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Kosovo Bundeswehr entsendet schnelle Eingreiftruppe

 ·  Deutsche Soldaten werden abermals ins Kosovo entsandt, um die Lage im Norden des Landes zu stabilisieren. Die Kosovotruppe (Kfor) aktivierte am Donnerstag das deutsch-österreichische Reservebataillon.

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Deutsche Soldaten werden angesichts der instabilen Situation im Nordkosovo abermals die Kfor-Truppe verstärken. Das zuständige Nato-Kommando in Neapel erteilte am Donnerstagabend dem Reservebataillon, das aus Deutschen und Österreichern besteht, einen entsprechenden Vorbefehl. Als Begründung für den mittlerweile dritten Einsatz des Bataillons nannte der deutsche Kommandeur der Kosovotruppe (Kfor) Generalmajor Eberhard Drews die nach wie vor instabile Situation im Norden des Landes.

Es bestehe weiterhin „Potential für eine weitere Lageverschlechterung“, heißt es in einer Mitteilung des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam. In den vergangenen dreizehn Monaten ist es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen den Kosovo-Serben, die die Unabhängigkeit des Landes ablehnen, und der Kosovotruppe (KFOR) gekommen. Dabei sind zahlreiche Kfor-Soldaten verletzt worden.

Das deutsch-österreichische Bataillon umfasst über 700 Soldaten, das Gros davon sind Bundeswehrangehörige. Sie sollen das gegenwärtig im Einsatz befindliche italienische Bataillon ablösen und bis mindestens 15. Dezember 2012 vor Ort bleiben können. Trotz der Präsenz von rund 5600 Soldaten ist es der Kfor bislang nicht gelungen, sämtliche Straßensperren im Norden des Landes zu beseitigen.

Zuletzt hatte der scheidende Kommandeur Drews die Räumung einer Blockade in der Stadt Mitrovica abgelehnt, um eine weitere Eskalation zu vermeiden. Am 7. September übergibt Drews das Kommando der Kfor an den deutschen Generalmajor Volker Halbauer. Aktuell sind 740 Bundeswehrsoldaten im Land eingesetzt.

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Von Klaus-Dieter Frankenberger

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