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Kuba Die ersten politischen Gefangenen sind frei

13.07.2010 ·  Kuba hat die ersten sieben von insgesamt 52 Dissidenten freigelassen und nach Spanien ausgeflogen. Der ehemalige Präsident Fidel Castro, der sein erstes Interview seit Jahren gab, kommentierte die größte Häftlingsfreilassung seit 1998 nicht.

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Die kubanische Regierung hat ihre Zusage erfüllt und sieben politische Gefangene freigelassen. Die früheren Häftlinge seien zum Flughafen gebracht worden und hätten dort ihre Familien getroffen, sagte einer der Dissidenten, Omar Ruiz. Danach flogen die Regimekritiker mit ihren Angehörigen ins Exil nach Spanien, wo sie inzwischen angekommen sind.

Insgesamt werde Spanien in den kommenden Wochen bis zu 20 freigelassene politische Gefangene aus Kuba aufnehmen, hieß es. In Spanien könnten sie dann entscheiden, ob sie im Land bleiben oder an einen anderen Ort gehen wollen.

Die katholische Kirche in Kuba hatte vergangene Woche erreicht, dass 52 politische Gefangene freikommen sollen. Dabei handelt es sich um Dissidenten, die seit einer Razzia im Jahr 2003 noch immer in Haft saßen. Bis alle 52 Regimekritiker freigelassen sind, wird es wohl noch Monate dauern. Es wäre die größte derartige Häftlingsfreilassung seit einer Amnestie für 299 Gefangene nach einem Kuba-Besuch Papst Johannes Pauls II. im Jahr 1998. Unter den Freigelassenen waren damals etwa 100 politische Gefangene.

Fidel Castro geht auf Entlassung der Häftlinge nicht ein

Der 83 Jahre alte kubanische Revolutionsführer Fidel Castro hat unterdessen sein erstes Fernsehinterview seit langem gegeben (Siehe auch: Video: Fidel Castro gibt Fernsehinterview). Der frühere Präsident des Inselstaats sprach in der Talkshow „Mesa Redonda“ über alle mögliche Themen - von der Gefahr eines Atomkriegs bis hin zu energiesparenden Glühbirnen. Auf die aktuelle Gefangenenfreilassung ging er aber nicht ein. Castro redete langsam, wirkte aber entspannt.

Im Juli 2006 hatte sich Castro einer schweren Darmoperation unterziehen müssen, seitdem hat er sich fast vollkommen aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Das Präsidentenamt gab er an seinen Bruder Raúl weiter.

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