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Kampf gegen Rebellen Frankreich will 2500 Soldaten nach Mali schicken

Frankreich will seinen Einsatz in Mali verstärken: Verteidigungsminister Le Drian plant nach einem Medienbericht, die Zahl von derzeit 750 auf 2500 Soldaten zu erhöhen. Die französische Luftwaffe intensivierte unterdessen ihre Angriffe auf Ziele im Norden. Der UN-Sicherheitsrat billigte den Militäreinsatz.

© AFP Frankreich will seine militärische Präsenz in Mali verstärken

Frankreich will seine Truppen im westafrikanischen Krisenstaat Mali verstärken. Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian plant nach übereinstimmenden Berichten vom Dienstag, bis zu 2500 Soldaten nach Mali zu schicken. Dies soll schrittweise geschehen. Aktuell sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums rund 1700 Soldaten an dem Militäreinsatz beteiligt, davon 800 auf malischem Boden. Die übrigen operieren von französischen Stützpunkten in Afrika aus.

Eine Einheit mit 200 Soldaten und 60 gepanzerten Fahrzeugen traf
nach Angaben des Ministeriums am Dienstag auf dem Landweg von der Elfenbeinküste in der Hauptstadt Bamako ein. Außerdem seien mit britischer Unterstützung mehrere gepanzerte Fahrzeuge eingeflogen worden. Nach Berichten französischer Medien plant Frankreich auch einen Stützpunkt in Mopti im Zentrum von Mali, um von dort Operationen
gegen die Rebellen im Norden des Landes zu starten.

Hollande erwartet, dass es bis zum geplanten Einsatz von Einheiten der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas in Mali noch „eine gute Woche“ dauern wird. Länder wie Niger, Burkina Faso, Senegal, Togo, Nigeria und Benin wollen die malische Regierung mit einer rund 3300 Mann starken Kampftruppe gegen die islamistischen Aufständischen im Land unterstützen.

Sicherheitsrat billigt Einsatz

Unterdessen hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen das militärische Eingreifen Frankreichs im westafrikanischen Mali gutgeheißen. „Alle Mitglieder haben ihre Unterstützung für die französische Position ausgedrückt“, sagte der französische UN-Botschafter Gérard Araud am Montag nach einer Sondersitzung des mächtigsten UN-Gremiums. Auch UN-Generalsekretär Ban Ki-moon begrüßte die von Malis Regierung erbetene militärische Hilfe. Er hoffe, dass dadurch die Offensive der in den Süden vorrückenden islamistischen Rebellen gestoppt werden könne. Ziel der Vereinten Nationen sei die Wiederherstellung der staatlichen Ordnung in dem westafrikanischen Land.

Alle Ratsmitglieder hätten anerkannt, „dass wir uns hundertprozentig auf dem Boden des Völkerrechts bewegen“, sagte Araud weiter. Die Russen hätten gelobt, dass Frankreich genau im Sinne der UN-Resolutionen handele. Auch Ban forderte eine Umsetzung der Resolution 2085, „die eine volle Wiederherstellung der konstitutionellen Ordnung und der territorialen Integrität Malis zum Ziel hat“.

Französische Soldaten auf der Militärbasis in der malischen Haupstadt Bamako © AFP Vergrößern Vor dem Einsatz: Französische Soldaten auf der Militärbasis in der malischen Haupstadt Bamako

Frankreich fliegt seit Ende vergangener Woche Luftangriffe gegen Islamisten, die auf ihrem Vormarsch Richtung Süden die Armee des afrikanischen Landes in Bedrängnis gebracht haben. Araud sagte jedoch, dass rasch afrikanische Truppen eingesetzt werden müssten. „Deren Oberbefehlshaber, ein nigerianischer General, ist schon in der Hauptstadt Bamako. Jetzt muss es darum gehen, möglichst schnell die Truppen in das Land zu verlegen.“

Genau dafür hätten mehrere westliche Partner schon logistische Hilfe versprochen, vor allem Transportflugzeuge. „Wir haben Zusagen aus den Vereinigten Staaten, Kanada, Großbritannien, Belgien, Dänemark und vielleicht Deutschland“, sagte Araud.

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