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Kärnten : Rechtspopulisten verlieren ihre Hochburg

  • Aktualisiert am

Abgestraft: Kurt Scheuch (links), Vorsitzender der Freiheitlichen in Kärnten (FPK). Neben ihm, auch nicht euphorisch: Josef Bucher vom Bündnis Zukunft Österreichs (BZÖ) Bild: dpa

Überraschung im ehemaligen Jörg-Haider-Land: Statt von Rechtspopulisten werden die Kärntener künftig von Sozialdemokraten regiert. Nach Korruptionsskandalen strafen die Wähler die FPK auf bisher in Österreich beispiellose Weise ab.

          Österreichs Rechtspopulisten haben bei den  Landtagswahlen am Sonntag ihre bisherige Hochburg Kärnten klar  verloren. Die Zustimmung zur FPK sank dem Endergebnis zufolge im  Vergleich zur Wahl 2009 um mehr als die Hälfte, als Sieger gingen  die Sozialdemokraten ins Ziel. In Niederösterreich siegten die  Konservativen, die erstmals antretende Partei des Milliardärs Frank  Stronach zieht in beiden Bundesländern ins Parlament ein.

          In Kärnten kam die Sozialdemokratische Partei (SPÖ) dem  vorläufigen Endergebnis zufolge auf 37,1 Prozent der Stimmen, damit  konnten sie erstmals seit 1999 wieder das südlichste Bundesland  erobern. Für die Freiheitlichen (FPK) stimmten lediglich 17,1  Prozent, beim Urnengang 2009 waren es noch fast 45 Prozent gewesen.

          Nach Haider kam der Absturz

          Kärnten war jahrelang eine Hochburg der Rechtspopulisten in  Österreich. Aus dem Bundesland kam auch ihr langjähriger Chef Jörg  Haider. Seit 2009 wurden die Freiheitlichen aber von mehreren  Korruptionsskandalen erschüttert, zudem rutschte das Bundesland  unter FPK-Landeshauptmann Gerhard Dörfler tief in die  Wirtschaftskrise.

          Schaffte in Kärnten und in Niederösterreich den Sprung ins Parlament: der österreichisch-kanadische Milliardär Frank Stronach mit seinem „Team Stronach“
          Schaffte in Kärnten und in Niederösterreich den Sprung ins Parlament: der österreichisch-kanadische Milliardär Frank Stronach mit seinem „Team Stronach“ : Bild: dpa

          Auch in Niederösterreich mussten die Freiheitlichen Verluste hinnehmen, allerdings nicht so erdrutschartig wie in Kärnten. Die  Rechtspopulisten kamen in diesem Bundesland laut Hochrechnungen auf  acht Prozent der Stimmen, das waren 2,5 Punkte weniger als 2009.  Wahlsieger in diesem Bundesland wurden einmal mehr die  Christdemokraten (ÖVP), die den Hochrechnungen zufolge mit 51  Prozent der Stimmen ihre absolute Mehrheit verteidigen konnten. Die  SPÖ kam nach Verlusten auf 21 Prozent.

          Mit Spannung erwartet worden war im Vorfeld auch das Abschneiden  der im September gegründete Partei Team Stronach des  österreichisch-kanadischen Milliardärs Stronach. Die Eurogegner  schafften in beiden Bundesländern den Sprung ins Parlament. In  Kärnten erzielte Team Stronach 11,3 Prozent, in Niederösterreich  kam es den Hochrechnungen zufolge auf etwa neun Prozent der Stimmen.

          Quelle: FAZ.NET

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