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Konflikt mit Islamisten : Berlin unterstützt Mali-Einsatz mit zwei Transportflugzeugen

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Eine Transall C-160 der Bundeswehr (Archivbild) Bild: dpa

Der französische Präsident François Hollande ist laut F.A.Z. „vollauf zufrieden“ mit der von Deutschland zugesagten Entsendung von zwei Transportflugzeugen der Luftwaffe für den Mali-Einsatz. Unterdessen liefern sich französische Bodentruppen Straßenkämpfe mit Islamisten im Norden des Landes.

          Zwei Transall-Flugzeuge der Bundeswehr sollen in den nächsten Tagen Soldaten aus Westafrika nach Mali transportieren. Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) und Außenminister Guido Westerwelle (FDP) teilten an diesem Mittwoch mit, Deutschland werde damit den militärischen Einsatz Frankreichs und der Staaten der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (Ecowas) in Mali unterstützen. Die afrikanischen Staaten wollen bis zu 3000 Soldaten aufbieten, welche im Norden Malis gegen islamistische Extremisten vorgehen sollen.

          Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schloss am Mittwoch nicht aus, dass die Bundeswehr auch den Weitertransport der Ecowas-Soldaten von Bamako in den umkämpften Norden Malis übernehmen könnte. Auf eine entsprechende Frage sagte sie: „Wir haben heute erst einmal dieses Angebot gemacht“, nun würden „Details“ mit der Ecowas geklärt. „Und wir haben ja gesagt, wenn sich die Lage ändert, dann werden wir uns selbstverständlich gar nicht scheuen, auch ein Bundestagsmandat zu holen.“

          Mit dem Bundestag gebe es eine enge Abstimmung und positive Begleitung, sagte sie nach einem Gespräch mit dem derzeitigen Ecowas-Vorsitzenden, dem Präsidenten der Elfenbeinküste, Alassane Ouattara, in Berlin. Ouattara sagte, die Ecowas kläre gerade die Frage des „Binnentransports“ in Mali. Er zähle sehr auf die Unterstützung auch durch die Bundeswehr. Er dankte Frankreich für das „rasche Eingreifen“.

          „Details zu klären“: Bundeskanzlerin Merkel mit dem Präsidenten der Elfenbeinküste, Alassane Ouattara, in Berlin Bilderstrecke
          „Details zu klären“: Bundeskanzlerin Merkel mit dem Präsidenten der Elfenbeinküste, Alassane Ouattara, in Berlin :

          Der französische Präsident François Hollande sagte gegenüber der F.A.Z. am Rande der traditionellen Neujahrswünsche an die Presse, er sei mit dem deutschen Hilfsangebot „vollauf zufrieden“. „Wir haben von der Bundesregierung nicht mehr erwartet, als jetzt angeboten wird“, sagte Hollande im Elysée-Palast. Bei den Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag des Elysée-Vertrages in Berlin nächste Woche werde er „selbstverständlich“ das Thema Mali ansprechen.

          Frankreich habe allein intervenieren müssen, denn „sonst wäre es jetzt zu spät, Mali wäre vollständig in der Hand der Terroristen“. Der Präsident betonte, sein Land verfolge „kein Eigeninteresse in Mali“. Ziel der Intervention sei es, der malischen Regierung dabei zu helfen, die „territoriale Integrität“ zurückzuerobern. Frankreich werde bei dieser Mission „nicht allein bleiben“, sagte Hollande.

          Aus dem unterstützenden Luftwaffeneinsatz, wie ihn Außenminister Laurent Fabius noch am Wochenende beschrieben hatte, ist inzwischen ein Einsatz am Boden geworden, bei dem sich französische Soldaten offenbar im Nahkampf mit Islamisten befinden. Paris verstärkte am Mittwoch seine Einsatzkräfte unter anderem mit vier Transporthubschraubern, die am Flughafen der malischen Hauptstadt Bamako ausgeladen wurden.

          Nahkampf zwischen Franzosen und Dschihadisten

          Der französische Verteidigungsminister Le Drian bestätigte im Radiosender RTL, dass nach der Phase der Luftschläge eine neue Phase der „Rückeroberung“ des Staatsgebietes begonnen hat. Französische Spezialkräfte seien im Einsatz, die von den Terroristen besetzte Stadt Diabali im Westen unweit der mauretanischen Grenze zu befreien. Nach Angaben aus den malischen Sicherheitskräften kam es dabei zum Nahkampf zwischen Franzosen und Dschihadisten. Le Drian sprach von 1200 bis 1300 schwer bewaffneten Kämpfern, die dort Widerstand leisteten. Französische Truppen seien dabei, Richtung Norden vorzustoßen, sagte Le Drian.

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