http://www.faz.net/-gpf-8kfji

Jemen : Tote bei Luftangriff auf Krankenhaus

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Vor allem die Zivilbevölkerung leidet unter dem Bürgerkrieg im Jemen. Am Samstag sorgte ein Luftangriff auf eine Schule für Entsetzen, jetzt ist es ein Krankenhaus.

          Bei einem Luftangriff auf ein Krankenhaus im Jemen sind nach einer Mitteilung der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen mindestens elf Menschen getötet worden. 19 wurden diesen Angaben nach verletzt. Der Gesundheitsdirektor Aiman Madkur der Provinz Hadscha hatte am Montag der Deutschen Presse-Agentur mitgeteilt, 15 Menschen seien getötet und 25 seien verletzt worden.

          Bei der Klinik handele es sich um eine von der Hilfsorganisation unterstützte Einrichtung in Abs in der nördlichen Provinz. Alle Opfer seien Zivilisten, darunter viele Frauen und Kinder. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International verurteilte den Angriff scharf.

          Der Luftangriff sei von der Militärallianz unter Führung Saudi-Arabiens ausgeführt worden, sagte Madkur. Die Region werde von den Huthi-Rebellen kontrolliert, gegen die das Bündnis militärisch vorgeht.

          Das saudisch geführte Militärbündnis unterstützt seit März vergangenen Jahres den international anerkannten jemenitischen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi mit Luftangriffen im Kampf gegen die Rebellen. Erst am Samstag waren beim Angriff auf eine Schule in der Nachbarprovinz Saada mindestens zehn Kinder getötet worden.

          Flughafen soll geöffnet werden

          Der seit Anfang 2014 andauernde Konflikt im Jemen verschärft sich, seit die Friedensgespräche zwischen Hadis Regierung und den Rebellen am 6. August abgebrochen wurden. Allerdings will die Militärkoalition nach eigenen Angaben wieder den Anfang August geschlossenen Flughafen in der Hauptstadt Sanaa für Hilfslieferungen öffnen. Hilfsorganisationen hatten die Schließung kritisiert, dadurch sei das Leben von Millionen Menschen bedroht.

          Der Jemen im Süden der Arabischen Halbinsel gehört zu den ärmsten Ländern der arabischen Welt. Vier Fünftel der gut 26 Millionen Einwohner sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Millionen sind ohne sauberes Trinkwasser und ausreichende medizinische Versorgung.

          Weitere Themen

          Der Kampf an der zweiten Front

          Krieg im Jemen : Der Kampf an der zweiten Front

          In der jemenitischen Küstenstadt Mukalla ringt der Gouverneur um Normalität – damit die Terrororganisation Al Qaida nicht zurückkehrt. Hilfe kommt aus Abu Dhabi. Doch westliche Diplomaten betrachten die mit Skepsis.

          Mukalla nach Al Qaida Video-Seite öffnen

          Jemen : Mukalla nach Al Qaida

          Die jemenitische Stadt profitiert massiv von den Hilfen der Vereinigten Arabischen Emiraten. Sowohl wirtschaftlich als auch im Kampf gegen den Terror.

          Mukalla nach Al Qaida Video-Seite öffnen

          Jemen : Mukalla nach Al Qaida

          Die jemenitische Stadt profitiert massiv von den Hilfen der Vereinigten Arabischen Emiraten. Sowohl wirtschaftlich als auch im Kampf gegen den Terror.

          Topmeldungen

          Omarosa vs. Trump : Job gegen Schweigen?

          Das Trump-Team habe ihr einen hoch dotierten Job angeboten, um sie zum Schweigen zu bringen, behauptet Trumps frühere Mitarbeiterin Manigault Newman in einem Buch. Jetzt hat sie einen Mitschnitt veröffentlicht, der das zu belegen scheint.
          Folgen des extrem dürren Sommers: das ausgetrocknete Rheinufer in Düsseldorf

          Klimaforscher über Sommerhitze : „Es gibt im Moment keinen Klimaschutz“

          Deutschland ist beim Klimaschutz nicht mehr glaubwürdig, sagt Klimaforscher Mojib Latif. Im Interview erklärt er, warum die Politik das Geschäft „mit den dicken Autos“ nicht gefährden will – und wie sie die Klimaziele doch noch erreichen kann.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.