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Luftangriffe nach Anschlägen Tote im Süden Israels

 ·  Israel reagiert auf die Anschlagsserie im Grenzgebiet zu Ägypten, bei der sieben Israelis getötet wurden, mit einem Luftangriff auf Ziele in Gaza. Ministerpräsident Netanjahu sagt danach, die Hintermänner der Angriffe seien schon nicht mehr am Leben.

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Bei einer Serie von Anschlägen sind am Donnerstag im Süden Israels sieben Israelis getötet worden. Mehr als 30 weitere Personen wurden laut Medienberichten verletzt. In einer offenbar koordinierten Aktion hatte eine Gruppe von Angreifern zunächst nordwestlich der Hafenstadt Eilat einen Linienbus beschossen. Später griffen sie am Grenzzaun zu Ägypten eine israelische Militärpatrouille an. Danach nahmen die Täter an zwei weiteren Orten mehrere Fahrzeuge ins Visier; dabei sollen sie auch Panzerabwehrraketen und eine Sprengstoffweste eingesetzt haben. Nach Einbruch der Dunkelheit wurden bei Eilat zwei Israelis beschossen und verletzt. Die Sicherheitskräfte hätten bis zu sieben Angreifer getötet, hieß es.

Bis zum Abend bezichtigte sich keine Terrorgruppe der Tat. Die Luftwaffe flog am Abend Angriffe auf Ziele in Gaza. Dabei wurden nach palästinensischen Angaben mindestens sechs Personen getötet. Der israelische Ministerpräsident Netanjahu sagte danach im Fernsehen: „Die Leute, die die Befehle für die heutigen Angriffe gegeben haben, sind schon nicht mehr am Leben.“ Ein Hamas-Mitglied in Gaza hatte eine Beteiligung seiner Organisation an den Anschlägen bestritten, die Attentäter aber gelobt. Am Abend wurden aus dem Gazastreifen zwei Raketen auf die israelische Stadt Aschkelon abgefeuert.

Ägypten bestreitet Verbindungen

Nach Darlegung des israelischen Verteidigungsministers Barak zeigen die Anschläge, dass Ägypten die Kontrolle über den Gazastreifen verliere. Nach Augenzeugenberichten trugen die Attentäter ägyptische Armeeuniformen. Der ägyptische Gouverneur des südlichen Sinai wies aber israelische Berichte zurück, nach denen die Täter aus Ägypten kamen und von dort auch geschossen wurde. „Es besteht keine Verbindung“, sagte Khaled Fouda.

Zuletzt gingen die ägyptischen Sicherheitskräfte verstärkt gegen militante Islamisten auf dem Sinai vor. Weder Ägypten noch Israel waren in der Vergangenheit in der Lage, die Wüstengrenze vollständig zu überwachen. Im August 2010 waren Eilat und das jordanische Aqaba vom Sinai aus mit Raketen beschossen worden, ohne dass größerer Schaden entstand. 2005 kamen bei einem Selbstmordanschlag in Eilat drei Menschen um.

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Jahrgang 1967, politischer Korrespondent für Israel und die Palästinensergebiete mit Sitz in Jerusalem.

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