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Kongo Verletzte bei Protesten in Kinshasa

11.07.2006 ·  Wenige Wochen vor der Wahl ist es in der Hauptstadt Kongos zu gewaltsamen Protesten gekommen. Präsidentschaftskandidaten fürchten einen Wahlbetrug. Seit gestern sind deutsche Soldaten zur Absicherung der Wahl vor Ort.

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Bei Protesten gegen den Einsatz von Ersatzwahlscheinen ist es am Dienstag in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Mehrere Protestierer wurden festgenommen. Die Polizisten gingen mit Schlagstöcken gegen die Menge vor, mindestens zwei Demonstranten wurden verletzt.

Ersatzwahlscheine als Reserve

Auf Flugblättern forderten 19 Präsidentschaftskandidaten das Einstampfen von fünf Millionen Ersatzwahlscheinen für die erste freie Wahl in dem Land seit 40 Jahren. Sie befürchten, die Scheine könnten zur Fälschung der Wahl eingesetzt werden. Die Wahlkommission will sie indes für Notfälle in Reserve halten, falls Wahlzettel zerstört werden.

Video: Jung besucht Soldaten im Kongo

Zur Absicherung der Wahl setzt die Bundeswehr 780 Soldaten ein. Sie sind Teil einer aus 2000 Soldaten bestehenden EU-Truppe, deren Einsatz vom Einsatzführungskommando in Potsdam koordiniert wird. Mit der Wahl am 30. Juli soll ein Schlußstrich unter den Bürgerkrieg gezogen werden, bei dem von 1998 bis 2003 rund vier Millionen Menschen ums Leben kamen.

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