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Amerikas Iran-Sanktionen : Maas glaubt nicht daran, europäische Firmen schützen zu können

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Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) glaubt nicht daran, europäische Firmen vor den amerikanischen Iran-Sanktionen schützen zu können. Bild: dpa

Außenminister Maas sieht kaum Möglichkeiten, europäische Firmen vor den amerikanischen Iran-Sanktionen schützen zu können. Derweil will eine große Mehrheit der Deutschen, dass die EU am Iran-Abkommen festhält.

          Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sieht nach der Kündigung des Atomabkommens durch die Vereinigten Staaten kaum Chancen, europäische Firmen beim Handel mit Iran künftig vor amerikanischen Sanktionen zu schützen. „Eine einfache Lösung, Unternehmen von allen Risiken amerikanischer Sanktionen abzuschirmen, sehe ich nicht. In den Gesprächen mit den Europäern, Iran und den anderen Unterzeichnern des Abkommens geht es deshalb auch darum, wie Handel mit Iran weiterhin möglich sein kann“, sagte Maas der „Bild am Sonntag“.

          Am Dienstag kommen die Außenminister der europäischen Unterzeichnerländer Deutschland, Großbritannien und Frankreich mit ihrem iranischen Kollegen in Brüssel zusammen. Maas sagte über das Ziel des Treffens: „Wir wollen erreichen, dass sich Iran weiter an die Regeln und Beschränkungen des Wiener Atomabkommens hält. Immerhin zeigt sich Iran dazu gesprächsbereit. Klar ist, dass wir dazu auch wirtschaftliche Anreize erhalten müssen – das wird nach der Entscheidung der USA nicht leicht."

          Während die Vereinigten Staaten ein umfassenderes Abkommen mit dem Iran anstreben, will der deutsche Außenminister den Atomdeal und das aggressive Verhalten Irans getrennt voneinander behandeln: "Natürlich müssen wir die problematische Rolle Irans in der Region ebenfalls angehen – aber das gilt eben unabhängig vom Nuklearabkommen.“

          Die große Mehrheit der Deutschen will, dass die EU auch nach dem Ausstieg Amerikas am Iran-Abkommen festhält. 80 Prozent der Befragten sagten das in einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für die „Bild am Sonntag“. Acht Prozent sprachen sich dafür aus, dass die EU das Abkommen ebenfalls kündigt. Zwölf Prozent waren unsicher oder haben keine Angabe gemacht.

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