31.05.2009 · Nach sechs Jahren Unterbrechung wollen die Vereinigten Staaten und Kuba wieder Gespräche führen. Darin soll es auch um eine Wiederaufnahme des direkten Briefverkehrs gehen, der seit Jahrzehnten unterbrochen ist.
Die Vereinigten Staaten und Kuba wollen die seit sechs Jahren unterbrochenen Gespräche über Einwanderungsfragen wieder aufnehmen. Darauf einigten sich beide Seiten in Washington, wie das Außenministerium am Sonntag bekanntgab. Bei den Gesprächen gehe es auch um die Wiederaufnahme des direkten Briefverkehrs beider Länder, der seit Jahrzehnten unterbrochen ist. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.
Präsident Barack Obama hat seit seinem Amtsantritt im Januar mehrfach deutlich gemacht, dass er einen Neuanfang in den Beziehungen zur kommunistischen Regierung in Havanna sucht. Kürzlich ließ er bereits Reiseerleichterungen für Exilkubaner in ihre Heimat und andere Lockerungen in der Kuba-Politik verkünden. Allerdings stellte Obama auch klar, dass „eine längere Reise“ notwendig sei, um Jahrzehnte des Misstrauens zwischen beiden Staaten zu überwinden. Er fordert mehr Demokratie und mehr Freiheiten auf der Karibikinsel.
Seit der kommunistischen Machtübernahme auf Kuba sind die Beziehungen zwischen Havanna und Washington gespannt. Es gibt keine vollen diplomatischen Beziehungen. Zudem verhängten die Vereinigten Staaten ein Wirtschaftsembargo.
Der jüngste Amerika-Gipfel hat vorsichtige Hoffnungen auf einen Neuanfang in den Beziehungen der Vereinigten Staaten zu Kuba genährt. Bei dem Spitzentreffen kündigte der amerikanische Präsident Barack Obama an, er wolle mit Havanna "eine große Bandbreite" von Themen besprechen. Die Aussicht auf bessere Beziehungen freut viele Kubaner.