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„Made in Israel“ Israel und Südafrika streiten um Produktkennzeichnung

 ·  Alle Waren, die aus dem besetzten Westjordanland stammen, dürfen in Südafrika nicht mehr mit „Made in Israel“ gekennzeichnet werden. Die israelische Regierung verurteilte den Beschluss des südafrikanischen Kabinetts scharf.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (18)

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Alfred Vomberg

Unsinnige Diskussion

Wenn es nicht um den Zoll gehen würde, könnte man ja einfach „Made by Israelis“ drauf schreiben.
Oder gelten Juden, wenn sie im besetzten Westjordanland leben, jetzt auch nicht mehr als Israelis?
Wie üblich rufen die einen nun „Rassisten“ die anderen „Besetzer“.
Dass man darüber trefflich streiten kann, haben die letzten Jahrzehnte bewiesen.
Da dieser Konflikt jetzt aber in eine sehr gefährliche militärische Auseinandersetzung mit dem Iran gipfeln könnte, bringt das nichts mehr.
Anstatt zu diskutieren, wer Recht hat, ist es an der Zeit nach einem Weg zu suchen, in dem beide Völker eine friedliche Zukunft in Wohlstand aufbauen könnten.
Welche untergeordnete Rolle dabei die Größe des Territoriums, zumal wenn ohne Bodenschätze spielt, sieht man z.B. an Japan.

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carolin arcos
carolin arcos (Haled) - 25.08.2012 18:29 Uhr

Nun aber gerade!!!

Neue Auflage von "Kauft nicht bei Juden?"
O.K. Nun werde ich,( und werde wohl nicht alleine sein,) nun GERADE, aus "dafka", besonders nach israelischen Produkten Ausschau halten und nur diese kaufen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.08.2012 10:28 Uhr
Günter Busse

Kauft nicht bei Juden?

Was hat das mit dem Thema zu tun?
Bei Juden kaufen wir genauso gern wie bei Nichtjuden, wenn das Angebot uns zusagt - und nach Religion oder Ethnie des Verkäufers werden wir doch gar nicht fragen.
Aber wenn wir bei Siedlern nicht kaufen wollen, dann lassen Sie uns doch dieses Recht.
Ich jedenfalls möchte nicht die Siedlungen und den Siedlungsbau unterstützen,
dafür gibt es gute Gründe. Es gibt eben ausser Antisemitismus und radikalem Zionismus
auch noch andere Gedanken.

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Dieter Doermann

Herr Ermecke, ihr Kommentar hat mehr Fehler als ein Schweizer Käse Löcher

wie Herr Busse Ihnen ja schon eindrucksvoll nachgewiesen hat.

"Fakt ist, daß Jordanien in dem Friedensvertrag von 1984 auf alle Gebiete westlich des Jordan zugunsten Israels verzichtet hat "

Das ist kein Fakt sondern eben besagter Käse.

Der Friedensvertrag wurde nicht 1984 sondern 1994 abgeschlossen und bereits 6 Jahre zuvor, nämlich 1988, hatte Köng Hussein von Jodanien alle jordanischen Ansprüche auf das Westjordanland an die Palästinenser abgetreten. Demzufolge sieht der Friedensvertrag wie Herr Busse richtig sagt, auch vor, dass die Grenzen des Westjordanlandes zwischen Israel und den Palästinensern ausgehandelt werden müssen.

Was Sie sich davon versprechen, so leicht widerlegbare Falschbehauptungen in die Welt zu setzen, kann ich mir nicht recht erklären. Inzwischen müssen Sie doch germekt haben, dass viele Menschen inzwischen profunde Kenntnisse zu diesem Thema haben und nicht so leicht zu übertölpeln sind.

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Günter Busse

Vielleicht sollten wir deutschen Verbraucher einfach

immer daran denken, das bei Produkten aus Israel leider nicht klar ist, das diese Produkte
auch aus den illegalen Siedlungen kommen könnten. Schade eigentlich, das eine Kennzeichnung
der Siedlungsprodukte nicht erfolgt. Dann könnte der Verbraucher selbst entscheiden, ob er die
Siedlungen unterstützen will oder nicht.
Genau dies fordert Pax Christi gerade.
Da die deutsche Regierung in der EU eine Kennzeichnungspflicht für Siedlungsprodukte
verhindert, wird der deutsche Verbraucher leider weiter im Ungewissen gehalten.
Übrigens hat die deutsche Regierung auch nichts dagegen, wenn Zuwendungen aus Deutschland für Forschung, Bildung und Wissenschaft direkt in Siedlungen gehen.

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Michael Scheffler

Rassismus ist ein wohlfeiles Totschlagargument

Nach neueren PC-Erkenntnissen gibt es ja keine Rassen mehr. Also kann es auch keinen Rassismus geben. Trotzdem wird von interessierten Kreisen alles und jedes mit diesem Vorwurf konfrontiert und denunziert. Da reicht es schon, wenn jemand eine Kultur bzw. Religion als rückständig empfindet, da wird er als Rassist geziehen. Nun also können Herkunftsbezeichnungen rassistisch sein. Soll Israel die besetzten Gebiete zurückgeben, dann passiert so etwas nicht.

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Lüko Willms
Lüko Willms (l.willms) - 23.08.2012 22:52 Uhr

Interessante Klimmzüge

Rassist ist also jemand, der gegen die Entrechtung von Menschen aufgrund ihrer Abstammung protestiert.

Toll.

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Dieter Helbig

Kaufverzicht israelischer Siedlerprodukte

Solange unser Land sich dem Beispiel Südafrikas nicht anschließt, sei auf die internationale katholische Friedensbewegung Pax Christi hingewiesen. Sie ruft gerade uns deutsche Verbraucher auf, eine eindeutige Kennzeichnung solcher Produkte einzuführen. Solange das nicht der Fall ist, sei es besser, auf das betreffende israelische Produkt zu verzichten. Kurz :Kein Boykott Israels (innerhalb der "Grünen Linie") ! Wohl aber Protest gegen die völkerrechtswidrige Siedlungspolitik in den besetzten Gebieten Palästinas.

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Heinrich Stenger

Produktkennzeichnung in Israel

Wir sollten überhaupt keine Produkte aus Israel mehr kaufen, solange die Kennzeichnung nicht korrekt erfolgt. Die Art und Weise, wie Israel sich in den besetzten Gebieten auffführt, ist ohnehin kriminell und widerspricht jedem Völkerrecht.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.08.2012 14:03 Uhr
Dieter Doermann

Dann müssen sie halt besser schauen.

Egal ob Knäckebrot beim Discouter L., Kosmetik von Ahava oder sämtliche Produkte rund um den Wassersprudler Sodastream - es gibt vieles, was aus Israel kommt, im Falle von Ahava und Sodastream sogar aus illegalen Siedlungen im völkerrechtswidrig besetzten Westjordanland. Im Winter sind es oft Paprika oder Kartoffeln, die ich persönlich dann kosequenterweise grundsätzlich im Regal liegen lasse.

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Paul Roth

richtig...

eben so wenig sollte man in den Ländern des arabischen Frühlings urlauben....

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Dominik Fe
Dominik Fe (fflying) - 24.08.2012 12:50 Uhr

jup,

aber mir fällt auf anhieb, bis auf einige Waffen, gar kein Produkt aus Israel ein, das wir hier kaufen...

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Holger Schreck
Holger Schreck (Osztrak) - 23.08.2012 21:19 Uhr

Rassismusdefinition

Es ist Rassismus, wenn die Herkunft von Waren für den Verbraucher korrekt gekennzeichnet wird.
Es ist Rassismus, wenn die Herkunft von Waren für den Verbraucher korrekt gekennzeichnet wird.
Es ist Rassismus, wenn die Herkunft von Waren für den Verbraucher korrekt gekennzeichnet wird.

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Ulrich Stauf
Ulrich Stauf (DH7XU) - 23.08.2012 18:03 Uhr

Es ist ja an Widerlichkeit kaum noch zu überbieten,

wenn nach jeder ach so kleinsten - berechtigten - Kritik seitens eines Repräsentanten Israels die Rassismus- und Holocaustkeule geschwungen wird. So jedenfalls macht sich dieses Land, wenn es denn aufgrund seiner Politik überhaupt noch echte Freunde hat, keine weiteren. Es ist kein Wunder, dass der Verbraucher wissen möchte, wen er letzten Endes mit dem Kauf von Waren aus der Region unterstützt: Notleidende (teil)enteigmete palästinensische Bauern oder diejenigen, die sich widerrechtlich als deren Herren aufspielen..

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Günter Busse

Stimmt leider nicht ganz...

"Produkte aus dem besetzten Westjordanland sowie aus Ostjerusalem und von den Golanhöhen, die Israel annektierte, erhalten in Europa keine Zollvergünstigungen."
Das ist die Theorie. Für diese Produkte stehen den Exporteuren theoretisch keine Zollvergünstigen zu, die EU akzeptiert es aber ohne Prüfung , wenn diese Produkte mit "Aus israelischem Zollgebiet" deklariert sind.
In der EU ist es primär die deutsche Regierung, die ein Vorgehen der EU gegen die Zollfreiheit
von Produkten aus den illegalen Siedlungen verhindert.
Man setzt in Deutschland andere Prioritäten.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.08.2012 15:25 Uhr
Heinz Müller

Lieber Herr Ermecke ...

Sie sind (bedauerlicherweise) das beste Beispiel für den von Ihnen angeprangerten Umstand.

Bitte befassen Sie sich genau mit den völkerrechtlichen Regelungen, sowie den Beschlüssen der VN und auch der Definition Israels, bevor Sie Behauptungen aufstellen, die den Tatsachen, dass eine völkerrechtswidrige und kriminelle Besatzung durch Israel bis heute besteht, widersprechen.

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Andreas Buntrock

Wer mit dem ZEIGEFINGER einer geballten Hand auf einen anderen weist,

"Fremde Behauptungen und Sprachregelungen werden allein danach übernommen, ob sie der eigenen Gesinnung entsprechen - und dann werden sie von offensichtlichen Laien mit geradezu religiöser Inbrunst verteidigt."

sollte sich bewusst sein, daß DREI FINGER auf ihn selber zeigen!

MfG
A. Buntrock

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Günter Busse

@Hr.Ermecke

Das West-Jordan-Land wurde niemals "Israel zugesprochen", völkerrechtlich ist es bis heute
ein besetztes Land. Und eine BesatzungsMacht hat eben nicht das Recht, die besetzte Bevölkerung zu verdrängen, ihre Häuser zu zerstören, ihre Grundstücke in Besitz zu nehmen
und die eigene Bevölkerung anzusiedeln.
.
Mit dem Friedensvertrag zwischen Jordanien und Israel wurde keineswegs der Jordan als
Grenze zwischen Jordanien und Israel festgelegt, und keineswegs wurde das West-Jordan-Land damit "an Israel abgetreten".
Der Jordan wurde als Staatsgrenze nur oberhalb und unterhalb des West-Jordan-Landes
festgelegt, nicht für das West-Jordan-Land selber.
Dieser Teil der Grenze wurde ausdrücklich nicht festgelegt, da Jordanien darauf bestand, dass die endgültige Grenzziehung nur gemeinsam mit der Palästinensischen Autonomiebehörde
bestimmt werden kann.

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Jahrgang 1967, politischer Korrespondent für Israel und die Palästinensergebiete mit Sitz in Jerusalem.

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