Die russische Journalistin und Regimekritikerin Anna Politkowskaja ist in Moskau ermordet worden. Eine Nachbarin habe sie am Samstagnachmittag im Lift ihres Wohnhauses erschossen aufgefunden, meldete die Nachrichtenagentur Interfax. Die Polizei habe eine Pistole vom Typ PM und vier Geschoßhülsen sichergestellt.
Die 1958 geborene Journalistin hatte sich durch ihre kritischen Reportagen über den Tschetschenien-Krieg weltweit einen Namen gemacht. Politkowskaja schrieb vor allem für die kleine regierungskritische Zeitung „Nowaja Gaseta“ in Moskau. Im Januar 2005 wurde sie in Schweden gemeinsam mit zwei weiteren russischen Menschenrechtsaktivisten für ihren Einsatz zur Förderung der Demokratie in Tschetschenien mit dem Olof-Palme-Preis ausgezeichnet.
Vom Geheimdienst vergiftet?
Politkowskaja zählte zu den prominentesten russischen Journalisten. Sie berichtete seit 1999 über den Konflikt in Tschetschenien. Unter anderem schrieb sie ein Buch über Präsident Wladimir Putin und dessen Vorgehen in der Kaukasusrepublik. Dabei dokumentierte sie zahlreiche Fälle von Mißhandlung der Zivilbevölkerung durch Regierungssoldaten. Im Oktober 2002 war sie eine von wenigen Personen, die während der Geiselnahme in einem Moskauer Theater das Gebäude betrat und versuchte, mit den tschetschenischen Extremisten zu verhandeln.
Nach einem Flug von Moskau nach Südrußland während der Geiselnahme in einer Schule in Beslan 2004 erkrankte sie schwer an Vergiftungssymptomen. An Bord hatte sie Tee getrunken. Kollegen vermuteten damals, daß sie umgebracht werden sollte.
„Wann immer die Frage aufkam, ob es in Rußland ehrlichen Journalismus gibt, wurde fast jedes Mal zuerst der Name Politkowskaja genannt“, sagte Oleg Panfilow, Direktor des Zentrums für Journalismus in Extremsituationen mit Sitz in Moskau. Politkowskaja habe häufig Drohungen erhalten. Vor einigen Monaten hätten unbekannte Angreifer erfolglos versucht, in ein Auto einzudringen, in dem ihre Tochter Vera am Steuer saß. 2001 flüchtete Politkowskaja für mehrere Monate nach Wien, weil sie per E-Mail Drohungen erhalten hatte, wonach ein russischer Polizist sich an ihr rächen wolle. Sie hatte ihn beschuldigt, Gräueltaten gegen Zivilpersonen begangen zu haben. Der Polizist wurde 2002 festgenommen, ein Jahr darauf wurde der Fall eingestellt.
erst KGB dann President
Peter Neises (XGROBMOTORIKERX1)
- 07.10.2006, 20:31 Uhr
Jetzt zeigt sich ob Putin ehrlich ist
Peter Scherer (schererpeter)
- 07.10.2006, 20:47 Uhr
Frau Polikowskaja durfte pubizieren
A. Ro-Nori (Steuerzahler)
- 08.10.2006, 02:22 Uhr
democRUSSIA
Giorgi Beriashvili (jiorjio)
- 08.10.2006, 05:39 Uhr
heute ist putin's Geburtstag...URA,URA,URA!!!
Giorgi Beriashvili (jiorjio)
- 08.10.2006, 06:14 Uhr
