14.10.2012 · Der türkische Regierungschef reagiert auf die sich weiter zuspitzende Lage an der Grenze zu Syrien. Recep Tayyip Erdogan kritisiert die Vereinten Nationen scharf und macht einen altbekannten Vergleich.
Von Michael Martens, IstanbulRichtlinien für Lesermeinungen
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BRANDREDE EİNES İSLAMİSTİSCHEN BRANDSTİFTERS
Die EU und die UN sollten den Salamifisten-Unterstützer und
Brandstifter von Erdowahn
jegliche Unterstützung verwehren. Nicht nur die Christen wurden und
werden in Syrien unter Assad viel besser behandelt als in der
İslamisten-Türkei unter Erdowahn, sondern alle anderen
demokratischen Volksgruppen auch. Schade, dass der Westen schon wieder
auf das falsche Pferd setzt. Bashar und Esma Assad sowie fast alle
Alawiten sind demokratischer und viel naeher der christlich-westlichen
Kultur als Erdowahn und seiner kopftuchtrangenden salfistennahen Frau.
Die derzeitige Regierung in Syrien baut keineswegs nur auf
Nusayrier-Alawiten auf, sondern hat eine breite Unterstützung aller
Gruppen, wie Sunniten, Christen, Drusen, etc. Das osmanische Reich hat
genug Armenier, Christen, Juden und Alawiten auf dem Gewissen. Der Hass
auf diese Gruppen ist unter den İslamisten-Türken&Saudis tief
verankert und über Generationen vererbt. Hier sollte der Westen
klug handeln und sich in Zurückhaltung üben.
Die Türkei und auch Regierungen im sog. Westen, die Assad
bestenfalls ein Asyl in Moskau wünschen, befinden sich in einer
selbstgebauten Gedankenfalle.
Assad weicht nicht so schnell wie erhofft und auch die Menschen in
Syrien wünschen sich eher keine Islamisten an der Macht, die ja
Teil der syrischen Opposition ist.
Es geht ja auch um Weltpolitik, um Einfluß usw.
Die Türkei pokert ziemlich hoch, kann aber gegen Rußland
nichts unternehmen. Bitter für Erdogan, der in Deutschland ja schon
genug unmögliche Auftritte hatte und haben durfte! Unglaublich zu
was sich unser Außenminister hinreißen läßt! Will
Westerwelle Krieg mit Rußland?
zu "Grenzkonflikt mit Syrien-Türkische Drohkulisse" v. 07.10.// Vergesst die Christen nicht!
"...aber einen Militärangriff ihres Landes auf Syrien lehnen
die meisten Türken ab".
Woher weiss der Autor das, hat es da in Tuerkei irgendwelche
Meinunfsumfragen gegeben?--
Das von Erdogan beschworene 2.te Srebrenica wirs sich wohl demnaechst
an den Christen
des Mittleren Ostens erfuellen, nur die hatte Erdogan wohl ganz sicher
nicht im Sinn!----
"Doch Erdogan und sein außenpolitischer Chefarchitekt
Davutoglu...", bla, bla, bla
Erdogan ist eine truebe Tasse+es ist schon erstaunlich welcher Muehe
sich der Autor unterzieht um uns das Phaenomen Erdogan nahezubringen.
Bei der Erforschung der,( "wahren"), Erdoganschen
Befindlichkeiten ist nichts zu weit hergeholt!
Naechstens wuenschte man sich auch einmal genausoviel
Einfuehlungsvermoegen um
uns Wladimir Putin zu erklaeren, der natuerlich, nicht nur gemessen an
Erdogan, ein lupenreiner
Demokrat ist.
Türkische Regierung disqualifiziert sich als Beitrittskandidat der Friedensunion EU
Erdogans Waffengeklirr muss die EU-Friedensunion hochgradig irritieren. Dass die Nato riskiert, von einem Mitglied in einen indiskutablen Konflikt gezerrt zu werden, muss die Alliierten hellwach machen. Auch wenn Ankara vom syrischen Desperado Assad provoziert wird. Schon 1974 landeten die Türken auf Zypern: Mit Nato-Waffen, auch damals provoziert ... von Griechen, die die Insel ins "Mutterland" putschen wollten. Ebenfalls völkerrechtlich untragbar ist es (wie übrigens Amerikas "DROHNEN"-Kriege), dass die türkische Luftwaffe freiheitsliebende Kurden im benachbarten Irak bekämpft. Wieder mit Nato-Waffen. Und es schweigt die Allianz. Westerwelles Vergleich der türkischen Alliiertengrenze mit der norwegischen ist unpassend. Als EU-Kandidat disqualifiziert sich der 80-Mio-Staat, der 20 Mio zerstrittene Syrer mit dem Einmarsch bedroht. Die EU-Beitrittsverhandlung muss unterbrochen werden. Skandalös aber, dass die EU die Türken seit über einem Jahr mit seinen Syrienflüchtlingen allein lässt
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.10.2012 12:05 Uhr@HERMANN BOHLE
Wie kommen Sie auf die Idee, dass der Westen, dass die Nato durch die
Türkei in einen "indiskutablen Krieg gezerrt" werden könnte?
Kann es nicht genauso sein, dass das Nato-Mitglied Türkei nur den
Auftrag erfüllt, die Rahmenbedingungen für ein Eingreifen der
Nato, vergleichbar mit dem in der serbischen Provinz Kosovo und in
Libyen, zu schaffen?
Kann es nicht sein, dass die Nato schon wieder mal einen Krieg
provoziert, diesmal nach dem Schema "Golf von Tonking"?
Da ein Beschluss des Sicherheitsrates für ein militärisches
Eingreifen der Nato mit dem Ziel des Sturzes des Assad-Regimes nach wie
vor nicht durchsetzbar ist, soll eine behauptete Bedrohung der
Türkei durch Assad den Vorwand für den Krieg des Westens gegen
Syrien bieten. Granaten sollen der Beweis sein. Ohne ein solches
militärisches Eingreifen auf Seiten der Rebellen werden diese
nämlich Assad niemals beseitigen und einen sunnitisch
ausgerichteten Gottesstaat errichten können.
Aus allem spricht doch die Verärgerung Erdogans, dass die von ihm unterstützten Rebellen
in letzter Zeit militärisch nichts mehr zuwege bringen.
Die Assad-Syrer kontrollieren und stabilisieren die Lage Tag für
Tag stärker.
"...muss die Regierung darauf achten, nicht als Löwe zu
springen und als Bettvorleger zu landen...."
Die Regierung ist hier wie auch in anderen Zusammenhaengen Erdoğan, denn
die Maenneken Minister sind nichts als seine Erfüllungsgehilfen.
Der obige Satz machte mich laecheln. Doch für Hiesige ist das Ganze
nicht zum Lachen: Krieg mit Syrien bedeutet Schwaechung des für die
Türkei lebenswichtigen Tourismus, also weitere Schwaechung der
hochgelobten Oekonomie, zudem ein VaBanqueSpiel, das allen Leuten hier
an die Herde und Heizöfen gehen könnte: Ist Ihnen bewusst,
dass über 70% der Gas- und Öllieferungen an die Türkei
aus dem Iran und Russland kommen?
Die Nato? Für ein weiteres Fiasko soll sie ruhig mitmischen.
Unser MP erkennt gerade, dass ihm der A... auf Grundeis geht.
Erdogan, der ungebildete aus den Slams von Istanbul,
spielt den starken Mann und Hetzt. Aber das kennen wir schon aus seinen Deutschlandbesuchen,
als er sich so benahm, als ob er eine türkische Provinz besucht.
Wenn Erdogan Krieg mit Syrien will, dann soll er es allein tun. Die NATO
darf sich von einem Verrückten Politiker nicht in diesen Krieg
Erdogans hineinziehen lassen, und kein deutscher Soldat darf sein Leben
für die Ambitionen dieses religiösen Fundamentalisten lassen.
Die Türkei und ihre Bevölkerung, jedenfalls der intelligente
Teil, hat diesen Erdogan nicht verdient. Der sich in seiner Dummheit und
Machtgeilheit in einen Krieg mit Syrien hineinschwatzt.
Peter Reisse.
@JOHNNY CECOTTO
Sie können sicher sein, dass Assad derzeit ganz andere Sorgen hat,
als sich auch noch einen Krieg mit der Türkei auf den Hals zu holen
und damit zwangsläufig das eigene Ende, vermutlich sogar den Tod
der meisten Mitglieder des Assad-Clans zu provozieren.
Assad weiß ganz genau, dass die Nato, dass der Westen diese Chance
nutzen und mit einer geballten Militärmacht an der Seite der
Türken aufmarschieren will.
Hier geht es doch nicht um eine ernsthafte Gefahr, die derzeit für
die Existenz der Türkei und ihre Grenzen von Assad und seinen
Militärs ausgeht. Die haben mit den sunnitischen
Aufständischen und der, von überall herbeigeeilten Al Kaida,
mehr als genug zu tun.
All diese Schauergeschichten über Verbrechen des Assad-Regimes
dienen in erster Linie dazu, die Beseitigung des Regimes zu
legitimieren. Dazu werden auch schon mal ein paar Granaten in Richtung
Syrien geschossen und Assads Armee angehängt oder es wird ein
syrisches Passagierflugzeug gekapert und dazu Märchen erzählt.
Wo hetzt Erdogan?
In seiner Rede kann ich keine Hetze erkennen. Als NATO Mitglied kann
sich die Türkei genau wie jeder andere Staat auf Art. 5 des
NATO-Vertrages berufen.
Seine Kritik am Sicherheitsrat ist auch nicht Neues. Sie ist voll und
ganz berechtigt. Besonders seine deutlichen Worte zu Srebrenica kann ich
nur unterstreichen. Was damals geschah war Unrecht. Der Sicherheitsrat
hat hier seine aus der UN-Charta resultierenden Pflichten nicht
erfüllt. Zwischenstaatliche Beziehungen wurden damals vor
Menschenleben, Weltfrieden und Menschenrecht gestellt.
Und wo schwatzt sich die Türkei in einen Krieg mit Syrien? Der
Aggressor ist doch ganz offensichtlich der syrische Staat, welcher -
wohl in der Hoffnung auf eine Eskalation des Konflikts um die Kurden -
einen Konflikt mit der Türkei heraufbeschwören will.
Es spielt jetzt und spielte auch damals keine Rolle, die Holländer
hätten schon damals dazwischen gehen müssen, schon aus
humanistischen Gründen. Persönlich finde ich je früher
ein Einmarsch in Syrien kommt desto früher sind Asad und seine
Kompanions weg, ob jetzt die Nato als Ganzes oder nur die Türkei
allein einmarchiert ist dabei egal.
Was Russland betrifft, so sind Putin&Co einfach zu klug um in einem
solchen Fall mitzumischen.
Die türkische Regierung steht angesichts der Bedrohung ihrer Grenzen durch den Konflikt in Syrien unter enormen Druck. Sicher kann es sich Erdogan auch gar nicht leisten, einfach den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen und einfach still zu halten, wenn die Granaten aus Syrien in der Türkei Menschen töten. Es würde auch nicht dem Frieden dienen, den Bürgerkrieg in Syrien bis auf das Gebiet der Türkei eskalieren zu lassen. Dieses Land hat sicher Großmachtambitionen und seine Regierung präsentiert sich gern als erste Macht im Nahen Osten. Doch bei aller Rethorik muss die Regierung darauf achten, nicht als Löwe zu springen und als Bettvorleger zu landen. Sie wird ihre Politik mit der NATO abstimmen. Insofern dient es der Eindämmung der Gewalt die Türkei einerseits zu unterstützen und andererseits mäßigend auf sie einzuwirken. Niemand will sich in einen blutigen Bürgerkrieg mit zweifelhaften einheimischen Verbündeten einlassen, weder die Türkei noch die NATO würden davon profitieren.
Die Kritik an der defensiven Haltung der Vereinten Nationen ist absolut richtig.
Wer möchte auf den "Schutz" solcher "Blauhelme" angewiesen sein?
Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.10.2012 23:18 UhrNa ja, Saddam Hussein wünschen Sie sich ja zurück, Herr Scheller.
Sind Sie der Meinung, man dürfe nur gegen einen Diktator vorgehen, wenn man zugleich auch gegen alle anderen Diktatoren vorgeht? Und sind Sie der Ansicht, dass es den Menschen in Saudi-Arabien ähnlich schlecht wie jenen in Syrien geht?
@HANS-PETER FISCHER
Sie werden es sich nicht vorstellen können, aber ich habe weder
etwas mit irgendeiner Botschaft dieser Welt, auch nicht mit denen aus
Damaskus, Tel Aviv, Ankara, Moskau oder Peking zu tun und ich bin weder
Syrer noch Araber, auch kein Russe.
Ich hege für diktatorische Regime auch keinerlei Sympathie, auch
nicht für das eines Assad.
Allerdings sehe ich auch keinen Grund für meine, die deutsche
Regierung, den einen Diktator zu verdammen und gleichzeitig mit vielen
anderen auf dieser Erde Geschäfte zu machen und ihnen zu huldigen,
wie dies mit dem verbrecherischen Herrscher Saudi Arabiens geschieht.
Das mit "Bonn" bitte ich allerdings zu entschuldigen, es
handelte sich um einen freudschen Versprecher, hat sich doch der
Kadavergehorsam deutscher Regierungen seit Bonner Zeiten nicht
geändert, so dass es keinen Unterschied zwischen Bonn und Berlin macht.
Sie müssen die Vordrucke ändern, Herr Scheller, es ist nicht mehr "Bonn", sondern "Berlin".
Aber ansonsten haben sie brave Botschaftsarbeit gemacht.
@HANS-PETER FISCHER
Wie die Türken und die Saudis in Syrien agieren, entlarvt sich
sogar von alleine - nur damit es einen, dem Westen genehmen
Regimewechsel gibt, opfert man tausende von syrischen Bürgern. Es
geht nur um politische Machtinteressen - die Menschen dort interessieren
doch niemanden und die türkischen Tränen sind nichts als
Krokodilstränen, wie auch die in Bonn und Washington.
Was die türkische Regierung von Menschenrechten und von
souveränen Grenzen hält, das kann man regelmäßig im
Gebiet der Kurden diesseits und jenseits der irakisch-türkischen
Grenze sehen. Dort macht türkisches Militär
regelmäßig Kurdenhatz und kümmert sich einen Teufel um
die souveräne irakische Grenze.
Wer so große Balken im eigenen Auge hat, der sollte mal ganz
vorsichtig bei der Kritik der Sichtverhältnisse anderer sein.
Frieden in Syrien hätte es schon lange geben können, wenn der
Westen dies wollte, aber dem geht es nicht um Frieden und den Schutz der
Bevölkerung, es geht "nur" um einen Regimewechsel.
Den Auftrag bei Völkermorden zuzusehen, haben die Blauhelme aber auch nicht, Herr Scheller.
Und wenn Sie sich ernsthaft Russen und Chinesen als
"Friedensstifter" vorstellen, ist damit alles gesagt. Bei
Saddam Hussein machen Sie immerhin Abstriche....
Wie die Russen in Syrien engagiert sind, entlarven Gottseidank gerade
die Türken.
@HANS-PETER FISCHER
Die Blauhelme haben zum Glück für den Rest der Welt eben
bislang nicht den Auftrag, die Interessen des Westens und seiner
sunnitischen Verbündeten im arabischen Raum sowie die des
internationalen Finanzkapitals mit militärischen Mitteln
durchzusetzen.
Die Vereinten Nationen wären sofort handlungsfähig, wenn es,
so wie ihr ursprünglicher Auftrag einst lautete, nicht um
Parteinahme für eine Seite ginge, wie es der Westen und die
sunnitisch ausgerichteten islamischen Staaten, wie es sich Gefolgsleute
und die Verbündeten des saudischen Diktators wünschen.
Russen und Chinesen haben oft genug angeboten, zur Einstellung der
bewaffneten Auseinandersetzungen in Syrien beizutragen - allerdings
lehnen sie es vernünftiger Weise ab, Assad zu stürzen und
einem weiteren sunnitisch-islamistischen Regime in den Sattel und an die
Specktöpfe der Macht zu verhelfen. Auch Sadam Hussein waren ein
Diktator, aber die Völker des Irak haben unter ihm nie so leiden
müssen wie seit der "Befreiung".
Michael Martens Jahrgang 1973, politischer Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Istanbul.
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