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Zeitschrift attackiert Salvini : „Weiche zurück, Satan“

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Eine katholische Zeitschrift macht mit dem Cover ihrer aktuellen Ausgabe Front gegen Italiens Innenminister Salvini – wegen dessen harter Haltung in der Migrationspolitik. Die „Famiglia Cristiana“ wählt dafür einen drastischen Vergleich.

          Die italienische katholische Zeitschrift „Famiglia Cristiana“ macht Front gegen Italiens Innenminister Matteo Salvini. Das aktuelle Titelblatt zeigt das Bild des rechtspopulistischen Lega-Politikers mit dem Titel „Vade retro Salvini“, eine Anspielung auf das Jesus-Wort „Weiche zurück, Satan“ in der lateinischen Bibel (Markus 8,33) und auf den Exorzismus. Erläutert wird das Zitat als Antwort der Italienischen Bischofskonferenz sowie einzelner Bischöfe und Ordensinitiativen auf die „aggressiven Töne“ des Innenministers angesichts des von ihm behaupteten „Migrantennotstands“.

          Salvini nannte den Vergleich mit Satan am Donnerstag „äußerst geschmacklos“. Er erlebe täglich die Unterstützung von Frauen und Männern der Kirche. Auch nach katholischer Lehre bestehe die Pflicht zur Aufnahme nur nach Maßgabe des Möglichen; „und in Italien ist das Maß voll“, sagte Salvini.

          Der ehemaliger Ministerpräsident Matteo Renzi (Linksdemokraten) verteidigte den publizistischen Angriff gegen Salvini. Wer mit dem Rosenkranz Wahlkampf mache, für das Kreuz in öffentlichen Räumen zu Felde ziehe und so tue, als ob er auf das Evangelium schwöre, dürfe sich über das Titelblatt der „Famiglia Cristiana“ nicht aufregen, sagte Renzi laut der Tageszeitung „Corriere della Sera“ vom Donnerstag.

          Die Lega-Politikerin Barbara Saltamartini stellte sicher hinter ihren Parteikollegen Salvini. Laut der Zeitung sagte sie, die „Famiglia Cristiana“ sei „ein Organ der politischen Presse geworden“. Salvini mit Satan zu vergleichen, heiße, „sich hinter die Schleuser und Menschenhändler zu stellen“. Saltamartini hatte mit anderen Abgeordneten einen Gesetzentwurf eingebracht, der das Aufhängen von Kreuzen in allen öffentlichen Räumen zur Pflicht machen will.

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