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Krisentreffen in Beirut Zerrissen

 ·  Der syrische Staatspräsident Baschar al Assad reist zusammen mit dem saudi-arabischen Monarchen Abdullah in den Libanon. Das ist eine Sensation, waren die sie doch seit Jahrzehnten Antipoden in der arabischen Welt.

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Der Besuch des syrischen Staatspräsidenten Baschar al Assad im Libanon ist an sich schon gewichtig; doch dass er den saudi-arabischen Monarchen Abdullah mitbrachte, ist nachgerade eine Sensation. Das baathistische Syrien und das wahhabitisch-fundamentalistische Saudi-Arabien sind seit Jahrzehnten Antipoden in der arabischen Welt.

Die jüngsten Turbulenzen in Beirut nähren aber offenbar so sehr die Furcht vor einer neuen bürgerkriegsartigen Eskalation, dass beide Führer sich entschlossen haben, in einer gemeinsamen Mission die Gemüter im Libanon zu beruhigen.

Das gilt vor allem für die schiitische Hizbullah („Partei Gottes“), die von Damaskus und Teheran unterstützt wird, aber für den Fall, dass das Internationale Tribunal sie wegen des Mordes am libanesischen Ministerpräsidenten Rafiq al Hariri vor fünf Jahren anklagen wird, „Widerstand“ angekündigt hat.

Ob die Gespräche im Präsidentenpalast von Baabda wirklich dauerhaft zur einer Besänftigung beitragen werden, ist schwer zu sagen; doch der Saudi und der Syrer beschreiten den richtigen Weg.

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Von Berthold Kohler

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