10.12.2009 · Die Bundeswehr-Elite-Einheit KSK war anscheinend maßgeblich an dem umstrittenen Luftangriff auf die Tanklaster in Kundus beteiligt. Der gesamte Einsatz soll aus dem Kommandostand einer geheimen Einheit geführt worden sein, die zur Hälfte aus Soldaten des Kommando Spezialkräfte besteht.
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Ich kann nicht verstehen, warum manche Beiträge hier meinen, es wäre doch völlig egal ob das KSK beteiligt war oder nicht. Eine Beteiligung dieser Spezialtruppe wirft doch ein völlig neues Licht auf die Geschehnisse. Bisher ging man davon aus, dass Oberst Klein aus Angst vor einem Terroranschlag mit Tankwagen die Bombardierung befohlen hat. Da blieb die Frage, warum er den US-Piloten verweigerte, die Menschenmenge durch eine Tiefflug vorher zu vertreiben. Jetzt aber kommt heraus, dass das KSK vier mutmaßliche Taliban-Kommandanten am Ort des Geschehens meldete. Da macht es natürlich Sinn, die Menge vor dem Bombenabwurf nicht zu warnen, wenn man die Kommandanten ausschalten will. Nur: seit wann hat die Bundeswehr in Afghanistan das Recht, gezielte Tötungen vorzunehmen? Den Tod von Zivilisten in Kauf zu nehmen, um vier VIP's zu töten - ist das verhältnismäßig? Ist das vom ISAF-Mandat überhaupt abgedeckt?
P.S.: Einigen Beiträgen hier entnehme ich, die Zivilisten wären ja selber Schuld daran gewesen. Ich gebe zu, Benzindiebstahl ist ein Verbrechen. Aber steht darauf gleich die Todesstrafe? Ich denke nicht - nicht mal in Afghanistan.
Daß es sie gibt, ist keineswegs ein Geheimnis und daß sie sowohl qualifiziert als auch bestens ausgerüstet sind, dürfte auch kaum jemand bezweifeln. Nur weil sie von der Öffentlichkeit und der Presse abschirmt werden, um ihre riskanten Einsätze nicht unnötig zu erschweren, bedeutet nicht, daß sie irgenwelche illegalen Kommandoaktionen durchführen. Selbst Staaten wie die Schweiz oder Schweden, die für ihre Neutralität und Friedfertigkeit geschätzt werden, verfügen über solche von der Öffentlichkeit abgeschirmte Einheiten. Über den Einsatz und die dafür geeigneten zur Verfügung stehenden Truppenteile entscheiden die vorgesetzten Dienststellen und Kommandeuren gemäß geltender Dienstvorschriften, um den Auftrag, den UN, NATO und Parlament der BW erteilt hat, zu erfüllen und nicht irgendwelche Oppositionspolitiker, die mit Unterstützung linklastiger Medien die Reputation des populären Verteidigunsminister aus politischen Motiven beschädigen wollen oder Boulevardblätter, die die Sensationslust ihrer unbedarften Leserschaft befriedigen müssen.
Aha, dann waren also doch Soldaten (KSK) vor Ort, am Ort des Verbrechens!
Es deutet vieles darauuf hin, daß nun nicht etwa ein unbekannter afghanischer Zeuge, welcher keinen Sichtkontakt hatte, vor Ort war. Sondern vielmer Bundeswehrsoldaten der Eliteeinheit (KSK).
Wenn es denn so ist, dann hätten die Soldaten beobchten können wie bis zu 1.000 Menschen/Zivilisten am 04.09.09 gegen 20:00 Ortszeit sich als Schaulustige in der nähe des Fundgutes (Tanklaster) aufgehalten haben.
Deshalb hatte man dann wohl ca. 6 Stunden zugewartet, bis nach Mitternacht der Angriff auf die Zivilisten erfolgte.
Es nutzt nichts. Das, was die Menschen dort in Kundus erlebt haben ist ein schweres Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Im Deutschen Fernsehen (ARD) wurde am Sonntag im Bericht aus Bonn folgendes berichtet:
Ein Angehöriger der bei dem Tötungsdelikt in Kundus/Afganistan umgekommenen Zivilisten beklagt:
"Früher haben wir gedacht, dass die Deutschen uns sichereit und ruhe bringen, aber nach diesem bombardement denken wir anders. Jetzt sind wir enttäuscht von den Deutschen und der afghaniischen Regierung. Was haben wir getan? Warum ist das geschehen? Wir wllten doch nur ein Fass Benzin für den traktor holen..."
Fragen über Fragen und keine Antworten.
Eliteeinheit KSK angeblich maßgeblich beteiligt
Ich finde es nach diesem Bericht unglaublich anmaßend, dass Bundestagsabgeordnete es besser wissen wollen, was militärisch angezeigt war, als die - wie wir nun wissen - zahlreichen fachleute vor Ort. Wenn ich bei der Bundeswehr wäre, würde ich mich bei dieser politischen "Unterstützung" aus dem Heimatlande weigern, mein Leben ins diesem Land bei einer Mission zu riskieren, die der Bundestag beschlossen hat.
Dr. Hermann Rampacher
Überlingen
Endlich entsprechend aufrüsten oder abziehen
Diese schreckliche wie peinliche Überreaktion hat doch vor allem die Ursache in der eingeschränkten Handlungsfähigkeit der BW, aufgrund von politikerrethorik die nun wenigstens von Kriegsähnlichen zuständen sprechen darf (oder ist da jemand nassforsch vorgeprescht). Das Klein oder KSK bei der entstandenen Bedrohungslage nicht angemessen reagieren konnte(n) ist auf unzureichende Mittel zurückzuführen, die man bei einer Polizeiaktion mit Gulaschkanone selbstverständlich nicht braucht. Jetzt ergeht man sich in Spitzfindigkeiten ohne tatsächlich eine Verteidigungsstrategie für die Truppe zu befördern. Warum transportiert man nicht Kampfhubschrauber in angemessener Zahl in,s Einsatzgebiet? Ach ja der, der Transport scheitert ja an der fehlenen Transportkapazität die die geppelte Airbus vielleicht bis zum Ende des Jahrhunderts bereitstellen kann.
Den Alliierten ging es vorallem um die Sicherung ihrer Absatzmärkte und ihrer Macht, mit humanistischen oder gar altruistischen Motiven hatte dies nichts zutun.
Es stellt sich nicht die Frage, mit welchem Mittel Probleme zu lösen sind. Vielmehr sollte man fragen, warum die Bundeswehr an der Lösung von "Problemen" in Afghanistan, die nicht unsere sind, beteiligt sein soll!
Im Übrigen sollten Sie nicht so naiv sein, zu glauben, die Alliierten hätten Hitler bekämpft, um das Deutsche Volk zu "befreien" und ihm Frieden zu schenken. Ein absolut lächerlicher Gedanke!
die die Auffassung vertreten, mit militärischer Gewalt seien keine Probleme auf dieser Welt zu lösen, kein Frieden zu schaffen, sei empfohlen wieder zur Kenntnis zur nehmen, daß der deutsche nationalsozialistische Staat im 2. Weltkrieg nur durch massivste, opferreichste und tlw. terroristischste Gewalt der Alliierten niedergerungen und für Deutschland eine Periode des andauernden Friedens eingeleitet wurde. Der Unterschied zum Krieg in Afghanistan heute ist der, daß sich damals alle Alliierten einig waren, alle nur erdenklichen Mittel einzusetzen unter Inkaufnahme unermeßlicher Menschenopfer auf beiden Seiten, sowohl ziviler als auch militärischer Natur. Alle waren sich einig, Hitler darf mit seinen Absichten nicht durchkommen.
...zivile Opfer als unabwendbar anzusehen, wenn man selbst nicht im Kriege lebt. Wer zulässt und es akzeptiert, daß auch nur ein einziger Zivilist getötet wird, nur damit sich kein eigener Soldat auch nur einen Kratzer holt, ist ebenso ein Verbrecher wie diese islamistische Terroristen (oder Terroristen jeder anderen Religion und Weltanschauung). Nach bisherigem Stand der Dinge gehören dieser Oberst, Jung, Merkel und der ehemalige Generalinspekteur vor ein Kriegsverbrechertribunal.
"Aber wie um alles in der Welt will man eine militärische Auseinadersetzung führen, ja einen Krieg führen, ohne eben dies (zivile Opfer) zu riskieren? Das ist blanke Illusion. Die Bundeswehr nach Afghanistan in einen Kampfeinsatz zu senden heißt nach meinem Verständnis auch, sich dessen Gewiss zu sein."
da haben sie recht! und genau das haette man vorher sagen und wissen koennen und muessen. dann waere die bis vor kurzem noch so genannte "friedensmission" aber nicht so einfach durchgewunken worden von der politischen kaste, da die bevoelkerung mehrheitlich nicht dafuer gewesen waere, deutsche soldaten in einem krieg zu wissen, dessen wichtigkeit fuer deutschland bis heute nur behauptet ist, UND in dem zivilisten in deutschem feuer sterben.
weiss gott, warum schwarz, rot und gelb so versessen darauf waren, unsere soldaten in diesen bushkrieg zu schicken. die argumente dafuer werden ja bis heute verschwiegen, und alles was man hoert, ist das immergleiche gelaber von der wichtigkeit etc.
Welchen Sinn hat dieser Artikel??? Was ist die Quintessenz? Es gibt keine! Die gefallenen Non-Kombattanten zu betrauern ist eine Selbstverständlichkeit! Die Beteiligung des KSK aufzubauschen ist lächerlich, da diese jedem bereits vorher klar gewesen sein sollte. Fakt ist, dass sich die Bundeswehr in einer Auseinandersetzung befindet, die ein Paradebeispiel für asymmetrische Kriegsführung darstellt, eine Herausforderung, mit der nicht einmal die militärisch so erfahrenen Amerikaner umgehen können! Die Rechnung für die Taliban geht bereits auf. Es wird diskutiert, man zweifelt und wird vorsichtiger. Nur nichts riskieren und am Ende steht der Abzug aus Afghanistan ohne etwas erreicht zu haben. Die Moral der Soldaten sollte durch den Umgang der Medien und der Politik mit dem Geschehenen sowieso schon gelitten haben. Aber schließlich bietet so ein Vorfall ja auch schmackhaftes Futter für politische Grabenkämpfe, eine Schande! So lange kein Patentrezept für Peace-Making in Kriegen ohne klare Grenzen existiert, sollte man lernen solche Tragödien wenn möglich zu vermeiden und wenn sie dennoch geschen, vernünftig damit umzugehen!
Was wäre, wenn man die Polizei abschafft? Richtig: Es gäbe keine Verbrecher mehr!
Was wäre, wenn man die Feuerwehr abschafft? Richtig: Nie mehr würde es brennen!
Was wäre, wenn man die Bundeswehr abschafft? Richtig: In Afghanistan würde sofort der Frieden ausbrechen!
Die ganze Debatte ist nur ein Scheingefecht von Leuten, die es nicht ertragen können, dass sie Wahlen verloren haben.
Trauriges Deutschland!
Ich habe schon 2 Tage nach dem Angriff als erste Details bekannt wurden gesagt dass 100% das KSK vor Ort war und warum ? Ein deutscher Oberst ist defintiv NICHT so blöd und lügt in einem aufgezeichneten Funkgespräch mit den Amerikanern. Er hat bestätigt dass eigene Einheiten unter Feuer stehen und deshalb sofort angegriffen werden muss um diese zu unterstützen. Ebenso hies es von Anfang an dass es außer örtlichen Informanten weitere "zuverlässige" Quellen gegeben hat. Wer sich ein bisschen mit dem KSK beschäftigt hat weiss, dass genau so eine Operation in ihr Spezialgebiet fällt, dass ihre Anwesenheit 100% geheim gehalten werden sollte (aus Schutz der Angehörigen, Taktischer Vorteile etc. ) und dass sie vorallem von ihrer Anwesenheit fast bist gar keine Spuren hinterlassen. Und wie hier leute von über 140 toten Zivilisten sprechen können wenn allein über 100 verschmorrte Waffen gefunden wurden ist mir schleierhaft. Wo ist die Empörung jener Leute über die geköpften Fahrer der Tanklaster zuvor ? wo ist die Empörung der Leute darüber, dass falls sie nicht freiwillig vor Ort waren die Zivilisten unter Waffengewalt bzw. unter Mordandrohung hinzugezogen wurden? gehen sie doch einfach mal an diesen "friedlichen" Ort und helfen sie...
Welche Diskussion wäre eingetlich heute, wenn keine Bombardierung stattgefunden hätte, die Tanklaster ihr Ziel erreicht hätten und es hunderte von deutschen Soldate ngetroffen hätte? Und wann die Information von der Bildzeitung auf die Titleseite geschrieben worden wäre "Klein schuld am Tod hunderter Bundeswehrsoldaten. Er wusste von den Tanklastern und zuog keine Konsequenzen".
Es ist ein erstaunliches Phänomen, was wiederholt zu beobachten ist: Beim sog. Kriegsverbrecher denkt man gemeinhin zunächst an den Soldaten selbst. Hier wurde aber zurecht darauf hingewiesen, dass diese vor allen Dingen keine rechte Wahl haben. Fakt ist, sie sind nun mal dort. Menschen machen manchmal Fehler. Diese sollten aufgeklärt werden. Falls vorhanden, erst dann gäbe es etwas zu berichten. Doch wer hat diese Männer und Frauen überhaupt in diese Situation gebracht? Die Marines sollen es gewesen sein, die Vietnam niedergebrannt haben. Kennedy dagegen wurde derweil schon zu Lebzeiten zur Legende erhoben, obwohl er einen bereits maßlos verkorksten Krieg lernresistent weiterführte. Zynisch, wie ich finde. Es stellt sich berechtigt die Frage, was wir in Afghanistan zu suchen haben. Und ich meine damit, was wir da explizit suchen. Ohne Ziel und Verstand- aber wie immer wird die Frage der eigentlichen Verantwortlichen in Vergessenheit geraten. Mit unseren Stimmkreuzen gaben wir ja immerhin unseren Segen.
Was ändert die Beteiligung der KSK an diesem Einsatz? Hat diese Meldung einen Neuigkeitswert über die Feststellung hinaus, daß alle von der BW in Afghanistan eingesetzten Tuppenteile zusammenarbeiten? Sicher nicht, denn es ist normal, daß eine Armee im Einsatz ihre Einheiten koordiniert zusammenarbeiten läßt.
An der Art der Berichterstattung stört die verlogene Einseitigkeit. Die Zahl der Opfer scheint zuwachsen, seit zu Guttenberg ankündigte, die Hinterbliebenen der zivilen Opfer zu entschädigen, von zunächst 39 auf 120 dann 147 und laut 'Opferanwalt' Gopal nun bis zu 174 Personen. Wenn die Summe bekannt ist werden es wohl über 1000 sein. Doch wie steht es um die Taliban? Unstrittig ist, daß diese die Tanker entführten, einen der Fahrer ermordeten und anschließend im Flußbett steckenblieben. Warum wird nicht nach deren Schuld gefragt? Wären die Tanker bestimmungsgemäß an ihr Ziel gelangt, alle Opfer könnten heute noch leben. Zudem zieht das Argument Armut für den Benzindiebstahl nicht, schließlich wurden die Namen der Opfer aus Scham nicht, wie sonst üblich in den Moscheen veröffentlicht. Da die Nähe zu den Taliban und auch das Stehlen in der Region Kundus als große Sünde und Schande. Die Reaktion der Ältesten war eindeutig.
Unglaublich, welche Würdigung dieser Vorfall seit Wochen bereits in den deutschen Medien erfährt. Sind denn alle noch zu retten ? Kaum erlahmt die Impfdebatte, wird wieder in Kundus herumgestochert. So etwas ist bei Gott nur in Deutschland denkbar, nirgendwo sonst. Vorweg: Freilich ist es bedauernwert, wenn bei einem militärischen Einsatz Zivilisten ums Leben kommen. Aber wie um alles in der Welt will man eine militärische Auseinadersetzung führen, ja einen Krieg führen, ohne eben dies zu riskieren ? Das ist blanke Illusion. Die Bundeswehr nach Afghanistan in einen Kampfeinsatz zu senden heißt nach meinem Verständnis auch, sich dessen Gewiss zu sein. Im selben Maße ist die Entsendung aber auch Ausdruck der Überzeugung daß die Offiziere vor Ort die richtigen Entscheidungen zu treffen in der Lage sind und dies auch tun werden. Wie kommt jemand Tage und Wochen später und tausende Kilometer entfernt zur Überzeugung, die Lage und Situation einschätzen und bewerten zu können in welcher die Entscheidung zur Beschießung der Tanklastzüge gefallen ist ? Lächerlich und anmaßend zugleich. DRK-Berichte? Bildzeitung ? Das ist unwürdig. Holt unsere Soldaten heim oder lasst diese sinnlosen Debatten.
Deutschland labert, die Welt lacht über uns.
Großkoalitionäres Desinteresse im September 2009 - SPD in voller Verantwortung
Die Große Koalition hatte jedes Interesse daran,den Kunduz-Vorfall unter der Decke+aus dem Wahlkampf zu halten.Glaube doch niemand, dass Steinmeier als Außenminister + die damals bestehende+präsumptive (Gabriel &Co.) SPD-Parteispitze formell(oder informell über die entsprechenden "Kontaktleute") nicht bis in Detail über die Vorgänge in Afghanistan informiert waren.Dass der schwarz-gelben Koalition die Affaire auf die Füße fällt, heißt noch lange nicht, dass sich die SPD einen schlanken Heuchel-Fuß machen kann - sie steht in voller Verantwortung für alle deutschen Maßnahmen in Afghanistan,vom Einsatzbeginn bis zur Vereidigung der neuen Regierung in 2009.
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Fragt sich jetzt, WER z.Zt. aus welchen Gründen die BILD-Zeitung füttert - und welche Ziele die BILD damit verbindet. Die anderen Medien scheinen unrettbar im Rückstand zu sein,wie die hilflos aufgeblasene STERN Story um den längst bekannten RK Bericht nahelegt.Wer sich auf den schmutzigen Krieg a la Taliban, El Qaeda etc. (Selbstmordattentate, gezielte Geiselnahme von Zivilisten, "menschliche Schutzschilde" etc.) einlässt, wird auch mit den entsprechenden Konsequenzen leben müssen,hat aber die Pflicht, diese der (Wahl)Bevölkerung als permanentes Risiko zu kommunizieren.
Welche Motive treiben die Berichterstattung und die Diskussion?
Es wird eine unsägliche, von parteipolitischen Motiven getriebene Diskussion geführt. Dabei geht es den Diskutanten in erster Linie nicht um die Belange der betroffenen Menschen und schon gar nicht um die beteiligten Soldaten. Es geht darum, den politischen Gegner in Deutschland in Misskredit zu bringen. Es muss doch irgendwie gelingen, die schwarz-gelbe Regierung zu destabilisieren. Es muss doch möglich sein, selbst ursächlich Unbeteiligte wie den neuen Verteidigungsminister zu desavouieren. Fakten interessieren nur am Rande, wenn man sie zu Recht biegen kann und sie dann dem eigenen Interesse dienen. Begriffe wie Krieg oder auch kriegsähnliche Zustände werden munter durcheinander gewirbelt und tragen zur Desinformation der Bürger bei. Tatsächlich ist die Situation vor Ort für die Soldaten mehr als problematisch. Es ist kein Krieg, es besteht keine Waffengleichheit, morgens Zivilist und abends Terrorist - wie soll ein Soldat verantwortungsvolle Entscheidungen in dieser Grauzone treffen. In Afghanistan gibt es bei einem Bombenangriff keinen Luftalarm für die Zivilbevölkerung. Zivile Opfer sind für die Taliban systemerhaltend. Eine Diskussion, wie wir sie derzeit führen, unterstützt nur die Belange der Taliban.