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Konflikt spitzt sich zu : Russland droht mit Vergeltungsschlag im syrischen Luftraum

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Zwei Tu-22m3-Bomber der russischen Luftwafffe werfen am 23.01.2017 Bomben über der syrischen Stadt Deir el-Zour ab. Das Foto wurde vom russischen Verteidigungsministerium zur Verfügung gestellt. Bild: dpa

Nach dem Abschuss eines syrischen Kampfflugzeugs durch ein amerikanisches Flugzeug kündigt Moskau die Zusammenarbeit mit Washington in Syrien auf – und verschärft die Rhetorik.

          Der Abschuss eines syrischen Kampfflugzeugs durch ein amerikanisches Flugzeug belastet die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Russland. Der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow sprach am Montag von einem „Akt der Aggression“ und warf Amerika vor, Terroristen zu unterstützen. Das Verteidigungsministerium in Moskau kündigte an, in Zukunft alle Objekte im russischen Einsatzgebiet über Syrien als Ziele zu betrachten.

          Das amerikanische Militär hatte am Sonntag erklärt, die syrische Maschine habe von Amerika unterstützte Rebellen bombardiert. Die kurdisch-geführte Rebellengruppe SDF warf der Regierung in Damaskus zudem vor, sie seit Samstag in der Nähe von Rakka anzugreifen. Dort kämpft die SDF gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS).

          Das amerikanische Militär hat wiederholt regierungstreue Einheiten in Syrien sowie vom Iran unterstützte Kämpfer angegriffen, die Streitkräfte der Anti-IS-Koalition bedroht haben sollen. Bis Sonntag war jedoch kein Abschuss eines syrischen Kampfflugzeugs bekanntgeworden. Dieser fand amerikanischen Angaben zufolge südwestlich von Rakka statt, die letzte IS-Hochburg im Land. Das Verteidigungsministerium in Moskau kündigte nach dem Vorfall an, die Kontakte mit den Vereinigten Staaten zur Verhinderung von Zwischenfällen im syrischen Luftraum auszusetzen. Die Amerikaner hätten diese Kommunikationskanäle vor dem Abschuss des syrischen Flugzeuges nicht genutzt, hieß es zur Begründung.

          Regierung in Damaskus spricht von Angriffen auf IS-Ziele

          Das amerikanische Militär hatte am Sonntag erklärt, der syrische Jet habe Bomben in der Nähe der SDF-Einheiten abgeworfen. Die Regierung in Damaskus wies dies zurück und sprach von einem Luftangriff auf IS-Ziele. Der abgeschossene Pilot sei vermisst. Die Regierung in Damaskus hatte zuletzt erklärt, ihr militärischer Fokus liege auf anderen Regionen und signalisierte damit, die Rebellen in Rakka gewähren zu lassen.

          Die SDF-Miliz berichtete dagegen von wiederholten Angriffen der syrischen Regierungstruppen. „Seit dem 17. Juni führen die Streitkräfte des Regimes großangelegte Angriffe mit Flugzeugen, Artillerie und Panzern aus“, sagte ein Sprecher am Montag. Betroffen seien die im Mai nach Kämpfen gegen den IS eingenomme Stadt Tabka und der nahegelegene Damm. Die Islamisten haben in den vergangenen Monaten in Syrien wie im Irak große Teile ihres Gebiets verloren.

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