15.06.2012 · Vor 30 Jahren endete der Falklandkrieg. Zum Jahrestag bringen Buenos Aires und London ihren Konflikt vor die UN. Ihre Positionen bleiben wie in Zement gegossen.
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wäre frau kirchner der erwerb der falkland islands ein herzensanliegen, dann würde sie es mit guter nachbarscahft und "wirtschaftlicher durchdringung" versuchen - angesichts der isolierten Lage der inseln: langfristig ein elfmeter ohne tormann ... aber das dauert halt ein paar generationen bis zum ziel (die zeitdauer von einer generation haben die argentinier schon verpasst) und machismo-politiker sind ungeduldig ...
Las Malvinas son Argentinas - por supuesto!
"Englische Seefahrer hatten die Insel vor gut 200 Jahren
entdeckt".
Das darf wirklich nicht so stehen bleiben. Die Malvinen wurden 1504 von
Américo Vespucio entdeckt, kartografiert und mit dem Namen
"Mundus Novus" versehen. In der berühmten Weltkarte von
Martin Waldseemüller aus dem Jahre 1507 firmieren die Malvinen
unter ""Insule delle pulzelle" (Inseln der Jungfrauen).
Die erwähnten Engländer waren die Besatzung des britischen
Kriegsschiffes Clio, die 1833 die Malvinen okkupierten und die
argentinische Verwaltung zwangen die Inseln zu verlassen.
Die Malvinen sind genauso wenig britisch wie Irland, Zypern oder Gibraltar.
Auch Zwerge haben mal klein angefangen @Thomas Mirbach
Vor etwa zehn Jahren lief in argentinischen Kinos der Streifen "Fuckland". Ein junger argentinischer Patriot wollte auf den Malvinen mittels Paarung mit rothaarigen Kelpermädels das demografische Gewicht zugunsten der Argentinier verschieben. Bei der geringen Besiedelung der Malvinen für einen echten Porteñp ein durchaus realistisches Unterfangen.
Auch "Völkchen" haben ein Recht auf Selbstbestimmung...
...sonst müssten Sie mit analoger Argumentation eine etwaiige Annexion Lichtensteins an Österreich oder der Schweiz gegen den Willen der Einwohner als völkerrechtlich legitim einstufen. Von der Atomisierung Jugoslawiens (Kososvo) ganz zu schwiegen.
@Thomas Mirbach
Das Selbstbestimmungsrecht der Völker in Ehren. Aber bei 2,955
Kelpers, die auf den Malvinen den subventionierten britischen Tee
schlürfen, sollte man besser von Völkchen reden.
Das ist gerade einmal ein Sechstel der Kapazität des Boca-Stadions
in Buenos Aires.
Argentinien gehört eigentlich den Coya, Henia und Huarpes
Wenn Sie das Ereignis von 1833 erwähnen, sollten Sie aber das von
1770 nicht vergessen, als spanische Soldaten die Falklands okkupierten
und die dort ansässigen Briten gefangennahmen und vertrieben. Nach
Verhandlungen unter Beteiligung Frankreichs gab Spanien die Falklands
1771 übrigens wieder an Großbritannien zurück. Der
argentinische Anspruch ist nichts weiter als der abgeleitete spanische
Anspruch. Den Briten also "Kolonialismus" vorzuwerfen, ist
daher schon ein wenig drollig.
Die Falkslands sind genausowenig argentinisch wie Peru, Panama oder Kuba.
@bert traudtner
Sie schreiben: "angesichts einer schon zuvor behaupteten britschen
souveränität, die letztlich auch effektiv war"
Was auch immer das bedeuten soll. Fest steht, dass dei Briten 1774 die
Malivinen aufgegeben haben,lediglich ein Gedenktäfelchen
zurücklassend, auf dem ihre künftigen Ansprüche
formuliert waren. Nennen Sie das "effektiv"? ich nenne das
"failed colony".
Völlig richtig, aber...
...es gibt das Rechtsinstitut der Ersitzung und das allgemmein anerkannte Rechtsprinzip der Selbstbestimmung von Völkern (self determination). Auf beides greift Argentinien als Staaträson selber zurück, um einerseits den Ureinwohnern das Land abspenstig zu machen und andererseits die Emanzipation vom Königreich Spanien zu begründen.
... aber heute noch weniger argentinisch
1832/33 waren die falklands aber auch nicht wirklich argentinisch. von
einer effektiven beherrschung der inseln durch argentinien konnte
- angesichts einer verwaltung, die sich nicht einmal gegen
US-amerikanische walfänger durchsetzen konnte,
- angesichts einer kurz zuvor erst angekommenen handvoll siedler (im
übrigen zum teil britischen und deutschen ursprungs) und
- angesichts einer schon zuvor behaupteten britschen
souveränität, die letztlich auch effektiv war,
sicherlich nicht gesprochen werden.
der anspruch agentiniens auf die falklands ist ideologischer natur und
nicht völkerrechtlicher ... und wenn argentinien so konfrontativ
weiter macht, wird es die malvinas nie bekommen ...
Ich war sogar mal auf den Falklands und kann sagen...
...dass ein Streit um diese gottverlassene Eilande der Wahnsinn ist, Öl hin, Öl her. Jeder Tropfen Blut der um sie vergossen wurde ist eine Schande! Sie sehen aus wie Nord Schottland nur ohne den Whisky und die Golfplätze. Über den Anspruch Argentiniens auf dieses Territorium haben meine Vorkommentatoren bereits trefflich geurteilt. Das ist auch der Grund warum Argentinien nicht vor den internationalen Gerichtshof zieht, was sie eigentlich machen sollten, nicht vor die UNO.
Was hat das Falkland-Thema vor dem "UN-Komitee für
Entkolonialisierung" zu suchen? Der Versuch Argentiniens, die
Falklands zu ihrer Kolonie zu machen, ist 1982 doch sowieso gescheitert.
Oder will Argentinien nun offiziell ihren Kolonialisierungsversuchen
abschwören? Das wäre in der Tat ein Fortschritt.
Wenn Geographie ein Thema ist, dann soll Großbritannien endlich
niederländisch werden! Schließlich liegt diese Insel deutlich
näher an Holland als die Falklands an Argentinien.
Die Malvinas bzw. Falklandinseln dienen im Augenblick nur wieder als Ablenkungsmanöver,
um der Regierung Argentinnies, das vor der nächsten Staatspleite steht, das innenpolitische Überleben zu sichern. Im Jahr 2000 Staatsbankrott, Abwertung Peso-Dollar von 2001-2012 auf heute 5 Peso=1 US$, schon wieder über 25% Inflation, Devisenbeschränkung, Einfuhrsperren und Hunger in einem Land, welches ganz Europa ernähren könnte. Erst wenn Argentinien nicht mehr so extrem korrupte Führungseliten besäße, würden sich die Bewohner der Inseln vielleicht dazu entscheiden, sich Argentinien anzuschließen. Unter den heutigen Bedingunge wäre es wirtschaftlicher und politischer Selbstmord.
Ich verstehe nicht, wieso Ban Ki Moon auch nur 1 Minute Zeit mit dieser absurden Forderung
verliert. Wenn Frau Kirchner gegen den Kolonialismus kaempfen will, muss
Sie und mit ihr
99 % der Bevoelkerung das Land verlassen. Oder ist Kirchner ein
alt-indianischer Name?
Diesen Spruch liest man zig mal, wenn man von Ezeiza in die Innenstadt
von Buenos Aires fährt. Ich war zuerst 1996 dort, lange nach dem
Falkland-Krieg und wahrscheinlich vor dern Ölfunden.
Es ist einfach eine Frage des argentinischen Stolzes. Sie haben nicht
viel, worauf sie stolz sind, dabei ist es ein unglaublich schönes,
vielseitiges, offenes Land.
Ich erkläre es mir damit: "gemeinsamer Feind eint". Da
Argentinien ein multiethnisches Gebilde mit bisher sehr wenig eigener
gemeinsamer Geschichte ist, hat dieses "las malvinas son
argentinas" eine einigende, identifizierende Kraft. Argentinier
sehen keinen Grund daran zu zweifeln. Wären die Kanaren oder der
Mond auf dem "argentinischen Festlandschild" würden sie
die auch beanspruchen. Dabei sind Argentinier keine agressiven Menschen.
Sie haben nur ausser Tango und malvinas nicht viel, was sie einen
könnte. Die meisten sind arm, denen geht es nicht um fernes Land
irgendwo im Ozean.
territoriale Ansprüche: Ja, aber ...
... ich verstehe Ihren Kommentar vollkommen: auch ich habe Freunde in Argentinien und habe das Land und deren Bevölkerung auf meinen Reisen lieben gelernt. Dennoch erkenne ich keine Legitimität in dem Anspruch der argentinischen Regierung und deren Bevölkerung, dass die Malvinas / Falklandinseln Teil der argentinischen Nation wären. Woher sollte dieser Anspruch auch begründet sein? Genauso könnten Guyana den Anspruch erheben, Surinam in sein Territorium einzuverleiben oder Puerto Rico an die Britsih Virgin Island oder Australien an Frankreich, dass Neu-Kaledonien zu down under gehöre oder .... Darüberhinaus scheint die argentinische Regierung nicht das geringste Interesse an der freiheitlich, demokratisch geäusserten Meinung der Inselbevölkerung zu zeigen und dies entsprechen zu respektieren.
Niedlich
Aber letztendlich irrelevant, weil es keinen Anspruch begründet.