27.12.2012 · Mit den neuen Führungen in Japan, China und Südkorea könnte sich das Klima zwischen den drei Ländern endlich verbessern. Doch danach sieht es nicht aus.
Von Peter SturmRichtlinien für Lesermeinungen
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Der Friedensnobelpreis für Ostasien...
... - vielleicht etwas zufällig und an falscher Stelle, aber nichtsdestotrotz ist ihnen damit die vielleicht beste Würdigung zur Vergabe dieses Preises an Europa gelungen, Herr Sturm. Das Beispiel Ostasien zeigt in aller Deutlichkeit, wie weit man es in Europa gebracht hat, über schrecklichste Kriegsgreuel hinweg wieder zu einander zu finden. Davon sind die erwähnten Länder Ostasiens noch meilenweit entfernt und Chinas Halbstarkentum, Südkoreas nur schlecht kaschierte Minderwertigkeitskomplexe und Resentiments gegenüber Japan werden selbst auf mittlere Sicht nur schwer zu überwinden sein. Japan selbst leistet sich eine unfähige Regierung nach der andern und ist eigentlich nur noch durch Toyota, Sony, Nikon oder andere Marken-Leuchtreklamen in der weiten Welt wahrnehmbar. Politisch driftet das Land nun schon seit zwanzig Jahren immer weiter in die Konturlosigkeit. Kein Wunder tippt ihm China vermehrt mal auf die Brust und testet den Widerstand. Zukunftsträchtiger Umgang geht anders.
Man muss sich hier klar machen, dass es gravierende
Mentalitätsunterschiede gibt. In Europa war immer auch der
Austausch von Menschen und Ideen kulturgestaltend, wie auch die
Seefahrerei in alle Welt. Diese Zeiten sind in Ostasien lange vergangen.
Die Gesellschaften sind - auch wenn sie sehr hoch entwickelt sind - in
der Tendenz erznationalistisch, auf Konkurrenz ausgelegt und ja, sie
sind auch xenophob. Auch fehlt das gemeinsame Band einer
Religionsgemeinschaft, wie sie in Europa das Christentum darstellte. An
dessen Stelle steht die "Volksgemeinschaft".
Bei der japanischen Unterhauswahl wurde eine mehr oder minder offen
rechtsradikal ausgerichtete Partei drittstärkste Kraft. Zu dieser
Partei gehört der populäre Ex-Gouverneur von Tokyo, welcher
Rechtsextremisten freie Hand lässt und für die Eskalation im
Inselstreit verantwortlich ist.
In Süd-Korea brach mal eine Massenpanik aus, weil eine afrikanische
Frau in einem Supermarkt aufgetreten ist.
Korrektur
Statt "aufgetreten" meinte ich "aufgetaucht", die Dame hat nicht gesungen oder so.
China will nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch und
militärisch Hegemonialmacht und Großmacht werden.
Seine Vormachtansprüche führen es in Konflikte mit seinen
Nachbarn, die daher ihre Bindungen an die Großmacht USA stärken.
Ähnlichkeiten mit dem Aufstieg des wilhelminischen Deutschland nach
1890 sind auffällig.
Japan muss jetzt bezahlen für die Vergangenheit obwohl schon lange Frieden herrscht
47 Jahre japanische Okkupation in Korea werden nie vergessen werden. Ausserdem wird das Volk mit Propaganda vollgepumpt damit sie koreanische Waren kaufen und keine japanischen ist doch klar. Da ich selber 2 Jahre dort war konnte ich erleben dass ausländische Waren verpönt waren. Wer ausländische Zigaretten rauchte war ein Volksverräter. In China dürfte auch der wirtschaftliche Gedanke vorherrschend sein.