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Kommentar zu Kim und Trump : Vage Drohung und große Gefahren

Noch steht das zweite geplante Treffen von Donald Trump und Kim Jong-un. Bild: AP

Die Welt ist wieder fast dort, wo sie vor dem Trump-Kim-Gipfel war. Der gegenwärtige Stillstand ist aber nur scheinbar weniger gefährlich als noch vor einem Jahr.

          Südkorea legt Wert darauf, dass die amerikanisch-nordkoreanischen Gespräche auch nach der Verschiebung eines Treffens von Außenminister Pompeo mit einem Abgesandten Kim Jong-uns nicht abgebrochen worden sind. Das ist kein Wunder, denn erstens war es nicht zuletzt der südkoreanische Präsident Moon Jae-in, der den Konflikt zumindest atmosphärisch etwas entschärft hat.

          Zweitens hat Südkoreas Regierung als ein zentrales Ziel ihrer Politik eine dauerhafte Befriedung ausgegeben. Die Grundursache des Konflikts kann aber auch Seoul nicht aus der Welt schaffen. Weder die Vereinigten Staaten noch Nordkorea scheinen gegenwärtig bereit zu sein, den ersten Schritt zu unternehmen, der zur Denuklearisierung Nordkoreas und damit der ganzen Halbinsel führen soll.

          Insofern ist die Welt fast wieder dort, wo sie vor dem Trump-Kim-Gipfel in Singapur war. Nur erscheint der gegenwärtige Stillstand weniger gefährlich als noch vor einem Jahr. Die vage Drohung aus Nordkorea, man könne auch ganz anders, erinnert aber daran, dass in Korea noch große Gefahren lauern.

          Peter Sturm

          Redakteur in der Politik, zuständig für „Politische Bücher“.

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