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Klimaschutz Rußland will Kyoto-Protokoll nicht ratifizieren

03.12.2003 ·  Nach Worten des Wirtschaftsberaters von Präsident Putin werde Rußland wie angedroht die Vereinbarung zum Klimaschutz nicht unterzeichnen, „um unser Wirtschaftswachstum“ nicht zu gefährden.

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Rußland wird nach Worten des Wirtschaftsberaters von Präsident Wladimir Putin das Kyoto-Protokoll zur Reduzierung der Treibhausgase nicht ratifizieren.

„Wir können nicht so weit gehen, daß wir das Tempo unseres Wirtschaftswachstums beschränken“, sagte Andrej Illarionow in Moskau. Das Kyoto-Protokoll könne deshalb in seiner derzeitigen Form nicht von Rußland ratifiziert werden, zitierte die Agentur Interfax Putins Berater.

Suche nach Vertragsrettung

Ohne Rußland kann das von 119 Staaten bereits ratifizierte Kyoto-Protokoll von 1997 nicht in Kraft treten. Es verpflichtet die Industrieländer, ihre Treibhausgase von 1990 bis 2012 um im Schnitt 5,2 Prozent verringern.

Die weltweite Verringerung der Treibhausgase ist derzeit auch Thema der UN-Klimakonferenz in Mailand. Vertreter aus mehr als 180 Ländern suchen dort bis zum 12. Dezember nach Wegen, wie der Vertrag noch zu retten ist. UN-Experten fürchten, daß die für das Klima schädlichen Treibhausgase in den reichen Industrieländern in diesem Jahrzehnt um durchschnittlich 17 Prozent zunehmen werden.

Trittin zuversichtlich

Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) äußerte kürzlich in Berlin trotz der jüngsten skeptischen Aussagen des russischen Präsidenten Putin die Erwartung, daß Moskau das Kyoto-Protokoll nach der Präsidentenwahl im März 2004 besiegeln werde. Putin hatte Ende September auf einer Klimakonferenz in Moskau gesagt, der Vertrag werde nur dann unterzeichnet, wenn dies im nationalen Interesse sei.

Die Vereinigten Staaten waren aus dem Kyoto-Klimaschutzprotokoll im Jahr 2001 ausgestiegen. Zwar haben 120 Länder das Protokoll bisher ratifiziert, davon 29 Industriestaaten. Diese repräsentieren zusammen aber erst 44,2 Prozent der globalen Treibhausgas-Emissionen.

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