Home
http://www.faz.net/-gq5-pyan
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Kosovo Attentat auf Rugova

15.03.2005 ·  Kurz vor einem Treffen mit dem EU-Außenbeauftragten Solana ist in Prishtina auf den Präsidenten des Kosovo ein Anschlag verübt worden. Bei einer Explosion nahe seiner Auto-Kolonne blieb Rugova aber unverletzt.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Der Konvoi des Präsidenten der serbischen Provinz Kosovo, Ibrahim Rugova, ist am Dienstag Polizeiangaben zufolge im Zentrum der Hauptstadt Prishtina von einer Explosion erfaßt worden.

Nach unbestätigten Angaben wurde Rugovas Auto beschädigt, er selbst blieb aber unverletzt. Ein Passant sei jedoch verwundet worden, teilte die Polizei mit.

Rogova wechselte das Auto

Der Sprengsatz, versteckt in einem Müllcontainer, explodierte gegen 8.20 Uhr nahe des Regierungsgebäudes, als Rugovas Kolonne gerade vorbeifuhr. Ein Augenzeuge beobachtete, daß der Präsident anschließend das Fahrzeug wechselte.

Durch die Explosion seien auch Fensterscheiben an den nächstgelegenen Gebäuden zu Bruch gegangen, teilte die Polizei mit.

Treffen mit Solana

Rugova sei auf dem Weg zu einem Treffen mit dem außenpolitische Koordinator der Europäischen Union (EU), Javier Solana, gewesen, hieß es weiter. Solana war am Vorabend im Kosovo eingetroffen. Das Kosovo gehört zur Republik Serbien, das mit Montenegro die Nachfolge des zerfallenen Jugoslawien bildet.

Die Provinz steht allerdings seit dem Kosovo-Krieg 1998/99, in dem Serben massiv gegen die albanische Bevölkerung vorgingen, unter Verwaltung der Vereinten Nationen (UN) und wird von Nato-Truppen gesichert. Die Kosovo-Albaner streben nach der Unabhängigkeit der Provinz.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Reuters/dpa/AP
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Von dir die Fregatte, von mir die Drohne

Von Thomas Gutschker

Verteidigung ist eine nationale Angelegenheit? Die Wirklichkeit hat sich längst geändert. Die Armeen der Nato-Partner müssen zusammenarbeiten. Kein Land ist mehr autark. Mehr