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Kommentar Pauken-Atomschlag

 ·  Moskau, wie es droht und lacht: Während der Westen sich an Kiew abarbeitet, kehrt Russland zum Denken des Kalten Krieges zurück.

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Ist dies schon Wahnsinn, so hat es doch Methode. Der russische Generalstabschef droht der Nato in einer Weise, die man seit den frostigsten Zeiten des Kalten Kriegs nicht mehr erlebt hat, mit einem Angriff auf Stützpunkte der geplanten Raketenabwehr. Und worüber erregt sich der Westen? Über die Haftbedingungen von Frau Timoschenko. Während Großpolitiker sich mit Ankündigungen überbieten, wie oft sie nicht in die Ukraine fahren werden, reagiert kaum jemand auf das unglaubliche Rasseln Moskaus mit dem Raketen-Säbel. Nato-Generalsekretär Rasmussen nannte es jetzt schüchtern „ungerechtfertigt“.

Wollte Putin mit dem Pauken-Atomschlag nur sein Lachen darüber übertönen, wie ihm der Westen die Ukraine wieder in die Arme treibt? Hat damit bloß ein General dem neu-alten Oberbefehlshaber zeigen wollen, wes Geistes Kind und wessen Mann er damit ist? Auch das würde freilich belegen, was das russische Militär von Putins formell gesehen dritter Präsidentschaft erwartet und in welchen Kategorien die politisch-militärische Führung Russlands (wieder) denkt.

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Jahrgang 1961, Herausgeber.

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