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Kommentar Pauken-Atomschlag

 ·  Moskau, wie es droht und lacht: Während der Westen sich an Kiew abarbeitet, kehrt Russland zum Denken des Kalten Krieges zurück.

Artikel Lesermeinungen (11)

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Thomas Kobler

Bei aller gebotener...

...Ernsthaftigkeit - die Geschichte klingt wie eine schlechte Cover-Version von "99 Luftballons". Die "Star Wars"-Hymne, Russen-Pop und Neue Deutsche Welle - ich glaub, ich werd grad irgendwie zugedrönt.

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Franz Siebrech
Franz Siebrech (rosi110) - 05.05.2012 09:47 Uhr

Warum hat man alle möglichen Waffen?

Die russische Führung fühlt sich wahrscheinlich etwas überflüssig auf der Weltkarte. Die EU, China, die USA , Israel und die arabischen Länder, auch Indien und Lateinamerka: da überall tut sich was.
Das ist wahrscheinlich so ein Nordkorea-Syndrom. Man ist da auf der Welt und weiß gar nicht so recht, was man "anstellen" soll.
Ernst zu nehmen sind diese Drohungen trotzdem.

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Hans Meier

Und wenn Putin der Ukraine mit Präventivschlägen drohen würde, um Timoschenko freizupressen?

Was ich nicht begreife, ist nur, warum sich Moskau bei seiner Politik nicht einfach ebenfalls auf Demokratie und Menschenrechte beruft. Oder glaubt wirklich jemand, in, sagen wir mal, polnischen Gefängnissen wäre es undenkbar, dass Wärter Häftlinge ins Gesicht schlagen? Und müsste die internationale Gemeinschaft (sagen wir mal, vertreten durch Russland) dagegen nicht irgendwann mal was wirksames unternehmen? Im Namen der Menschenrechte?
.
Ein paar Leitartikelschreiber, die so was voll unterstützen würde, müssten im russischen Riesenreich dann schon aufzutreiben sein.

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Karl Hammer

Natürlich richtet sich der Schirm auch gegen Russland.

Ja und? Oder würden wir ihn für russische Raketen abschalten?
Früher oder später wird irgendwer eine Atomrakete einsetzen. Oder ist es denkbar, daß es irgendeine Waffe gibt, ohne daß sie jemals in der Geschichte benutzt würde? Wohl kaum (Ok, die deutsche nachhaltige Politik mag das glauben und die Welt vor dem Klima retten). Aber man wäre doch höchst dumm, wenn man die Technik zum Abwehr von Raketen entwickeln könnte, aber es nicht tun würde. So dumm mögen die Europäer sein, die Amis sind es nicht, deren Eiliten haben ja auch ein Imperium zu führen, während die Europäer höchstens Krieg um ihre Sandtörtchen führen mögen.
Da ist es eigentlich schon fast egal, wie lange es der Euro noch so macht.

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Rolf Joachim Siegen

Der Verfasser dreht Ursache und Wirkung um!

Denn die Russen reagieren lediglich auf dieses durchsichtige Wellenschlagen der Amerikaner.

Letztere scheinen zu befuerchten, dass eine Schicksalsgemeinschaft Europa Realitaet werden koennte. Deshalb treiben sie die Sau mit den Raketen durch's europaeische Dorf, mit dem Ziel, Russen und Europaer gegeneinander auszuspielen.

Es liegt an uns Europaern, diesen Versuch souveraen zurueck zuweisen.

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Hans-Jörg Rechtsteiner

Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus!

Angesichts des unglaublich törichten Rußland-Bashing westlicher Politiker und Medien, bei dem sich die Deutschen – traditionsgemäß – als besonders botmäßige Gefolgsleute der USA hervortun, sollte man sich als Kommentator über scharfe Antworten der Gegenseite nicht wundern. Die Chance, die sich Deutschland durch Glasnost und Perestroika bot, nämlich mit Rußland eine enge wirtschaftliche und kulturelle Beziehung zu knüpfen, wurde und wird durch die dilettantisch agierenden Berliner Politiker jämmerlich vertan.

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Wolfgang Richter

So unverständlich?

Zwischen Rußland und den USA gibt es nach wie vor das nuklearstrategische Patt aus der Zeit des kalten Krieges.
Wenn Rußland den Eindruck gewinnt, die USA wollten durch Untergrabung seiner Zweitschlagsfähigkeit dieses Patt eliminieren und erstschlagsfähig werden, ist seine Reaktion verständlich.
Für Rußland zählen nicht politische Willenserklärungen, die sich jeden Tag ändern können, sondern die materielle Realität bzw. die realen Möglichkeiten.
Und hier haben die USA einiges Fortschrittliche (moderne Raketenabwehrsysteme, netzwork centric warfare,...) zu bieten, das die Russen beunruhigen kann.
Das Errichten jederzeit ausbaubarer und modernisierbarer Raketenabwehranlagen dicht an seinen Grenzen wirkt kaum beruhigend auf Rußland.
Geschickte Diplomatie und Fingerspitzengefühl sind angesagt.

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Martin Geier

Rußland und der Westen

Das Raketenabwehrsystem ist ein Steckenpferd des Westens und es war zu erwarten daß es Gegenreaktionen geben würde. Wie unintelligent müssen Politik&Medien sein um nicht zu erkennen daß sie mit dieser Kampagne für eine straffällige Politikerin erstens die Regierung in der Ukraine selbst stärken und des weiteren sie in die Arme Rußlands treiben. Die vormalige westliche Politik Rußland 'einzukreisen' ist im wesentliche gescheitert. Die Ukraine ist im besten Fall neutral, Georgien weis wo der Hammer hängt, in den zentralasiat. Rep. mischt Rußland kräftig mit. Nabucco wird als Projekt ständig kleiner, kürzer und teurer. Man kommt an den Russen nicht mehr vorbei. Die UN-Veto, Rohstoff- und Nuklearmacht is back. Infolge der €Krise hat der Westen&EU viel an Anziehungskraft eingebüßt. Siehe auch Türkei, die weis daß sie an einem neuralgischen Punkt sitzt. In Deutschland wird eine dümmliche, oberlehrerhafte Debatte geführt. Renault-Nissan-Avtovaz machen es besser & weitsichtiger.

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franka holstein

Russland

Amerika fuehrt einen "Kampf gegen den Terror" und schaufelt sich,von Irak bis Afghanistan,
ein Milliardengrab nach dem anderen. Das russische Angebot an Amerika,vor Ausbruch der Kriegshandlungen in Afghanistan, den russischen Afghanistanfeldzug zu studieren, wies Amerika hochmuetig zurueck. Stattdessen verleiten die Amerikaner Georgien zu einer antirussischen Politik.----
Die Deutschen fuehren einen "Kampf gegen Rechts", drehen sich selbst den Strom ab
und lassen sich auspluendern. Die von Russland gewuenschte+gesuchte Annaeherung an Deutschland wurde von Merkel hintertrieben.
Was sollen die Russsen denn denken? "Die spinnen, die Westler", oder wahrscheinlich:
"Der Westen hat den Kompass verloren"!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.05.2012 02:14 Uhr
Happy Day
Happy Day (JhappyDay) - 05.05.2012 02:14 Uhr

"Der Westen hat den Kompass verloren"

Eben.Wie konnte man bloß so lange die luppenreine Demokratie dermaßen mit den Füßen treten?

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Rolf Joachim Siegen

Der Westen hat den Kompass verloren! - Treffend ausgedrueckt!

(West-) Europa hat (noch) keine geographische Orientierung im 21. Jahrhundert gefunden.
So loeblich die Standfestigkeit von Kanzlerin Merkel zur Idee des Europa als Schicksalsgemeinschaft ist, so kritikwuerdig ist ihr Zurueckweichen gegenueber (illegitimen) Versuchen der Amerikaner, sich auf unserem Kontinent einzumischen.
Ein Wahlsieg Hollandes waere wuenschenswert, nur um diese aergerliche Schwaeche Europas zu berichtigen, dass ein Gegengewicht zur buergerlichen Haltung (des Ausweichens) Deutschlands gegenueber den Amerikanern zu bilden.

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Jahrgang 1961, Herausgeber.

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