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Kosovo Kfor will Straßensperre in Mitrovica nicht räumen

Die internationale Kosovo-Truppe weicht einer weiteren gewaltsamen Konfrontation im Norden des Landes aus. Laut Angaben des deutschen Kommandeurs Erhard Drews wird die letzte verbliebene Blockade der Kosovo-Serben nicht geräumt.

© REUTERS Vergrößern Barrikadenräumung bei Mitrovica: Ein Hubschrauber fliegt Anfang Juni über einen ungarischen Kfor-Soldaten hinweg.

Die internationale Kosovo-Schutztruppe Kfor lässt die letzte noch verbliebene Straßenbarrikade der Kosovo-Serben in der Stadt Mitrovica stehen. „Wir können sie mit Gewalt beseitigen, doch würde das von denen, die sie errichtet haben, nicht gut aufgefasst“, sagte der deutsche Kfor-Kommandeur Generalmajor Erhard Drews nach Medienberichten am Donnerstag bei einem Besuch der Stadt. In den Köpfen würde sich nichts ändern, sagte Drews, mit Blick auf die Demonstranten.

Die Serben blockieren die Brücke über den Fluss Ibar seit Monaten mit Schutt und Beton. Sie verbindet den serbischen dominierten Norden vom mehrheitlich albanischen Süden der Stadt. Seit dem Beginn neuer Unruhen im Nordkosovo im Juli vergangenen Jahres haben die nördlich des Ibar ansässigen Serben, die die Unabhängigkeit des mehrheitlich albanisch bevölkerten Kosovo von Serbien nicht anerkennen wollen, immer wieder und an zahlreichen Orten Straßenblockaden errichtet. Da der Kfor die Aufgabe zufällt, die volle Bewegungsfreiheit im Nordkosovo durchzusetzen, hatte die Schutztruppe zuletzt gewaltsam die Blockaden beseitigt. Dabei waren vor der Ortschaft Rudare, nördlich von Mitrovica, Anfang Juni zwei deutsche Soldaten angeschossen worden.

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Die mächtige Opposition im Kosovo-Parlament hat derweil den von der EU angestrebten politischen Dialog zwischen Prishtina und Belgrad abgelehnt. Darüber solle ein Referendum abgehalten werden, das eine klare Ablehnung ergeben werde, verlangte Oppositionsführer Isa Mustafa am Donnerstagabend im lokalen Fernsehen in Prishtina. Auch die oppositionelle Partei Vetevendosje lehnt solche Verhandlungen mit Serbien ab. Die EU-Außenbeauftragte will im Oktober Spitzenpolitiker Serbiens und des Kosovos an einen Tisch bringen, um die Dauerkrise zu lösen.

Quelle: FAZ.net/lohe/dpa

 
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