02.06.2012 · Vor kurzem schien es, als wolle Moskau seine Syrien-Politik vorsichtig revidieren - doch die Blitzbesuche Putins in Berlin und Paris bestätigten diese Hoffnung nicht. Der Präsident stärkt Assad weiter, um seine Interessen zu wahren. Das könnte auch schiefgehen. Eine Analyse
Von Michael LudwigRichtlinien für Lesermeinungen
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Die Sowjetunion flog aus Afgahnistan hinaus, Russland wird seinen syrischen Marinehafen verlieren.
Welche Kräfte auch immer am Werk sind, Putin wird sie nicht
aufhalten können. Wenn er Assad einen gefallen tun will bietet er
ihm Asyl an. Ich wage die Prognose das in weniger als einem Jahr ist
Assads Regierungszeit Geschichte ist.
Russland sollte in Griechenland nach Liegeplätzen fragen. Die
Russen haben Öl und Gas die Griechen kein Geld so das man ins
Geschäft kommen könnte.
Putin ist die einzige Hoffnung Europas
Putin ist der einzige Lieder in Europa der unabhängig von der USA
ist .überall wo die USA haben sich eingemischt -war es für
Europa schlecht. Kosovo;Afghanistan, Irak. Europa hat auf dies Seite der
USA gekämpft - und hat viele eigene Soldaten verloren. Diese Leute
haben mit eigenes Blut bezahlt nicht für Demokratie ;sondern
für globale strategische Interessen der USA.
bis wann wir Europäern werden noch eine Rolle der amerikanische
Pudel Spielen ?
Ich hoffe
und ich glaube, die Europäer werden einsehen, daß sie eine
große Zukunft nur
mit Rußland haben.
Westeuropa mit seinen slavischen Verwandten gemeinsam werden es schaffen.
Ohne Moskauer Hilfe waer schon Assads Vater gar nicht an die Macht gekommen,
aber auch Nasser und Gaddafi nicht! Ohne Moskaus Handeln in der Welt haetten wir eine Friedlichere Welt.
Wir können dankbar sein,daß Putin nicht in den emotional geprägten wir müssen Arabien demokratisieren Wahn einlenkt. Er hat Recht mit seiner Frage, ob es den im Irak oder in Lybien besser geworden sei,seit der Westen die dortigen Verhältnisse weggebombt hat.Im Irak gibt es keine christlichen Gemeinden mehr.Sie wurden umgebracht oder bestenfalls vertrieben.In Ägypten ist ähnliches im Gange gegen die ältesten Kirchengemeinden, der Kopten.In Lybien wurde als erstes die Vielehe wieder eingeführt.Für Syrien sei festgestellt, daß das Regime sicher kein Kindergeburtstag ist.Jedoch werden seit Jahrzehnten die Rechte der Minderheiten,wie der Christen,Aleviten,Schiiten und Kurden,geschützt.Was mit denen geschieht,wenn eine überhaupt nicht erkennbare sogenannte Opposition an die Macht gelangt,kann man erahnen.Wenn man genau hinhört, was diese "Opposition" so verlautbaren läßt,ist eher mit Massakern zu rechnen.Vor allem aber mit einem blutigen Bürgerkrieg nach Assad. Weiter so Putin!
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.06.2012 19:47 UhrWer vom Assadregime profitiert hat sollte die Koffer packen.
Sie können ja schon mal ein Zimmer frei räumen.
Der UN-Sicherheitsrat hat die syrische Armee nicht für das Massaker
in Hula verantwortlich gemacht! Der NATO-US-Block hat die syrische Armee
dafür verantwortlich gemacht. Der Sicherheitsrat hat
"lediglich" das Massaker verurteilt.
Erst wurde uns erzählt, dass über 100 Zivilisten durch
Granatbeschuss getötet worden sind. Bei genauerem hinsehen hat man
nun festgestellt, dass der Großteil duch schiere Metzelei
gestorben ist. Die Frage der Urheberschaft wurde noch nicht im Ansatz
beantwortet!
Man muss Herr Putin auf jeden Fall bescheinigen, dass er mit der
Reaktion richtiger lag als seine westlichen Kollegen, die mit voller
Medienpräsenz die syrische Armee auf Grund einer Falschmeldung
verurteilt haben.
Einfach danach googeln
Schabiha (arabisch شبيحة, DMG šabīḥa) oder auch Schabiha-Milizen ist die lokale syrische Bezeichnung für irreguläre, bewaffnete Gruppen zweier Cousins des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, die in einer Grauzone zwischen staatlich tolerierter Bandenkriminalität und Terror im Namen des Regimes operieren soll.
? ? ?
Welche Agentur hat Ihnen denn DAS in die Ohren geblasen?
Die dafür verantwortlichen Milizen unterstehen dem Geheimdienst
und werden vom Bruder Assads kommandiert. Die Armee hat das Dorf sturmreif geschossen und die Miliz hat dann die Drecksarbeit erledigt. Das ist seit der Antike die bewährte Vorgehensweise von Diktaturen, um aufmüpfige Bürger zu disziplinieren.
Russland steht auf der falschen Seite der Geschichte
Nach Südamerika und Osteuropa hat der Siegeszug der Demokratie nun
endlich auch den Nahen Osten erreicht. Die Menschen dort verlangen
für ihre Länder das, was im Rest der Welt inzwischen
selbstverständlich ist.
Und wie vor einigen Jahrzehnten die USA in Südamerika setzt
Russland im Nahen Osten auf brutale Diktatoren, die sich mit allen
Mitteln an der Macht halten wollen.
Doch am Ende werden die Syrer wie schon die Tunesier, Ägypter und
Libyer vor ihnen den Diktator und seine Clique verjagen. Assad kann zwar
weitere Tausende von Menschen verhaften, foltern und ermorden lassen,
aber am Ende werden immer mehr Syrer, zumindest die, die nicht seiner
Sekte angehören, zur Opposition überlaufen und seinem Regime
ein Ende bereiten.
Russland wird dann vor einem Scherbenhaufen stehen und im Nahen Osten
gar keine Freunde (und Marinestützpunkte) mehr haben.
Wie Gorbatschow, der Gott sei Dank die Zeichen der Zeit erkannt hatte,
sagte: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben ...
der Siegeszug der Demokratie
oh ja, die Demokratie hat sich überall in Nahen Osten etabliert -
ob in Libyen - wo die "revolutionäre" ihre Gegnern
foltern und toten , oder in Irak , der hat sich gerade nach Religion-
Linien aufgeteilt.
aber die führende Demokratie dieses Region - ist bestimmt Saudi
Arabien - wo Frauen sind segregiert und andere Religionen haben nicht zu
suchen. diese "demokratische" Land versucht weiter mit Hilfe
der USA seine Ordnung so weit wie möglich zu etablieren.
Bei aller Sympathie für die Aufständischen
denen geht es nicht um Demokratie, sondern darum, die Dominanz einer Minderheit zu beenden, die sie zu Menschen zweiter Klasse degradiert.
Das, was wir in Syrien erleben, ist kein "Siegeszug der Demokratie",
sondern schlicht ein bewaffneter Umsturzversuch. Was daraus wird, sofern er gelingt, steht in den Sternen.
Die humanitären Aspekte bei der Syrien-Frage sind vorgeschoben.
Russland geht es unter anderem um seinen Militärstützpunkt,
seine (auch Waffen-) Handelsbeziehungen und strategische Aspekte.
Der Westen dagegen will den Iran-Komplizen, Nahost-Destabilisierer und
Hisbollah-Aufrüster Assad lahmlegen, auch im Interesse Israels. Und
natürlich Russland seinen Stützpunkt nehmen.
Den Aleviten und Christen Syriens drohen bei Machtübernahme der
islamistisch-sunnitischen Akteure des "Widerstands" Massaker,
zumindest Enteignung und Vertreibung.
Ohne UN-Resolution ist kein legales Handeln möglich. Und selbst mit
Resolution käme es nach einem aufwendigen und blutigen Einsatz
(Assad ist besser gerüstet als Gaddafi) am Ende zu einer
islamistischen Machtübernahme, was für die vielen
Nicht-Sunniten des Landes eine Katastrophe und für Israel keine
Verbesserung seiner Sicherheitslage wäre.
Für Deutschland -- Finger weg von Syrien
Laut Herrn Kissinger spielt Europa keine ROLLE mehr, der Nahosten war
nur die Tankstelle des Kalten Krieges, der ohne einen Schuss endete.
Heute wurde bekannt gegeben, dass 60 % der Navy in den Westpazific
beordert werden wird. The Great Game hat nun erneut begonnen, Neue
Figuren, neues Spiel.
Die Position Syriens hat in dem Feldzug der "failed states"
eine Schlüsselrolle, wer sie knackt, dem stehen nicht nur ein Weg
frei, mehrere.
Dass nächste Treffen von Herrn Putin und Frau Merkel im Oktober
findet in Kasan statt, göttlich die Auswahl, in Paris wurde nur
gereicht, Kaltschale und ein Kejsebrötchen.
So langsam wird das Bild klar und deutlich, Realpolitik, es werden
einige aufpassen müssen, an Deck zu bleiben.
zum Grusse
DER ALTE THEODORE ROOSEVELT
hat sich im Jahre 1905 (!) zu der Bemerkung hinreißen lassen:
" Die Deutschen werden an
ihrer Geografie ersticken. Dann werden sie ein williges Hilfsvolk
für uns sein."
Inzwischen haben sich größere Teile Europas zu willigen
Helfern der USA entwickelt.
Das tut nicht mehr gut.
Eine schrittweise Fusion Europas und Rußlands verspricht von allen
Fakten und Gegebenheiten
her eine bessere Zukunft.
Wenn man Assad isolieren will muß man auch seine Helfer isolieren.
Alles andere ist gober Unfug. Für Deutschland heißt das:
Erdgas in Norwegen kaufen und ein Gasterminal in zb Wilhelmshafen bauen.
Bei der nächsten russischen Waffenlieferung an Syrien den Gashahn
für Gazprom zudrehen. Putin darf gerne Geschäfte mit Assad
machen, ich habe überhaupt nichts dagegen. Ich mache nur keine mehr
mit der Russland-AG.
Zugegeben der französische Präsident hat es da leichter mit
EDF, Gaz de France und Total im Rücken.
o je, o je
Wenn Sie mit derart "Moral" politisieren, dann sind Sie, ich
meine das strikt aufs politische
bezogen: Ein armer Wicht.
Kleine Gedankenstütze... Rußland als Gegenpol
Rußland hat nämlich Recht, mit dem was sie da so tun. Damit
ist zwar auch nicht direkt geholfen, aber hier wird wenigstens kein
Öl ins Feuer gegossen. Der Westen destabilisiert in den Nahen Osten
immer mehr und Syrien scheint hier ein neues Ziel zu sein. So lange
Rußland hier mit China einen starken Gegenpol darstellen, kann man
nicht in Syrien intervenieren. Zwar wird immer wieder versucht die
humanitäre Karte auszuspielen und fast hätte es auch
funktioniert... Keiner kann Beweisen, dass der Westen heimlich die
Rebellen in Syrien mit Waffen unterstützt, aber es komplett
ablehnen, kann auch niemand.
Syrien ist immer noch ein souveräner Staat und Fakt ist, das sich
ein Teil der syrischen Armee den Aufständigen angeschlossen haben.
Als souveräner Staat hat Assad ein Recht dies intern selber zu
klären. Wenn jetzt aber die Rebellen vom Westen unterstützt
werden. Dann ist der Bürgerkrieg quasi schon vorprogrammiert und
eine Farce.
Putin warnte in Berlin vor einer "emotionalen Politik". Was bleibt dann? DER VERSTAND!! Gott sei
Dank!!!!!!
"Deutschland weist syrischen Botschafter aus."
Dann muss Deutschland konsequenterweise auch alle syrischen Islamisten ausweisen
bzw. Vorkehrungen treffen, dass syrischen
Oppositionellen,(=Islamisten), in D kein Asyl
gewaehrt wird.--
Vor ein paar Tagen war hier in I auf TG5 eine Sendung, live aus Hula, Syrien.
Die italienische Reporterin besuchte "Fluechtlinge" in ihrer
neuen Bleibe, eine Wohnung
mit Designerkueche im christlichen Viertel der Stadt. Christen gibt es
in Hula keine mehr.
Warum das christl. Viertel von den Christen verlassen wurde und jetzt
"neu besiedelt" wird,
darueber verlor die Reporterin kein Wort.
Die von der ital. Reporterin interviewten "Fluechtlinge"
hatten sich in ihrer neuen Bleibe sehr
haeuslich eingerichtet, vermutlich auf Dauer.
Diese kalte Enteignung+Neu-Inbesitznahme christlichen Eigentums schien
der Italienerin
die normalste Sache der Welt.
Dass es sich bei den verschwundenen Christen ebenfallls um Fluechtlinge
handelt, geschenkt
Die Kernaussage des Artikels ist richtig: "Eine solche Intervention
wäre ....... wegen der komplizierten ethnischen und religiösen
Struktur........ riskant." Hinzu kommt, dass die Deutsch-Russischen
Beziehungen wichtiger sind, als die Teilnahme an einem
Inventionsabenteuer ohne Kenntnis der Folgen.
Keiner weis, ob man nicht vom Regen in die Traufe kommt. Deshalb sollte
sich Deutschland dort heraushalten. Obama sollte das verstehen!
Verstehen
werden das Obamas Agenturen schon, aber keinesfalls akzeptieren.
Ein wirksames innenpolitisches Instrument ist ein starkes Auftreten nach Aussen. Da kann Putin zeigen, dass er ein gewaltiges Russland vertritt. Wie wirkt es aber, wenn er den übrigen Vertretern des Uno-Sicherheitsrats nachzugeben scheint? Hat er eine Möglichkeit, dass er dort die Führung übernimmt oder diesen Eindruck erweckt? Vielleicht durch bilaterale Verhandlungen mit allen übrigen Mitgliedern. Hat er da angefangen?
Warum sollte Russland die USA vor dem Gesichtsverlust bewahren?
Die US-Invasion Syriens mit türkischen Hilfstruppen kann nicht
stattfinden, solange Russland dem Land die Stange hält.
Russland allein könnte es zwar nicht verhindern, wohl aber im
Verein mit der ersten Weltwirtschaftsmacht China.
Und China muss Russland Rückendeckung geben, will es nicht seinen
wichtigsten Verbündeten Russland verlieren. Damit die USA nicht
eines Tages auf die Idee kommen, auch die chinesische Handelskonkurrenz
mit Gewalt zu beseitigen.
Ein erfolgreicher Widerstand Syriens - und des Irans, denn um den geht
es dabei auch immer - wiederum könnte Nachahmer auf den Plan rufen,
ihr Öl oder andere wertvolle Rohstoffe nicht mehr gegen
Dollar-Toilettenpapier zu tauschen.
Den USA droht ein Gesichtsverlust.
Und ihnen und ihrem US-Dollar ein Domino-Effekt.
Aber warum sollte Russland die USA vor dem Gesichtsverlust bewahren?
Denn die USA drohen das gesamte Abendland herunterzureissen.
Aber ohne sie ist noch nicht alles verloren.
Ob das Chaos, welches die Amerikaner regelmäßig im nahen Osten anrichten beispielgebend ...
... sein sollte, darf auch gefragt werden. Daß die Amerikaner auch
ganz besonders eigenen Interessen und evtl. noch denen Israels folgen
steht außer Frage. Beide haben großes Interesse an einem
unstabilen Nahen Osten. Menschenrechte sind für die Amerikaner
jedenfalls keine besondere Motivation und Stabilität, die den
Menschen wirklich nützen würde, um endlich wirtschaftlichen
Aufschwung zu generieren, will man eher nicht. Die Frage des Herrn
Putin: "Ob denn die Lage im Irak oder in Libyen nach Interventionen
und dem Sturz der Diktatoren besser geworden sei?" ist logisch und
man kann durchaus den Eindruck gewinnen, daß er auch die
verworrenen Interessen der Opposition in Syrien besser übersieht
als die Amerikaner. Und was die Amerikaner unter Menschenrechten
verstehen, konnte man überdeutlich in Guantanamo sehen. Weder
wirtschaftlich noch strategisch kann man die Amerikaner derzeit ernst nehmen.
Wer kann man ernst nehmen
Nennen Sie mir Bitte ein Politiker die man ernst nehmen kann. In Europa (mit sein Euro Theater) erstens mal KEINER.
Genau das Gegenteil --
man sollte sie sehr ernst nehmen. Die Fäden werden langsam,
unmerklich gezogen, erst wenn es zu spät ist, gibt sich das
Gespinst zu erkennen.
zum Grusse
Michael Ludwig Jahrgang 1948, politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.
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