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Konflikt in Syrien EU weiter uneins über Waffenembargo

 ·  Unter den EU-Außenminister gibt es beim Treffen in Dublin weiter erhebliche Vorbehalte, das Waffenembargo gegen Syrien zugunsten der Aufständischen zu lockern. Auch die Bundesregierung bleibt „unverändert skeptisch“.

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Franz Holzinger

Waffenembargo jetzt, um ein 2. Afghanistan zu verhindern

Das von Ex-Papst Benedikt XVI. geforderte Waffenembargo kann verhindern, dass aus Syrien ein 2. Afghanistan wird. Bekanntlich haben die USA zunächst die islamistischen Taliban mit Waffen versorgt und ausgebildet, damit sie in Afghanistan eine Invasion durchführen. Man weiß, dass es danach in einem noch schlimmeren islamischen Terrorstaat geendet hat und es zu einer Invasion durch die NATO gekommen ist.
Warum sollte es nach einem militärischen Sieg der islamistischen "Rebellen" in Syrien anders laufen? Eine Unterstützung der "Rebellen", die vermutlich Invasionstruppen aus dem Ausland sind, mit Waffen würde zu einem totalen Krieg in Syrien führen. Saudi Arabien mischt dort auch mit. Die Christen und anderen Nichtmuslime in Syrien müssten wie schon im Irak für immer das Land verlassen, wo sie seit Jahrtausenden gelebt haben.
Wenn die EU weitere Waffenlieferungen nach Syrien zulässt, dann ist sie endgültig keine Wertegemeinschaft mehr und sollte dann aber schleunigst aufgelöst werden.

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Otto Kaldrack

Der Westen

ist einfach nicht bereit zu lernen. Im Iran, im Irak, in Ägypten war und ist es doch
so, daß es nach dem Sturz der Diktatoren alles noch viel schlimmer wurde und
wird. In Syrien, zwar mit dem schlimmsten aller Diktatoren, wird es genauso
kommen, wie im Irak. Christen werden von allen verfolgt, und untereinander
werden sich die verschiedenen islam. Strömungen auch bekämpfen. Ob und
wann es dann da mal Frieden geben wird, ist nicht abzusehen. In dieses Gemisch
von Hass und Intoleranz Waffen zu liefern, ist zumindest für mich mehr als
fragwürdig und ich hoffe, daß die Bundesregierung bei einem nein bleibt.

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Gabriele Laske

Die Wahrheit

Die Berichterstattung über den Syrien-Konflikt liefert nur ein sehr lückenhaftes Bild von der alltäglichen Realität der Syrer. Die russische Reporterin Anastasia der Online-Zeitung Vesti(Punkt)ru hat im Jahr 2012 eine Dokumentation über den Syrien-Konflikt erstellt („Die Syrien-Tagebücher“) . Es zeigt ein Volk im Befreiungskampf gegen aus dem Ausland eingeschleusten bewaffneten Rebellen, die damit beschäftigt sind Angst und Terror unter den Syrern zu verbreiten. Doch syrische Christen und Muslime (Sunniten und Alawiten) sind in gleichem Maße von der Gewalt durch Al-Qaida-Terroristen aus dem Ausland und mit ihnen kooperierende Kollaboraturen betroffen. Die syrischen Bürger befinden sich im Schockzustand, weil sie eine derartige Gewalt zuvor nicht erlebt haben.
Egal, wo diese Rebellen eindringen. Das Erste, was sie tun, es werden öffentliche Hinrichtungen vorgenommen. Dabei ist die Religion nicht entscheidend.

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Closed via SSO
klaus keller (klkeller) - 22.03.2013 17:56 Uhr

Die Staatsterroristen in Syrien werden von Russland beliefert nach meiner Kenntnis

Herr Westerwelle ist offensichtlich unfähig eine Entscheidung zu treffen.
Er sollte sein Amt zur Verfügung stellen. Seine Haltung kann ich nur Schizophren nennen.
Schizophrene werden in ihrer Ambivalenz zeitweise Handlungsunfähig, man nennt es im Extrem katatoner Stupor.
Was nun Herr Westerwelle: Assad unterstützen oder seine Gegner oder doch beide oder nichts tun? Nichts tun können sie ja am besten.

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22.03.2013, 16:16 Uhr

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