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Machtkampf um Nachfolge Präsident von Malawi gestorben

Der staatliche Rundfunk Malawis hat den Tod des Staatspräsidenten Bingu wa Mutharika bekanntgegeben. Der 78 Jahre alte Mchthaber war am Donnerstag zur Behandlung nach Südafrika geflogen worden.

© AFP Vergrößern Bingu wa Mutharika

Nach zwei Tage langen Spekulationen hat der staatliche Rundfunk im afrikanischen Staat Malawi am Samstag offiziell den Tod von Präsident Bingu wa Mutharika mitgeteilt, Der 78 Jahre alte Präsident war am Donnerstag wegen seiner Herzprobleme zur Behandlung nach Südafrika geflogen worden. Regierungsmitglieder hatten dann am Freitag mitgeteilt, der Präsident sei an den Folgen eines Herzinfarktes gestorben. Eine offizielle Bestätigung für die Berichte hatte es jedoch zunächst nicht gegeben.

Hintergrund könnte ein Machtkampf um die Nachfolge sein. Gemäß der malawischen Verfassung wäre Vizepräsidentin Joyce Banda automatisch die Nachfolgerin. Allerdings deuten viele Zeichen darauf hin, dass die herrschende Demokratische Volkspartei (DDP) lieber den Bruder des toten Präsidenten, Peter Mutharika, zum neuen Staatsoberhaupt machen möchte. Die 61 Jahre alte Banda war einst Parteifreundin von Mutharika. Nach einem Zerwürfnis musste sie 2010 die herrschende Demokratische Volkspartei (DDP) verlassen.

19241710 © AFP Vergrößern Malawis Vizepräsidentin Joyce Banda

Peter Mutharika neuer Parteivorsitzender

Die DDP berief am Freitag den Bruder des toten Präsidenten, Peter Mutharika, zu ihrem neuen Vorsitzenden. Mehrere Mitglieder aus dem inneren Machtzirkel des ehemaligen Präsidenten erklärten zudem im staatlichen Fernsehen, dass Vizepräsidentin Banda nicht geeignet für das Präsidentenamt sei. Der frühere Weltbank-Mitarbeiter Bingu wa Mutharika war seit 2009 im Amt. Er hatte versprochen, nach dem Ende seiner zweiten Amtszeit 2014 zurückzutreten.

Kritiker warfen ihm eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage und Rückschritte in Sachen Demokratie vor. Malawi grenzt an Tansania, Mosambik und Sambia. Das Land hat 14 Millionen Einwohner und ist eines der ärmsten der Welt.

Quelle: dpa

 
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Veröffentlicht: 07.04.2012, 11:05 Uhr

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