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Ergebnisloses EU-Treffen : Keine Lösung für Flüchtlinge der „Diciotti“ in Sicht

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Die „Diciotti“ am 13. Juli in der sizilianischen Hafenstadt Trapani Bild: EPA

Die Krise um die Flüchtlinge an Bord der „Diciotti“ geht weiter: Trotz des Ultimatums von Italien verstreicht der EU-Gipfel ohne Einigung. Die Situation auf dem Schiff bleibt angespannt.

          Die Migranten auf dem italienischen Schiff „Diciotti“ müssen sich weiter in Geduld üben. Bei dem Treffen mehrerer EU-Staaten in Brüssel habe es keine Einigung über eine mögliche Verteilung der Flüchtlinge von dem Schiff gegeben, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Kreisen des italienischen Innenministeriums.

          Um über den Umgang und eine mögliche Verteilung von im Mittelmeer geretteten Migranten zu reden, hatte die EU am Freitag Regierungsvertreter aus den Mitgliedstaaten nach Brüssel eingeladen, die sich zuletzt aufgeschlossen für eine europaweite Lösung gezeigt hatten. Neben Deutschland waren das Italien, Griechenland, Malta, Österreich, Spanien, Frankreich, Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Irland und Portugal.

          Der Chef der italienischen Regierungspartei Fünf-Sterne-Bewegung hatte der EU in der Migrationskrise zuvor mit einem
          Stopp von Beitragszahlungen gedroht. Wenn sich die EU nicht unverzüglich auf eine Lösung für das Schiff „Diciotti“ und eine Verteilung von Flüchtlingen einigen könne, seien er und die „die gesamte Fünf-Sterne-Bewegung nicht mehr bereit, der EU jedes Jahr 20 Milliarden Euro zu geben“, sagte Vize-Premier Luigi Di Maio in einem Video auf seiner Facebookseite am Donnerstagabend. Als Frist für eine Einigung nannte er das Ende des EU-Treffens am Freitag in Brüssel.

          Die „Diciotti“ der italienischen Küstenwache liegt seit Montagabend im Hafen von Catania, allerdings dürfen die 150 Migranten nicht von Bord. Italien verlangt von anderen EU-Staaten, dass diese ebenfalls Flüchtlinge aufnehmen. Nach Angaben eines Abgeordneten, der an Bord war, spitzt sich die Lage dort zu. Es käme zu Konflikten zwischen den Flüchtlingen. Er habe von der Hafenbehörde die Information bekommen, dass Migranten in einen Hungerstreik getreten seien, twitterte Davide Faraone von der sozialdemokratischen Partei PD. Er gab wenig später aber bekannt, dass der Hungerstreik wieder vorbei sei.

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