflug übergegangen war, vor dem Aufschlag Teile“, darunter die Hauptrotorblätter, heißt es in einer Mitteilung zum aktuellen Stand der Untersuchungen von Verteidigungsstaatssekretär Markus Grübel an den Wehrausschuss des Bundestags, das der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag vorlag. Bis zum Absturz sei der Flug unauffällig verlaufen.

          Nach Hubschrauberabsturz : Von der Leyen besucht Soldaten in Mali

          Der Hubschrauber des Typs „Tiger“ sei am 26. Juli mit einer Geschwindigkeit von etwa 250 Kilometern pro Stunde in einer Höhe von etwa 550 Metern unterwegs gewesen, als er „plötzlich und für die Besatzung überraschend radikal die Nase senkte und in einen starken Sinkflug überging“, heißt es in dem Schreiben. Nach etwa zehn Sekunden sei der Helikopter auf die Erde geprallt und habe unmittelbar Feuer gefangen. Der Absturz sei nicht zu überleben gewesen. Die detaillierte Auswertung der Daten der beiden Flugrekorder, die nach Deutschland gebracht wurden, dauere an.

          „Spekulationen zur Unfallursache entbehren zum jetzigen Zeitpunkt jeder tragfähigen Grundlage“, heißt es in Grübels Schreiben weiter. Die Untersuchungen würden weiter ergebnisoffen geführt. Beim Absturz des Hubschraubers waren beide Soldaten an Bord getötet worden.

          Quelle: Reuters

          Weitere Themen

          Alarmstufe Rot in Irland Video-Seite öffnen

          Ex-Hurrikan „Ophelia“ : Alarmstufe Rot in Irland

          Eine Frau stirbt, als der Sturm „Ophelia“ über Irland und Teile Großbritanniens fegt. Tausende sind von der Stromversorgung abgeschnitten. Videos zeigen die zerstörerische Kraft des Sturms.

          Topmeldungen

          Monokulturen und der Einsatz von Agrarchemikalien stehen im Verdacht als Auslöser des Insektenschwunds.

          75 Prozent weniger Insekten : „Wir befinden uns mitten in einem Albtraum“

          Das Insektensterben lässt sich nicht mehr abstreiten. Der oft kritisierte Krefelder Entomologen-Verein hat jetzt in einer Langzeitstudie gezeigt: Die Populationen sind seit der Wende um drei Viertel geschrumpft. Welchen Anteil hat die Landwirtschaft, welchen das Klima?
          Im Mittelpunkt des Interesses: Der Parteikongress in Peking lähmt sogar den Straßenverkehr.

          Zurück in die Zukunft : China will wieder mehr Staat

          Auf dem Parteikongress ordnet Xi Jinping seine Prioritäten neu. Mehr Planwirtschaft und Kontrolle sollen China zu neuer Größe führen. Welche Folgen könnte das haben?
          Andrea Nahles und Thomas Oppermann, kurz nachdem sie zu seiner Nachfolgerin gewählt wurde. Oppermann schielt jetzt auf das Amt des Bundestags-Vizepräsidenten – nur ist er da nicht der einzige.

          Neuer Bundestag : Das Postengeschiebe hat begonnen

          Die Nominierung des Kandidaten für die Bundestags-Vizepräsidentschaft bereitet der SPD einige Schwierigkeiten. Währenddessen hält die FDP für den Posten ihrer Partei eine Überraschung bereit.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.