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Militärkoalition unterstützt : Kurdische Kämpfer: Offensive auf IS-Hochburg Raqqa läuft

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Die kurdischen Kämpfer am Sonntag während ihrer improvisierten Pressekonferenz. Der Screenshot stammt aus einem Video, das der TV-Sender Arab24 gezeigt hat. Bild: AP

Nach dem Start des Großangriffs auf die IS-Metropole Mossul im Nordirak haben kurdische Kräfte nun den Sturm auf die syrische Hochburg verkündet. Demzufolge werden sie aus der Luft von der Anti-IS-Koalition unterstützt.

          Die kurdisch dominierten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) haben ihre lange erwartete Offensive auf die IS-Hochburg Raqqa in Syrien begonnen. Das teilte die SDF am Sonntag nach Angaben der kurdischen Nachrichtenseite Rudaw mit. Man werde Schritt für Schritt vorgehen, sagte eine SDF-Kommandeurin.

          Die Sicherheit von Zivilisten habe Vorrang. Vier Fünftel der teilnehmenden Kämpfer seien als Zivilisten aus Raqqa geflohen.

          Unterstützt würden die Angreifer von einer von den Amerikanern geführten Militärkoalition und den kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG), dem bewaffneten Arm der SDF. Die YPG und die SDF sind in Syrien die wichtigsten Verbündeten des Westens gegen die sunnitischen Extremisten des „Islamischen Staates“ (IS). Die Kurdenmiliz beherrscht große Teile der Grenze zur Türkei.

          Mit dem Nachbarland gibt es aber einige Spannungen. Ankara will verhindern, dass die Kurden weitere Gebiete unter ihre Herrschaft bringen. Die türkische Armee hatte im August einen Bodeneinsatz mit Panzern in Syrien begonnen. Sie unterstützt damit Rebellen und bekämpft die YPG und den IS. Die SDF-Kommandeurin forderte die Türkei laut Rudaw auf, sich nicht in syrische Angelegenheiten einzumischen.

          Bereits Mitte Oktober hatten irakische Streitkräfte einen Großangriff auf die vom IS gehaltene Millionenstadt Mossul im Nordirak begonnen. Die Dschihadisten sind in ihrem Herrschaftsgebiet massiv unter Druck. Raqqa ist seit 2014 unter Kontrolle des IS.

          Auch die syrische Regierung und ihre Verbündeten, darunter vor allem Russland und der Iran, kämpfen in dem Bürgerkriegsland gegen den IS. Während die Vereinigten Staaten Rebellengruppen gegen die Regierung unterstützen, haben sich die Kurden weitgehend mit den Truppen des Präsidenten Baschar al-Assad arrangiert.

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