Home
http://www.faz.net/-gq5-t334
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Kuba Rice ruft Kubaner zu Reformen auf

05.08.2006 ·  Die amerikanische Außenministerin Rice hat die Kubaner in einer direkt nach Kuba übertragenen Radioansprache aufgerufen, sich für „positive Veränderungen“ einzusetzen. Die Vereinigten Staaten wünschten sich ein freies, unabhängiges Kuba, sagte sie.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (7)

Die amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice hat die Kubaner in einer Radioansprache ermuntert, aktiv zu werden. Sie rief die Menschen auf, sich für „positive Veränderungen“ einzusetzen. Ihre Rede wurde von einem speziell für Kuba produzierten Programm übertragen. Es ist aber unklar, wie viele Kubaner den Sender empfangen konnten, denn die kubanische Regierung tat alles, um die Signale zu stören.

„Wir respektieren eure Hoffnungen als souveräne Bürger“, sagte Rice. Sie habe vor allem Sorge vor einer amerikanischen Invasion entgegentreten wollen, berichtete die „New York Times“. Die Vereinigten Staaten wünschten sich ein freies, unabhängiges Kuba, das ein enger Verbündeter werde. Rice sicherte den Kubanern humanitäre Hilfe zu.

Bischöfe fordern zum Gebet für Castro auf

Nach Regierungsangaben geht es Fidel Castro nach dem Eingriff wegen einer Darmblutung besser. „Fidel hat sich einer Operation unterzogen, von der er sich zur Zufriedenheit erholt“, sagte der kubanische Gesundheitsminister Jose Ramon Balaguer am Freitag bei einem Besuch in Guatemala-Stadt. Castro habe „aus allen Ecken der Welt“ Unterstützungsbotschaften und Genesungswünsche erhalten.

Die kubanische Bischofskonferenz rief die Gläubigen unterdessen auf, für den Revolutionsführer und die von Castro eingesetzte provisorische Regierung zu beten. Die Erklärung soll am Sonntag in allen Kirchen des Landes verlesen werden. Darin heißt es, daß der schwierige Gesundheitszustand des Präsidenten einen außergewöhnlichen Moment für das kubanische Volk darstelle. „Die katholische Kirche - als Teil dieses Volkes - teilt die Sorgen aller Gläubigen“, sagten die Bischöfe. „Wir vertrauen uns in dieser historischen Stunde der Gottesmutter Caridad del Cobre, der Patronin von Kuba, an, mit dem Wunsch nach Frieden und nach einem brüderlichen Zusammenleben aller Kubaner.“

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Von dir die Fregatte, von mir die Drohne

Von Thomas Gutschker

Verteidigung ist eine nationale Angelegenheit? Die Wirklichkeit hat sich längst geändert. Die Armeen der Nato-Partner müssen zusammenarbeiten. Kein Land ist mehr autark. Mehr