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Kolumbien : Tote und Verletzte bei Explosion in Einkaufszentrum

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Rettungskräfte tragen eine Frau aus dem Einkaufszentrum, in dem sich am Samstagabend eine Explosion ereignete. Bild: AP

Ein mutmaßlicher Bombenanschlag hat die kolumbianische Hauptstadt Bogotá erschüttert. Unter den Opfern befindet sich eine junge Französin. Der Bürgermeister der Stadt spricht von feigem Terror.

          Bei einem möglichen Terroranschlag im bekanntesten Einkaufszentrum der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá sind drei Frauen getötet worden. Zudem gab es mindestens elf Verletzte, wie Bürgermeister Enrique Peñalosa bekanntgab. Er sprach auf Twitter von einem „feigen Terroranschlag im Centro Andino“.

          Die Hintergründe waren zunächst unklar – nach offiziellen Angaben kam es in einer Frauentoilette im zweiten Stock zu einer Explosion. Das Einkaufszentrum im Norden Bogotás beherbergt Dutzende Geschäfte mit westlichen Marken, Restaurants und Kinos. Nach Angaben der Zeitung „El Tiempo“ soll es sich bei einer der Toten um eine 23 Jahre alte Französin handeln, die in Bogotá einen Freiwilligendienst in einer Schule absolviert habe.

          Noch kein Waffenstillstand mit ELN-Guerilla

          Die Explosion ereignete sich am frühen Samstagabend. Das bei Ausländern beliebte Einkaufszentrum in einem wohlhabenden Stadtteil war wegen des bevorstehenden Vatertags gut besucht. Zu dem Zeitpunkt der Explosion sollen sich rund 500 Personen in der Umgebung aufgehalten haben. Das Centro Andino wurde danach geräumt.

          Früher gab es im Zuge des Konfliktes zwischen Staatsmacht und linker Guerilla in den Metropolen des südamerikanischen Landes immer wieder schwere Terroranschläge. Aber in den vergangenen Jahren blieben die Menschen dort davon weitgehend verschont.

          Während die mit fast 7000 Kämpfern größte Guerillagruppe Farc nach über 50 Jahren Kampf derzeit die Waffen niederlegt, gibt es mit der kleineren ELN-Guerilla noch keinen Waffenstillstand. Präsident und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos ordnete an, dass der Chef der kolumbianischen Polizei, General Jorge Hernando Nieto, die Ermittlungen übernehmen und leiten soll.

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