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Krise in Griechenland Der Traum von Tomaten für Chalki

 ·  Die Schiffe liegen im Hafen fest, es gibt kein Geld für Benzin oder Diesel. Den Menschen auf Chalki geht es nicht gut. Die kleine griechische Insel braucht den Euro, weil sie kein eigenes Wasser hat.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (14)

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Daniela  Baiser
Daniela Baiser (DanBB) - 14.06.2012 15:18 Uhr

Schade, kommt da bald die Postmoderne

Auf Griechenlands Inseln ist es wie in vielen anderen ländlichen Gegenden Europas:
die jungen wandern der besseren Job- und Unterhaltungsmöglichkeiten wegen in die Städte, zurück bleiben die alten oder es kommen Ortsfremde. Die katastrophale Demographie tut ihr übriges.

Dabei sind die Inseln ein Paradies, für uns Touristen. Als Einheimischer ist das Leben zwar schön, aber auch hart. Speziell in der Ägäis gibt es im Herbst und Winter einige Stürme und mässiges Wetter.

Jetzt mal hochspekulativ:
Möglicherweise strömen die Menschen in der Zukunft ja wieder in solche Gebiete zurück? Unser derzeitiges Ökonomisches System mit ständigen Wachstum und Zinsgebung durch private Banken ist fragwürdig, und zieht nach GR, POR weitere Länder in den Schuldenorkus. Unsere Währung ist ruiniert, ein wirtschaftlicher Crash absehbar. Bald back to the roots, aufs Feld oder auf die Inseln?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.06.2012 16:46 Uhr
Angelika  King
Angelika King (AIKing) - 15.06.2012 16:46 Uhr

Postmoderne - das find ich gut, Frau BAISER!

Die Postmoderne hat auf Halki (Chalki) schon um1950 stattgefunden. Damals sind fast alle Halkianer von Halki nach Florida ausgewandert. Die, die jetzt dort leben, haben sich (man müsste mal herausfinden wann) erst später wieder angesiedelt. Wir sprechen von ca. 300 Seelen, die aktuell auf Chalki leben. Für die sollen wir dann eine Entsalzungsan. 900.000 € bbauen. Sind die denn dann auch bereit ihren Anteil dazu beizutragen, diese 300 Seelen. Was kostet dann der Kubikmeter WAsser?

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Lars Köhler
Lars Köhler (LK670) - 14.06.2012 15:17 Uhr

Das wundert mich nichts mehr

Wenn der griechische Staat (also eigentlich der nordeuropäische Steuerzahler) jährlich 700.000 Euro für Wassertransporte zahlt, eine Meerwasserentsalzungsanlage aber nur 900.000 Euro kostet, hat diese sich selbst bei einer 50%igen Kostenüberschreitung in zwei Jahren voll armortisiert. Und die Anlage würde wahrscheinlich noch aus einem Infrastrukturtopf der EU finanziert. Statt dessen werden Jahr für Jahr abertausende Euro rausgeblasen, ohne wirtschaftlich zu denken. Wenn das mal nicht symptomatisch für das griechische Selbstverständnis ist. Warum also nachdenken?

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Paul Banaschak

also ich habe immer noch nicht kapiert, warum Chalki oder GR ohne EUR nicht besser dran wäre

dieser Text hat jedenfalls nicht ein bisschen dazu erklärt.

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Derk Hunne
Derk Hunne (D.H.H) - 13.06.2012 16:16 Uhr

Das Non-Sequitur des Tages!

"Die kleine griechische Insel braucht den Euro, weil sie kein eigenes Wasser hat."

Aha. Das heißt, die Insel hat sich erst mit Euro-Einführung aus dem Meer erhoben? Oder man hat zu Drachmenzeiten dort kein Wasser getrunken?

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Dietmar Fuernschlief

Man stelle sich vor ...

... ein Vater steht am sicheren Ufer und sieht zu, wie sein Kind im Wasser zu ertrinken droht. Der Vater, der meint streng sein zu muessen, springt jedoch nicht ins Wasser, um sein Kind zu retten, sondern ruft ihm zu: Wie oft hab' ich Dir's gesagt, wie man richtig schwimmt. So tu's doch endlich!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.06.2012 16:37 Uhr
Derk Hunne
Derk Hunne (D.H.H) - 13.06.2012 16:37 Uhr

Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich

Danke Ralf Becker für das Geraderücken des reichlich schiefen Bildes von Herrn Fuernschlief...

Oder um in dessen Schwimmerszenario zu bleiben:

Man stelle sich vor, die ganze Familie besteht aus Leistungsschwimmern und beschließt, den Ärmelkanal nonstop zu durchschwimmen. Einige kommen gut voran, viele keuchen ein wenig, manche können kaum noch und ein Sohn ist bereits am Ertrinken - aber den Versuch abzubrechen oder wenigstens den ertrinkenden Sohn auf ein rettendes Schiff zu bugsieren lehnen alle lauthals ab, weil man unbedingt auf die andere Seite kommen will.

... und dabei ist noch nicht mal berücksichtigt, dass nicht die Länder sondern die Regierungen und die Eurokratie den Eurowahn weiter beibehalten wollen. Eigentlich sind es also die Manager der Familienmitglieder auf dem trockenen Land die verlangen, dass die prustenden Schwimmer weitermachen sollen, da erstere um ihre Provisionen fürchten, wenn das Debakel beendet wird...

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Dietmar Fuernschlief

Verlorenes Taschengeld ist nicht verlorenes Leben

Die Eltern waeren wohl dumm, wenn sie nicht aus der Erfahrung lernen wuerden, sondern ihrem Kind weiterhin bedenkenlos Taschengeld geben wuerden. Aber ueberhaupt kein Taschengeld mehr zu geben, waere wohl die falsche Konsequenz. Wie sollte das Kind jemals lernen, besser mit dem Taschengeld umzugehen, wenn es keines mehr bekommgt?

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Holger Baade

Nicht der Euro löst die Probleme auf Chalki, sondern die Drachme.

Auch wenn die Chalkis erst einmal durch das Nadelöhr alte/neue Währung mit allen mutmaßlichen Turbulenzen durch müssen, es kann nur besser werden.

Mehr Touristen erwärmen sich vielleicht wieder für die Idylle, weil der Urlaub deutlich preiswerter wird, in der Landeswährung würden die Kosten für Treibstoff und Wasser wieder erschwinglich, die auf das kostbare Nass angewiesene Landwirtschaft könnte entstehen (wachsen und weitere Einnahmen generieren). Kurzum: Wagen statt zagen - viel Glück.

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Peter Ramsauer

Bitte wenden Sie sich an den Reeder Ihres Vertrauens!

Gerüchten zufolge müssen griechische Reeder nicht am Hungertuch nagen. Vielleicht lässt sich ja das ein oder andere Schiff samt Treibstoff requirieren?

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Andreas Tepe
Andreas Tepe (NetFox) - 13.06.2012 00:28 Uhr

Unabhängig vom menschlichen Verlust

... warum siedeln mehr Menschen auf einer Insel als mit dem verfügbaren Wasser versorgt werden können? Ich finde das ökologisch bedenklich und aus wirtschaftlicher Sich dekadent.

Die Leute, die jetzt da wohnen können natürlich nichts dafür. Die sind dahingezogen, weil es so war, wie es war und man nicht geglaubt hat, die Dinge würden sich jemals ändern.

Hier hat offenbar die Verwaltung die für diese Insel verantwortlich ist, vor vielen Jahren Versagt. Die Leute dort werden dann auf kurz oder lang unter der damaligen Verantwortungslosigkeit zu leiden und wegzuziehen haben.

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Angelika  King
Angelika King (AIKing) - 12.06.2012 23:51 Uhr

Chalki, gibt es diese Insel wirklich?

Habe versucht Chalki zu googeln. Nicht gefunden. Dafür aber andere tolle Plätze, richtig schöne Häfen mit Yachten usw. gefunden. Die Griechen haben ein tolles Land, und wenn jemand 100 Russen an einem Mittag als Gäste hat, hat er auch Geld zum Steuern zahlen, um dann auch Wasser auf der Insel zu haben. Also, macht was aus Eurem tollen Land und hört auf, von der Hand in den Mund zu leben, ihr Griechen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.06.2012 22:03 Uhr
Angelika  King
Angelika King (AIKing) - 14.06.2012 22:03 Uhr

@MICHAEL MÚLLER

Vielen Dank Herr Müller! Ich bin aber auch wirklich zu doof zum googeln, gell.
Also, wenn ich googel, dann meine ich Google Earth - da finden Sie Chalki nicht, wohl aber Halki. Wenn Sie Halki gefunden haben, werden Sie merken wie unbedeutend klein diese Insel ist. Und wenn Sie darüber nachdenken, warum da überhaupt jemand lebt, dann kommen Sie vielleicht drauf, dass man nur aus einem Grund dort lebt, um nämlich als wohlhabender Grieche dem Touristentrubel (mit dem man sein Geld verdient, fúr das man keine Steuern zahlt) von Rhodos zu entgehen.
Auf Ibiza hatte man schon in den 70ern Entsalzungsanlagen - auch ohne EU-Gelder!

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Michael Müller

Vielleicht probieren Sie es nochmal

Bei mir klappt das problemlos. Einfach "Chalki" in Google eingeben und auf die Lupe / Suche klicken. Gibt es dutzende Reiseberichte und -angebote und an dritter Stelle der Link zum Wikipediaeintrag. Ansonsten vielleicht einfach zurüchhaltender sein.

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Jahrgang 1973, politischer Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Istanbul.

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