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Veröffentlicht: 09.08.2017, 11:34 Uhr

Bundeswehr in Mali Abgestürzter Kampfhubschrauber verlor Rotorblätter

Zwei Wochen nach dem Absturz eines Kampfhubschraubers der Bundeswehr in Mali bleibt die Unfallursache weiterhin unklar. Doch Anzeichen auf technisches Versagen mehren sich: So soll der Hubschrauber vor dem Aufprall Teile verloren haben.

© dpa Ein „Tiger“-Kampfhubschrauber der Bundeswehr bei Startvorbereitungen nahe der malischen Stadt Gao.

Der in Mali abgestürzte deutsche Kampfhubschrauber hat vor dem Aufprall auf die Erde einem Schreiben des Bundesverteidigungsministeriums zufolge die Rotorblätter verloren. „Nach bisherigen Erkenntnissen lösten sich, nachdem das Luftfahrzeug in den starken Sinkflug übergegangen war, vor dem Aufschlag Teile“, darunter die Hauptrotorblätter, heißt es in einer Mitteilung zum aktuellen Stand der Untersuchungen von Verteidigungsstaatssekretär Markus Grübel an den Wehrausschuss des Bundestags, das der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag vorlag. Bis zum Absturz sei der Flug unauffällig verlaufen.

© dpa, reuters Von der Leyen besucht Soldaten in Mali

Der Hubschrauber des Typs „Tiger“ sei am 26. Juli mit einer Geschwindigkeit von etwa 250 Kilometern pro Stunde in einer Höhe von etwa 550 Metern unterwegs gewesen, als er „plötzlich und für die Besatzung überraschend radikal die Nase senkte und in einen starken Sinkflug überging“, heißt es in dem Schreiben. Nach etwa zehn Sekunden sei der Helikopter auf die Erde geprallt und habe unmittelbar Feuer gefangen. Der Absturz sei nicht zu überleben gewesen. Die detaillierte Auswertung der Daten der beiden Flugrekorder, die nach Deutschland gebracht wurden, dauere an.

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„Spekulationen zur Unfallursache entbehren zum jetzigen Zeitpunkt jeder tragfähigen Grundlage“, heißt es in Grübels Schreiben weiter. Die Untersuchungen würden weiter ergebnisoffen geführt. Beim Absturz des Hubschraubers waren beide Soldaten an Bord getötet worden.

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Von Berthold Kohler

Rosneft ist kein Unternehmen wie Volkswagen. Der Konzern dient den Interessen des Kremls. Und der ehemalige Bundeskanzler Schröder künftig auch. Mehr 182

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